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      Politik

      Gesetzesinitiative

      Mehr Patienten-Rechte bei Behandlungsfehlern

      Opfer von Ärztepfusch sollen besser und schneller entschädigt werden. Das ist nur ein Teil der Gesetzespläne zur Stärkung der Patientenrechte. Patienten sollen bei Behandlungsfehlern künftig schneller und leichter entschädigt werden. Das sieht ein Eckpunkte-Papier zur gesetzlichen Stärkung der Patientenrechte vor, das der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), am Dienstag in Berlin vorlegte. Rund eine Million Menschen werden nach Schätzungen pro Jahr Opfer ärztlicher Behandlungsfehler. Heute kommen Patienten oft aber nur schwer zu ihrem Recht. Oft vermeiden sie den Gang vor Gericht oder zu Ärzte-Schlichtungsstellen. Nach Zöllers Angaben sollen unter anderem die Kranken- und Pflegekassen ihre Versicherten bei Schadenersatzansprüchen aus Behandlungsfehlern unterstützen. Dazu muss ein entsprechender Verdacht vorliegen. Bisher war dies eine Kann-Bestimmung. Er gehe davon aus, dass Krankenkassen daran ein Interesse haben werden, da es auch um die Rückerstattung von Kosten gehe, sagte Zöller. Nun sollen die Verfahren beschleunigt werden. Zunächst soll bei Schäden die Entscheidung einer Schlichtungsstelle unter Einbindung von Patientenvertretern angestrebt werden. Erfahrungsgemäß ließen sich so 70 Prozent der Fälle lösen, sagte Zöller.

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      Bremer Krankenhausgesetz

      Eine Lücke füllt sich

      Der Krankenhaus-Ausschuss der Bremischen Bürgerschaft hat den Weg frei gemacht für das erste Krankenhausgesetz im Land. Das meldet der Sender "Radio Bremen" auf seiner Webseite. Bremen gehörte bislang zu den wenigen Ländern, die noch kein Krankenhausgesetz haben. Weiter heißt es auf der Webseite des Senders: "Künftig wird in jedem Krankenhaus in Bremen ein ehrenamtlicher Patienten-Fürsprecher eingesetzt. Als unabhängige Dritte sollen sie helfen, Probleme bei der Versorgung und Betreuung sofort zu lösen. Darüber hinaus werden die Fürsprecher auch an der Krankenhaus-Planung beteiligt. Mit dem Krankenhausgesetz werden außerdem Qualitäts-Standards festgeschrieben. Auch die Übergänge zwischen stationärer und ambulanter Versorgung sollen in Bremen besser werden. Im Vorfeld hatte es viel Kritik an den Plänen gegeben. Die rot-grüne Koalition hatte deshalb nach einer Anhörung viele Vorschläge noch einmal verändert. Die Bürgerschaft muss dem Gesetz-Entwurf jetzt noch zustimmen."

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      ZENO-Veranstaltung

      Update - Einführung der SwissDRGs

      Veranstaltung am 6. Mai 2011 in Zürich

      Ab 2012 müssen alle Spitäler in der Schweiz ihre stationären, akutsomatischen Fälle über diagnosebezogene Fallpauschalen, den so genannten SwissDRGs abrechnen. Dadurch sollen nicht nur faire, leistungsbezogene Tarife ermöglicht werden, sondern die Kosten und Leistungen aller betroffenen Häuser werden auch besser vergleichbar und transparenter. Rund 1.000 verschiedene Diagnosegruppen werden unterschieden, jede mit einem ihr eigenen Pauschalpreis versehen, der unabhängig von der Dauer des individuellen Aufenthalts ist.

      Den Krankenversicherern und Kantonen kommen mit der neuen Spitalfinanzierung per 2012 teils neue Rollen zu. Wie beurteilen die Kantone und die Krankenversicherer ihre neuen Rollen? Auf dieser ZENO-Konferenz werden diese und weitere aktuellen Fragen rund um die SwissDRG Einführung diskutiert.

      Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de.

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      Wirtschaft

      Rasantes Wachstum

      Fitnessstudios haben mehr Mitglieder als der DFB

      Die Fitnessclubs in Deutschland haben erstmals mehr als sieben Millionen Mitglieder. Die rund 6.000 größeren Studios steigerten ihre Kundenzahl zum Jahresende auf 7,05 Millionen, das war rund eine halbe Million mehr als im Vorjahr. Dies geht aus einer Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Für eine Premium-Mitgliedschaft verlangen die Clubs im Schnitt mehr als 70 Euro pro Monat, im Discount-Bereich zahlen Kunden rund 20 Euro. "Die Fitnessclubs zählen damit statistisch erstmals mehr Mitglieder als der größte deutsche Sportverband, der DFB", stellt Deloitte fest. Rechne man dann noch die rund 1.000 Anbieter mit kleinen Studios unter 200 Quadratmetern hinzu, komme man auf die Zahl von 7,31 Millionen Fitnessclub-Mitgliedern, dies entspreche 8,9 Prozent der Bevölkerung.

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      MCC PharmaVertrieb2011

      Umsatz und Wirtschaftlichkeit in Zeiten des Sparpaketes

      Steigender Wettbewerb, höherer Kostendruck, sinkende Margen, die traditionellen Vertriebsmuster funktionieren nicht mehr - kurzum: Die Pharmaindustrie steht unter Druck und somit vor völlig neuen Herausforderungen! Verlangt werden innovative und nachhaltige Vertriebskonzepte.

      Diskutieren und erörtern Sie auf MCC PharmaVertrieb2011 zusammen mit unseren Referenten den aktuellen und notwendigen Handlungsbedarf sowie die notwendigen Konsequenzen für die Arzneimittelindustrie und ihrer assoziierten Branchen. Der Erfahrungsaustausch unter Experten ist sichergestellt. Melden Sie sich jetzt an!

      Weitere Informationen unter www.mcc-seminare.de.

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      Gestiegene Rohstoffpreise

      Verbandhersteller Hartmann unter Kostendruck

      Stark gestiegene Preise für Baumwolle oder Zellulose machen dem Verband- und Medizinproduktehersteller Paul Hartmann zu schaffen. Daher sei es ein ehrgeiziges Ziel, das Ergebnis stabil zu halten, sagte Vorstandschef Rinaldo Riguzzi am Montag in Stuttgart. Allein Baumwolle sei 2010 um 66,4 Prozent teurer geworden. Das Unternehmen aus Heidenheim wolle dennoch auf Wachstumskurs bleiben. "Wir wollen vor allem auf Märkten wie Russland und den USA wachsen", erklärte Riguzzi. Außerhalb Deutschlands hatte Hartmann bereits 2010 rund zwei Drittel des um 4,6 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro gestiegenen Umsatzes erwirtschaftet. Unter dem Strich standen 69,8 Millionen Euro Gewinn (2009: 58,6 Mio Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag erstmals über der 100-Millionen-Euro-Marke (103,4 Mio Euro).

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      GfK-Umfrage

      Was wissen Frauen über Brustkrebsvorsorge?

      Die Ergebnisse der internationalen Brustkrebsumfrage sind da und eröffnen interessante Einblicke, was Frauen darüber denken und fühlen. Die GfK hat im Auftrag von Siemens eine Befragung zum Thema Brustkrebsfrüherkennung durchgeführt, um herauszufinden wie der Wissensstand der Frauen weltweit zum Thema Brustkrebs und Vorsorgemaßnahmen ist. Über 4.000 Frauen im Alter zwischen 25 und 65 Jahre wurden in acht Ländern zu dem Thema befragt. "Wie viel wissen Frauen über die Krankheit? Welche Vorsorgemaßnahmen kennen sie? Welche Informationskanäle benutzen sie am liebsten?" sind unter anderem Fragen, die in der Studie beleuchtet werden.

      Erfahren Sie mehr über die Studienergebnisse auf www.siemens.com/pink

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      Zurück zum Kerngeschäft

      Pfizer kündigt großen Ausverkauf an

      Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer plant laut einem Pressebericht den großen Ausverkauf. Der neue Pfizer-Chef Ian Reed verordne dem Unternehmen eine Kehrtwende, berichtet die Tageszeitung "Die Welt" am Montag und beruft sich auf Gespräche des Konzerns-Chefs mit Investoren. Auf der Verkaufsliste stehen der Zeitung zufolge Tochterfirmen, die Pfizer bislang insgesamt bis zu 40 Prozent des Umsatzes einbringen. Nachdem der Pharmakonzern unter Reeds Vorgänger Jeffrey Kindler in den vergangenen Jahren vor allem durch Riesen-Fusionen auf sich aufmerksam machte, droht Reed nun mit dem Radikal-Ausverkauf.

      Reed hatte gesagt, dass Pfizer aus seiner Sicht vor allem aus einem innovativen Kernbereich bestehe, der für die Erforschung neuer Medikamente mit hohen Gewinnspannen zuständig sei. Alle Geschäftsbereiche würden bis zum Ende des Jahres auf ihre Rentabilität hin überprüft, sagte Pfizer-Forschungschef Mikael Dolsten dem Bericht zufolge. Mit ihren Ankündigungen stellen die Pfizer-Manager ganze Sparten in Frage: Verkauft werden könnten nicht nur die Lebensmittelsparte Nutritionals, sondern auch der Bereich Animal Health, der Tierarzneien herstellt, sowie die gesamte Sparte für Consumer Health, also Selbstmedikation, heißt es in dem Bericht weiter. Der radikalste Schritt könnte der Verkauf der Sparte "Established Products" sein, die für alle nicht mehr patentgeschützten Produkte zuständig ist.

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      Namen & Nachrichten

      Christliches Kinderhospital Osnabrück

      Rodeck wird Ärztlicher Direktor

      Burkhard Rodeck wird Ärztlicher Direktor des neuen Christlichen Kinderhospitals Osnabrück. Das Christliche Kinderhospital Osnabrück startet am 1. Juli seinen klinischen Betrieb. Die Klinik in einem Neubau am Marienhospital Osnabrück ist aus der Fusion der Kinderabteilung des Kinderhospitals hervorgegangen. Rodeck ist Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und Vorsitzender des Konvents für fachliche Zusammenarbeit der wissenschaftlichen Fachgesellschaft DGKJ. Der Konvent vertritt alle Spezialdisziplinen in der Kinder- und Jugendmedizin.

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      Klinikum Hanau

      André Michel ist neuer Ärztlichen Direktor

      André Michel (42) wird neuer hauptamtlicher Ärztlicher Direktor am Klinikum Hanau. Das Klinikum hat in den letzten Jahren gewaltige Umbrüche erlebt. Aus dem Städtischen Klinikum hat sich das Klinikum Hanau entwickelt. "Unsere rasanten Entwicklungen brauchen vollen Einsatz", erläutert Geschäftsführerin Monika Thiex-Kreye. Erstmals gibt es nun die Funktion eines Hauptamtlichen Ärztlichen Direktors (HÄD). Diese Aufgabe hat Michel zum 15. März 2011 übernommen.

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      Schirmherrin Ulla Schmidt

      Neue Stiftung für ein Sterben in Würde

      Eine neue Stiftung will die Situation schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland verbessern. Die Vorsitzende dieser Deutschen Hospiz- und Palliativstiftung, Birgit Weihrauch, sagte am Freitag in Berlin, die Einrichtung wolle das Bewusstsein der Gesellschaft für das Leid der Betroffenen schärfen. Fortbildung sowie Information stünden im Fokus. Aufgebaut werden solle eine Hospiz- und Palliativakademie. Die Stiftung wurde vom Deutschen Hospiz- und Palliativverband, dem Dachverband von rund 1.000 Einrichtungen, gegründet. Schirmherrin ist die ehemalige SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt.

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      Diakonie-Klinikum Stuttgart

      Bernd Rühle wird neuer Geschäftsführer

      Bernd Rühle (44) wird neuer Geschäftsführer des Diakonie-Klinikum Stuttgart. Er folgt Volker Geißel, der im November 2011 in den Ruhestand geht. Rühle ist derzeit Verwaltungsdirektor des Klinikums. Die verantwortlichen Gremien der Klinik und der beiden Gesellschafter, der Evangelischen Diakonissenanstalt Stuttgart und der Stiftung Paulinenhilfe, haben Rühle einstimmig zum neuen Geschäftsführer gewählt.

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      Birgit Fischer geht

      Barmer-Chefin wird Lobbyistin der Pharmaindustrie

      Birgit Fischer, Vorstandschefin der Barmer GEK, wechselt zum Verband forschender Arzneimittelhersteller (VFA). Die 57-Jährige wird dem Vernehmen nach bei der größten Lobbygruppe der Pharmaindustrie die langjährige Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer (49) ablösen. Yzer hatte angekündigt, den Verband zum 1. Juni zu verlassen. Ihr wird vorgeworfen, sich nicht genügend gegen die Arzneireform von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) zur Wehr gesetzt zu haben. Fischer wechselt zum 1. Mai 2011 an die Spitze des vfa. Die Nachricht von Fischers Wechsel sickerte auf dem Frühjahrsempfang der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) in Berlin durch und war dort das Gesprächsthema des Abends. Auch für enge Mitarbeiter und Weggefährten Fischers kam der Wechsel überraschend. Fischer steht seit 2007 an der Spitze der größten gesetzlichen Krankenversicherung, zunächst als stellvertretende und dann als Vorstandsvorsitzende. Sie ist ehemalige Gesundheitsministerin von Nordrhein-Westfalen und war lange Mitglied im SPD-Parteivorstand. Mitglied der SPD ist Fischer seit 2001. Der Vfa will sich mit Fischer neu ausrichten. Der vfa-Vorsitzende Wolfgang Plischke erklärte, mit ihr solle der Dialog des vfa mit allen Akteuren der Gesundheitsbranche intensiviert werden. Die neue Hauptgeschäftsführerin stehe für Vermittlung und Kommunikation. “Und das brauchen wir in Zukunft.”

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      Klinik-News

      Investitionsbedarf

      Berliner Kliniken wollen 200 Millionen Euro

      Berliner Senat, Klinikchefs und Beschäftigte von Berliner Krankenhäusern beziffern einen Investitionsbedarf von mindestens 200 Millionen Euro im Jahr. Bei der Charité wird mit einem Streit der Pflegekräfte gerechnet. Das berichtet der Berliner "Tagesspiegel". Weiter heißt es in der Zeitung: "Selten einträchtig haben Gesundheitssenatorin, Klinikchefs und Vertreter der Beschäftigten mehr Investitionen in die Krankenhäuser der Stadt gefordert. Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke) und die Berliner Krankenhausgesellschaft bezifferten den Investitionsbedarf der 49 Plankrankenhäuser am Montag auf mindestens 200 Millionen Euro pro Jahr ? derzeit fließen 90 Millionen Euro in die oft verschuldeten Kliniken. Plankrankenhäuser sind Kliniken, die neben der Forschungseinrichtung Charité als für die Landesversorgung notwendig anerkannt werden. Ihnen stehen öffentliche Investitionsgelder zu ? die das Abgeordnetenhaus jedoch nach Kassenlage konkret beziffert."

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      ZENO-Veranstaltung

      Nutzendossier: Den Zusatznutzen überzeugend belegen

      Veranstaltung am 11. Mai 2011 in Berlin

      Die ersten Nutzendossiers liegen dem Gemeinsamen Bundesausschuß (G-BA) vor. Mit der Nutzenanerkennung erhält das neue Arzneimittel das offizielle Siegel des Fortschritts und damit die Chance in Verhandlungen mit dem Spitzenverband der Krankenkassen einen attraktiven Preis zu erzielen. Die Unsicherheit darüber, wie ein gut gemachtes Nutzendossier auszusehen hat, ist bei allen Unternehmen groß - selbst bei denen, die bereits eingereicht haben. Nachbesserungen sind ausgeschlossen und einmal gemachte Fehler sind allerdings erst viele Monate später - in einer erneuten Runde vor dem G-BA - korrigierbar.

      In dieser Veranstaltung erhalten die Teilnehmer eine praktikable Anleitung über Aufbau und Inhalt des Dossiers und konkrete Hinweise zur Umsetzung im eigenen Unternehmen.

      Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de.

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      UKSH

      Brandbrief von Chefärzten an den Landtag

      Ein Schreiben der Chefärzte am Uniklinikum zeigt Wirkung. Sie wehren sich gegen den Sparkurs. Der Brandbrief der Chefärzte des Uniklinikums Schleswig-Holstein In dem Schreiben, das laut "Lübecker Nachrichten" von allen Klinikchefs am Uniklinikum Schleswig-Holstein unterstützt wird, meutern die Mediziner gegen den rigorosen Sparkurs, der nach ihrer Ansicht, das Patientenwohl gefährdet. "Die Schmerzgrenze ist erreicht", sagt Maximilian Mehdorn, Ärztlicher Campusdirektor in Kiel und Initiator des Schreibens. Die Kliniken müssten in diesem Jahr zehn Millionen Euro einsparen, um aus den roten Zahlen herauszukommen. "Wir nehmen die Reaktionen der Klinikchefs sehr ernst", zitieren die "Lübecker Nachrichten" Wissenschaftsminister Jost de Jager (CDU). Man habe zu einem runden Tisch am 4. April eingeladen. Schleswig-Holstein gehört zu den Ländern, die am wenigsten Geld von den Krankenkassen für eine Leistung bekommen. Stünde das Klinikum in Hamburg hätte es allein dadurch etliche Millionen Euro mehr Einnahmen.

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      Medientrainings

      So machen Sie vor Kamera und Mikrofon eine gute Figur!

      Veranstaltung am 6. Mai 2011 in Zürich

      "Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance" – deshalb ist es entscheidend, vor Kamera und Mikrofon im Krisenfall einen guten Eindruck zu hinterlassen. Doch der richtige Auftritt will gelernt sein. Beim FuP-Medientraining vermitteln unsere Experten den Teilnehmern in vielen praktischen Übungen die wichtigsten Grundlagen für den stressfreien und sicheren Umgang mit kritischen Reporterfragen. Die nächsten Medientrainings finden am 5. April 2011 und 17. Mai 2011 in Frankfurt am Main als Gruppentraining mit 3-6 Personen statt. Anmeldung per Email an info@fup-kommunikation.de oder telefonisch unter 069 / 95 43 16 0. Auf Wunsch können auch Termine für Einzeltrainings vereinbart werden.

      Weitere Informationen finden Sie unter www.fup-medientraining.de.

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      Klinikmarkt

      Mediclin steigert Umsatz

      Das Unternehmen Mediclin konnte im Jahr 2010 seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr steigern. Der Umsatz erhöhte sich um 3,50 Prozent oder 16,60 Millionen Euro auf 487,20 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn fiel hingegen im gleichen Zeitraum von 17,00 Millionen Euro auf 16,30 Millionen Euro. Auf der Hauptversammlung am 26. Mai 2011 will der Aufsichtsrat von MediClin eine Dividende in Höhe von 5 Cents je Stückaktie vorschlagen. Im Ausblick auf 2011 geht das Unternehmen von einem leichten Umsatzanstieg und einem Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres aus.

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      Mühlenkreiskliniken

      Oestreich leitet wieder eine Klinik

      Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Mühlenkreiskliniken, Gerald Oestreich, leitet wieder ein Krankenhaus. Das meldet das "Westfalen-Blatt". Wie Oestreich der Zeitung bestätigte, ist er seit Anfang 2010 Geschäftsführender Direktor des Sankt-Josefs-Krankenhauses Potsdam-Sanssouci in befristeter Stellung. Der Verwaltungsrat der Mühlenkreiskliniken hatte Oestreich 2008 im Zusammenhang mit dem Finanzdesaster um den Neubau des Klinikums Minden gekündigt, daraus wurde nach einem Rechtsstreit eine einvernehmliche Trennung, berichtet das "Westfalen-Blatt". Oestreich leitet als Manager auf Zeit mit dem St.-Josefs-Krankenhaus im brandenburgischen Potsdam ein 240-Betten-Haus. Träger des St.-Josefs-Krankenhauses ist die katholische Gesellschaft der Alexianerbrüder mbH, die noch sechs Krankenhäuser in Berlin und Ostdeutschland betreibt. Schon vor der Übernahme seines neuen Postens hatte der Diplom-Verwaltungswirt das St.-Josefs-Krankenhaus einige Monate als freier Krankenhausberater kennen gelernt, so das "Westfalen-Blatt".

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      Kreistags-Beschluss

      Gericht hat keine Einwände gegen Rottweiler Klinik-Verkauf

      Der Klinik-Konzern Ameos ist vor Gericht mit seinem Versuch gescheitert, den Verkauf der Kreiskrankenhäuser in Rottweil zu verhindern. Das Landgericht Stuttgart habe einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung am Donnerstag abgelehnt, sagte eine Gerichtssprecherin. Der Rottweiler Kreistag hatte Ende Februar entschieden, seine Kliniken in Rottweil und Schramberg an den Berliner Kliniken-Konzern Helios zu verkaufen. Gegen diesen Kreistags-Beschluss war die im Bieterverfahren unterlegene Schweizer Ameos AG vor Gericht gezogen. Helios hatte angekündigt, den Standort Schramberg zu schließen und mehr als 300 Arbeitsplätze abzubauen. Ameos hatte hingegen ein Angebot abgegeben, demzufolge beide Krankenhäuser in den nächsten Jahren erhalten geblieben wären. Auch Entlassungen sollte es keine geben. Allerdings hatte Ameos sein Angebot im Laufe des Bieterverfahrens noch einmal nachgebessert. Die Mehrheit des Kreistags hielt das für unlauter und entschied sich deshalb für die Konkurrenz. Dagegen war Ameos vor Gericht gezogen. Nach der Niederlage vor dem Landgericht Stuttgart hat der Schweizer Konzern nun aber noch die Möglichkeit, vor dem Verwaltungsgericht in Freiburg zu klagen.

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      Asklepios

      Pflegedirektor der Harzkliniken kündigt

      Pflegedirektor Bernd Lambrecht verlässt die Asklepios-Harzkliniken nach 19 Jahren auf eigenen Wunsch. Am Dienstag hat er Geschäftsführer Ulrich Gnauck seine Kündigung überreicht. "Lambrecht ist der jüngste, aber nicht der einzige Abgang aus der erweiterten Klinikleitung der Harzkliniken", berichtet die "Goslarsche Zeitung". Weiter heißt es in dem Blatt: "Die Gewerkschaft Verdi bestätigt, dass voriges Jahr der Leiter für EDV und Controlling das Haus verließ, auch die Nachfolgerin für den Bereich Controlling kehrte Asklepios den Rücken. In diesem Jahr nahm bereits Geschäftsführungsassistent Michael Eichhorst seinen Hut. Lambrecht will sich zu den Gründen für seine Kündigung nicht äußern." Es heißt, er habe eine Perspektive außerhalb des Landkreises Goslar, sagt der Wolfenbütteler.

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      Führungswechsel

      Kottke neuer Personalleiter bei Sana

      Roland J. Kottke (43) ist neuer Bereichsleiter Personal und Tarifwesen bei der Sana Kliniken AG. Er tritt die Nachfolge von Prokurist Jörn Remscheid (66) an, der in den Ruhestand geht. Kottke kommt von der Rhön Klinikum AG, wo er in der Konzernleitung als Bereichsleiter Personal tätig war.

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      Tarifvertrag

      Verdi einigt sich mit Sana

      Die Tarifeinigung zwischen Sana Kliniken AG und Verdi ist unter Dach und Fach. Die Verhandlungen um den Konzerntarifvertrag haben die Tarifpartner erfolgreich beendet. Die Sana Kliniken AG und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vereinbarten eine zweistufige Löhnerhöhung von durchschnittlich 3,5 Prozent für die Klinik-Beschäftigten. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 30. Juni 2012. Die Anhebung der Löhne und Gehälter erfolgt rückwirkend zum 1. Januar 2011 um 2 Prozent, sowie um weitere 2 Prozent ab dem 1. Januar 2012. Dazu erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro. Im Durchschnitt ergibt sich daraus eine Lohn-Steigerung in Höhe von 3,5 Prozent. Zur Sicherung des Nachwuchses im Pflegebereich wurde darüber hinaus eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro zuzüglich einer Steigerung um 2 Prozent ab 1. Januar 2012 vereinbart. Die Sana Kliniken AG ist die viertgrößte private Klinikgruppe Deutschlands. Das Unternehmen beschäftigt 22.500 Mitarbeiter in mehr als 50 Krankenhäusern und Pflegeheimen.

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      Helios

      Ärzte legen sich mit Konzernleitung an

      668 Ärzte werfen Helios vor, Bedürfnisse der Patienten zugunsten monetärer Vorgaben zurückzustellen. Gleichzeitig verhandelt der Marburger Bund über einen neuen Tarifvertrag mit Helios. 688 Ärzte der Helios-Kliniken haben schwere Vorwürfe gegen die Konzernleitung erhoben. In einem Brief klagen sie, dass in den Krankenhäusern medizinischen Bedürfnisse der Patienten zunehmend weniger beachtet würden, berichtet die "Frankfurter Rundschau". "An die Stelle medizinisch motivierter Entscheidungen tritt zunehmend ein Kampf um die Einhaltung betriebswirtschaftlicher Vorgaben und Benchmark-Erfüllung", schreiben sie an den Vorstandsvorsitzenden, Francesco De Meo. Der Brief wurde innerhalb einer Woche von 688 Ärzten des Konzerns unterschrieben, so die "Frankfurter Rundschau". Helios ist einer der größten privaten Krankenhauskonzerne in Deutschland. Das Unternehmen betreibt 63 Krankenhäuser und 28 Medizinische Versorgungszentren in Deutschland. Im vergangenen Jahr ist der Gewinn deutlich stärker gestiegen als der Umsatz. Die Ärzte beklagen in dem Brief einen "zunehmend schärferen Ton gegenüber dem gesamten medizinischen Personal in vielen Häusern". Momentan befindet sich die Ärztegewerkschaft Marburger Bund mit Helios in Tarifverhandlungen. Bisher zahlte Helios im Branchenvergleich relativ gut. Nun drohen die Mediziner, das Unternehmen zu verlassen, wenn die Arbeitsbedingungen nicht verbessert werden.

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      Führungswechsel

      Joseph Rohrer verlässt das UKGM

      Der Vorsitzende der Geschäftsführung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM), Joseph Rohrer, wird das Haus verlassen. Das berichtet die "Gießener Zeitung". Dort heißt es: "Das bestätigten gestern mehrere verlässlich Quellen, eine offizielle Anfrage blieb allerdings unbeantwortet. Welche Gründe zu dem überraschenden Abgang geführt haben, von welcher Seite die Trennung ausging und ob es schon einen Nachfolger gibt, bleibt deshalb vorerst unklar. Angeblich soll Rohrer seinen Vertrag selbst gekündigt haben." Rohrer war zugleich Kaufmännischer Geschäftsführer am Standort Marburg. Der 55-Jährige kam Anfang 2009 aus der Schweiz nach Hessen. Dort war er zuvor in leitender Funktion bei der Klinikgruppe Hirslanden tätig. Das UKGM gehört zum privaten Klinikkonzern Rhön Klinikum AG.

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      Medizin

      Zitronensaft-Skandal

      Vier Jahre Haft für Chefarzt

      Das Klinikum in Wegberg war fast pleite, als Arnold Pier es kaufte. Statt Desinfektionsmittel kam Zitronensaft auf die Wunden. Nicht jeder Patient überlebte das. Wenn die Patienten am Antonius-Krankenhaus im niederrheinischen Wegberg aus der Narkose erwachten, hatte Chefarzt Arnold Pier oft ein unangenehme Überraschung für sie parat. Manchen fehlte plötzlich ein Organ, von dem vor der Operation gar nicht die Rede war. Dass ihre Wunden auf Piers Anordnung hin mit frisch gepresstem Zitronensaft statt mit Desinfektionsmittel traktiert wurden, erfuhren sie in der Regel nicht. Nach einem der größten Klinikskandale in Deutschland ist der ehemalige Chefarzt und Klinikbesitzer am Montag schuldig gesprochen worden. Sein Blick geht starr ins Leere. Wie es mit ihm nun beruflich weitergeht, wollen weder der 54-Jährige noch seine drei Anwälte erläutern. Jahrelang hatten sie auf seiner Unschuld beharrt, dann das überraschende Geständnis und nun der Schuldspruch: Fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung mit Todesfolge. Vier Jahre Haft für vier tote Patienten und 21 Fälle von Körperverletzung in diversen Varianten: fahrlässig, vorsätzlich, gefährlich und schwer.

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      Robert Bosch Stiftung

      Forscher - Verbrechen von NS-Ärzten verharmlost

      Grausame Verbrechen von Ärzten im Nationalsozialismus werden nach Ansicht eines führenden Medizinhistorikers, Robert Jütte, immer noch verharmlost. Die breite Öffentlichkeit solle sich von "interessengeleiteter Geschichtsklitterung" distanzieren, sagte der Direktor des Stuttgarter Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung am Mittwoch in Berlin. Dazu soll der nun vorgelegte erste Gesamtüberblick des Forschungsstands zum Thema seit Jahren dienen, das Buch "Medizin und Nationalsozialismus". Jütte kritisierte, dass beispielsweise der NS-Arzt Ernst Günther Schenck in dem von Bernd Eichinger produzierten Film "Der Untergang" als letzter Vertreter der Vernunft im Führerbunker gezeichnet werde. Dabei habe Schenck im Konzentrationslager Mauthausen Hungerexperimente mit Menschen gemacht. Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, sagte: "Ärzte haben in der Zeit des Nationalsozialismus aktiv an der systematischen Ermordung von Kranken mitgewirkt." Sie hätten sich auch an der Vertreibung ihrer jüdischen Kollegen beteiligt. Die Rolle der Ärzteschaft im Nationalsozialismus sei noch nicht ausreichend aufgearbeitet. Es gebe trotz einer fast unüberschaubaren Fülle an Studien noch große Forschungslücken, sagte Jütte. Wenig untersucht sei etwa das Schicksal von vielen Tuberkulosekranken und Alten in Sanatorien. Ebenfalls nicht erforscht sei die Lage in den 18 jüdischen Krankenhäusern in Deutschland sowie die Rolle von 700 der 8.000 jüdischen Ärzte, die 1938 noch als "Krankenbehandler" von Juden arbeiteten. Ein Forschungspreis zur Rolle der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus ging unter anderem an die Forscherin Susanne Rueß, die anhand von Einzelschicksalen das an jüdischen Ärzten begangene Unrecht beschreibt. Der Preis wurde zum dritten Mal vom Bundesgesundheitsministerium, der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung verliehen.

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      Philipp Rösler

      Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse leichter

      Gesundheitsminister Philipp Rösler will mehr ausländische Krankenschwestern, Ärzte und Pflegekräfte für Deutschland gewinnen. Dazu sollen ausländische Berufsqualifikationen leichter anerkannt werden. Der geplante Gesetzentwurf sei nicht nur ein Beitrag gegen den Fachkräftemangel, sondern auch zur Integration von Migranten, sagte der FDP-Minister am Dienstag in Berlin. Einschränkungen in der Qualität einzelner Heilberufe seien nicht zu befürchten. "Staatsbürgerschaften dürfen da keine Rolle mehr spielen, sondern allein das Fachliche", sagte Rösler. Widerstand von Ärztevertretern und Verbänden der Branche seien nicht zu erwarten. Die Bundesregierung will an diesem Mittwoch ihren lange angekündigten Entwurf für ein "Anerkennungsgesetz" beschließen. Probleme könnten noch die notwendigen Änderungen zahlreicher Berufs-Ausbildungsordnungen in Abstimmung mit den Ländern und den Tarifparteien bereiten. Wieviele Fachkräfte in Heilberufen von den Plänen profitieren, ist nach Darstellung des Ministers noch offen. Zu den Neuregelungen des "Anerkennungsgesetzes" gehört laut Rösler, dass die deutsche beziehungsweise europäische Staatsbürgerschaft als Voraussetzung für die Zulassung von Heilberufen (Approbation) nicht mehr erforderlich ist. Jeder Migrant, der einen ausländischen Ausbildungsnachweis mit nach Deutschland bringe, habe künftig ein Anrecht auf individuelle Prüfung seiner Qualifikation. "Das ist durchaus ein großer Schritt nach vorne", sagte Rösler. Eine Gleichwertigkeitsprüfung werde es auch bei Berufsqualifikationen aus sogenannten Drittstaaten - also Ländern außerhalb der EU - geben.

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      Recht

      Bundessozialgericht

      Keine Klinik-Anästhesisten bei OPs von Vertragsärzten

      Krankenhäuser dürfen niedergelassenen Vertragsärzten für Operationen keine eigenen Anästhesisten zur Verfügung stellen. Mit dieser Entscheidung hob das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel am Mittwoch ein Urteil des Sozialgerichts Dortmund auf. Eine Gemeinschaftspraxis von zwei Fachärzten für Anästhesiologie hatte sich dagegen gewehrt, dass niedergelassene Chirurgen bei ambulanten Operationen in einer Klinik in Soest (Nordrhein-Westfalen) von Krankenhaus-Anästhesisten unterstützt wurden. Die Gemeinschaftspraxis betreibt in der Nähe ein ambulantes Operationszentrum. Weil die OPs nicht im Krankenhaus hätten stattfinden dürfen, sei der Gemeinschaftspraxis ein wirtschaftlicher Schaden entstanden, argumentierte der Klägeranwalt. Das BSG urteilte, auf die Krankenhaus-Anästhesie dürften nur bei der Klinik angestellte Ärzte oder sogenannte Belegärzte zugreifen, die als niedergelassene Mediziner einige Krankenhausbetten mit eigenen Patienten belegen dürfen. "Ein Krankenhaus droht zu einer leeren Hülse zu werden, wenn es Ärzte von überall hernimmt", sagte der Vorsitzende Richter. Die Bundesrichter verwiesen den Fall zurück an das Sozialgericht (Az: B 6 KA 11/10 R). Das muss nun unter anderem entscheiden, ob auch ein Schadenersatzanspruch der Gemeinschaftspraxis besteht. Dabei komme es darauf an, ob die Anästhesie-Praxis von den Chirurgen in Anspruch genommen worden wäre. In dem Verfahren hatte sich die Krankenkassen dafür ausgesprochen, OPs von niedergelassenen Ärzten nicht mehr zuzulassen. "Wenn Vertragsärzte an Krankenhäusern operieren, dann fehlen sie bei der Versorgung der Patienten vor Ort", sagte ein Vertreter der AOK Nordwest.

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      Fragwürdige Empfehlungen

      BGH entscheidet über mögliche Bestechung von Kassenärzten

      Sind Vergünstigungen für Kassenärzte als Bestechung strafbar? Der Bundesgerichtshof hat einen Fall von grundsätzlicher Bedeutung verhandelt. Eine Firma für Medizingeräte hatte Ärzten die Kosten für hochwertige Reizstromgeräte in ihren Praxen erlassen, wenn sie ihren Patienten Therapiegeräte derselben Firma zur Eigenanwendung zu Hause verordneten. Nach Auffassung der Bundesanwaltschaft erfüllt dies den Tatbestand der Bestechung im geschäftlichen Verkehr. Der BGH will seine Entscheidung am 5. Mai verkünden (Az.: 3 StR 458/10). Wie der Vertreter der Bundesanwaltschaft am Rande der Verhandlung sagte, dürfte der Fall grundsätzliche Bedeutung für die Beurteilung aller Arten von Vergünstigungen haben, die Pharmafirmen und Medizingerätehersteller Kassenärzten gewähren. Im konkreten Fall stellte die Firma den Ärzten sogar die Briefumschläge zur Verfügung, in denen sie die Verordnungen für Reizstromgeräte zur Heimanwendung direkt an das Unternehmen schicken konnten. Wenn sie ausreichend viele Verordnungen ausstellten, wurden ihnen die Kosten für die Geräte in ihrer Praxis ganz erlassen. Insgesamt verschrieben die Ärzte zwischen 2004 und 2008 mehr als 70 000 Reizstromgeräte. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass die Verordnungen aus medizinischer Sicht unnötig waren; dies ist jedoch nicht Voraussetzung für die Strafbarkeit wegen Bestechung. Rechtlich ist umstritten, ob die Ärzte bei der Verordnung von Hilfsmitteln als Beauftragte der gesetzlichen Krankenkassen handeln, welche die Kosten der Verordnungen tragen. Nur dann wäre der Tatbestand der Bestechung erfüllt. Über diese Grundsatzfrage hat der BGH erstmals zu entscheiden. Der Vertreter der Bundesanwaltschaft bejahte diese Frage: Der Vertragsarzt der Krankenkassen sei "Schlüsselfigur der Arzneimittelversorgung". Deshalb sei er den Krankenkassen gegenüber verpflichtet.

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      Technologie

      Gesundheits-IT

      Neuer IT-Verband: VHITG wird größer

      Der Verband der Hersteller von IT-Lösungen für das Gesundheitswesen (VHITG), der Verband Deutscher Arztinformationssystemhersteller und Provider (VDAP) und der Verband Deutscher Dental-Software Unternehmen (VDDS) schließen sich Anfang April zum Bundesverband Gesundheits-IT (BVITG) zusammenschließen.

      Der BVITG wird zukünftig in Deutschland die führenden IT-Anbieter im Gesundheitswesen vertreten. Mit seinen Mitgliedern repräsentiert der Verband dann 90 Prozent des stationären, des ambulanten sowie des zahnmedizinischen IT-Marktes. Vertreter des BVITG werden im Rahmen einer Pressekonferenz am 4.4.2011 in Berlin weitere Details zu dem Zusammenschluss vorstellen. Zu diesem Anlass wird auch der neue Geschäftsführer des Verbands, Ekkehard Mittelstaedt, vorgestellt, der zum 15. April die Nachfolge von Andreas Kassner antritt. Kassner übernimmt ab diesem Zeitpunkt die Geschäftsführung der Servicegesellschaft des Verbandes (VSG).

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      Selbstbedienungsautomaten

      Maschine begrüßt Patienten

      Sind Krankenhäuser so geeignet für Selbstbedienungsautomaten wie ein Flughafen oder ein Supermarkt? Ein Kommentar von Ingrid Mühlnikel.

      Ist eine Klinik zu vergleichen mit einer Bank, wo mittlerweile seit mehr als einem Jahrzehnt nahezu alle Privatkunden genötigt werden, ihre normalen Bankgeschäfte wie Bargeldauszahlungen, Überweisungen und den Empfang von Kontoauszügen im Vorraum über Automaten zu erledigen? Ja, genötigt! Weil die Filialnetze systematisch ausgedünnt und die Öffnungszeiten am Bankschalter ebenso systematisch zusammen gestrichen wurden, dass einem gar nichts anderes mehr übrig bleibt, als seine Geldgeschäfte selbstständig vollautomatisiert abzuwickeln. Hinzu kommt: Die Schlangen am Selbstbedienungsautomaten sind meistens nicht kürzer als früher am Bankschalter, wo man noch physisch mehr oder weniger freundlich von einem Angestellten bedient wurde. Sie sind tendenziell eher länger. Besonders dann, wenn einer der wenigen Automaten mal wieder "Außer Betrieb" ist. Das sollte also nicht als großer Fortschritt für den Verbraucher verkauft werden. Schon gar nicht sehe ich als Kundin einen Mehrwert darin, "aktiv eingebunden" zu sein, wenn die Verwaltungsarbeiten des Unternehmens, mit dem ich Geschäfte mache, auf mich abgewälzt werden und dafür, wie im Falle der Bahn die Preise noch weiter steigen.

      Und dennoch: Selbstbedienungsautomaten im Krankenhaus sind kein Weltuntergang. Auch vor dem Hintergrund einer Generation von "Silver Surfern", die demnächst die Krankenhäuser aufsuchen werden. Diese Patienten sind alle längst mit dem Internet und anderen elektronischen Angeboten vertraut. Von Selbstbedienungsautomaten lassen sie sich nicht verschrecken. Interessant ist deswegen auch, dass ausgerechnet ein kirchliches Haus, das Paderborner Brüderkrankenhaus St. Josef, zu den Pionieren bei der Einführung der Selbstbedienungsautomaten in Deutschland gehört. Wo doch gerade die kirchlichen Träger das Prädikat menschliche Zuwendung zu ihrem Markenkern erheben. Aber vielleicht eben nicht mehr zwingend bei der Krankenhausaufnahme. Denn, was ist dem Patienten wirklich wichtig? Die medizinische Qualität und die pflegerische Leistung eines Hauses. Die persönliche Aufnahme durch eine Verwaltungskraft ist - je nach persönlichem Naturell ? eine mehr oder weniger verzichtbare Serviceleistung.

      Lesen Sie dazu den Artikel Maschine begrüßt Automaten aus der aktuellen kma-Ausgabe März.

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      Stellenmarkt

      Stellenmarkt März 2011

      Bereich, Stelle Firma, Ort Link
      Management
      Mitarbeiter Controlling (m/w)
      Kienbaum Berlin GmbH
      Dresden
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      Pflege
      Pflegerische Zentrumsleitung (m/w)
      Klinikum Stuttgart
      Stuttgart
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      Facility-Management
      Leiter/in Technik
      St.-Clemens-Hospital
      Geldern
      » Anzeigen
      Management
      Projektleiter/in
      Dr. Heimeier & Partner
      Stuttgart
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      Wirtschaft
      Leiter Regionalbüro (w/m)
      GWQ ServicePlus AG
      Düsseldorf
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      Vertrieb
      Mitarbeiter (m/w) im Außendienst
      Standard Systeme GmbH
      Hamburg
      » Anzeigen
      Management
      Leiter/in Finanzcontrolling in Vollzeit
      Asklepios Klinik Nord
      Hamburg
      » Anzeigen
      Management
      Leiter/in Medizincontrolling in Vollzeit
      Asklepios Klinik Nord
      Hamburg
      » Anzeigen
      Management
      Qualitätsmanagementbeauftragter m/w
      BG Unfallklinik Duisburg GmbH
      Duisburg
      » Anzeigen

      Kontakt Anzeigenverkauf
      Thomas Brümmer, Pharmedia GmbH, Telefon: 0711/8931–414, E-Mail: thomas.bruemmer@pharmedia.de

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      Vorschau

      Vorschau kma medien - Mai 2011

      kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin

      Spezialthema im Branchenreport: Bildgebende Verfahren
      Anzeigenschluss: 18.04.2011

      kma-Report Bauen & Planen

      Anzeigenschluss: 18.04.2011

      Kontakt Anzeigenverkauf:

      • Standort Wegscheid: Gerhard Hirz, Telefon: 08592/9357-12 oder E-Mail: gerhard.hirz@kma-medien.de
      • Standort Stuttgart: Thomas Brümmer, Pharmedia GmbH, Telefon: 0711/8931–414, E-Mail: thomas.bruemmer@pharmedia.de
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