ANZEIGE

ANZEIGE

ANZEIGE


Inhalt

Politik
Namen & Nachrichten
Klinik-News

Management
Medizin
Technologie
Stellenmarkt

    Vorschau

      Politik

      Fusion geplatzt

      BKK für Heilberufe vor dem Aus

      Die Betriebskrankenkasse (BKK) für Heilberufe steht möglicherweise kurz vor der Schließung. Die Rettung der finanzschwachen Kasse durch eine Fusion mit der "BKK vor Ort" sei am Freitag geplatzt, sagte am Montag der Sprecher der BKK Heilberufe, Ulrich Rosendahl und bestätigte einen "Handelsblatt"-Bericht (Montag). Eine Fusion gilt als einzige Möglichkeit, die Kasse zu retten. Im Mai dieses Jahres hatte bereits die Schließung der City BKK für große Schwierigkeiten gesorgt, da andere Krankenkassen die betroffenen Versicherten nicht aufnehmen wollten. Sollte nicht noch auf die Schnelle ein anderer Fusionspartner gefunden werden, rechne er spätestens Anfang November mit dem Schließungsbescheid des Bundesversicherungsamtes (BVA), sagte Rosendahl. Dann müssten sich alle rund 120.000 betroffenen Versicherten eine neue Kasse suchen. "Ein zweites Szenario City BKK" sei aber nicht zu erwarten - solch ein abweisendes Verhalten könne sich keine Kasse noch einmal leisten, sagte Rosendahl. Für die Kunden der BKK Heilberufe bestehe zunächst kein Handlungsbedarf, sie würden rechtzeitig über einen möglicherweise nötigen Versicherungswechsel informiert.

      Grund für den Abbruch der Fusionsgespräche sei ein "strukturelles Defizit" in den Finanzen der BKK Heilberufe, das über die bisher genannten Beträge hinausgehe, teilte die "BKK vor Ort" am Montag mit. Diese Einschätzung sei nicht nachzuvollziehen, widersprach Rosendahl. Nun müsse der BKK Bundesverband nach einer Lösung suchen. Dort sind alle Betriebskrankenkassen in Deutschland organisiert.

      Zurück zur Übersicht
      Anzeige

      ZENO-Veranstaltung

      Gastroenterologie 2012

      Veranstaltung am 8. Dezember 2011 in Berlin

      Seit der DRG-Einführung in Deutschland werden auch die stationären Leistungen in der Gastroenterologie pauschal finanziert. Aber es gibt immer noch erlöstechnisch problematische Bereiche, wie z.B. der Umgang mit indirekten Folgen von Infektionskrankheiten, Fälle mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen oder gastroenterologischer Funktionsdiagnostik. Daher sind nicht alle Leistungserbringer mit dem System zufrieden. Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob die Erfassung und Abbildung von Leistungen in der Gastroenterologie überhaupt ausreichend ist und ob genug Kalkulationsdaten vorhanden sind, mit denen das InEK kalkulieren kann.

      Die DRGs für 2012 liegen vor - was sind die wichtigsten Veränderungen? Diese und weitere Themen werden im Rahmen dieser ZENO-Konferenz behandelt. Experten aus allen Bereichen stehen für Fragen zur Verfügung.

      Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de.

      Zurück zur Übersicht

      Namen & Nachrichten

      Stellungswechsel

      Novartis Deutschland bekommt neuen Chef

      Der Pharma-Hersteller Novartis Deutschland bekommt einen neuen Chef.

      Mark Never, derzeit noch Leiter der italienischen Landesorganisation von Novartis, werde zum 1. November die Führung des deutschen Novartis-Ablegers übernehmen, teilte das Unternehmen mit. Die Unternehmensgruppe erzielte 2010 einen Umsatz von rund 3,09 Milliarden Euro. Der amtierende Deutschland-Chef Dirk Kosche wechselt zum 1. November 2011 in die Onkologie-Sparte des Pharmaunternehmens, wo er den Bereich Emerging Growth Markets leiten soll. Unter Kosche, der seit 2009 Novartis Deutschland vorsteht, erreichte der Konzern jährliche Umsatzsteigerungen von zehn Prozent.

      Zurück zur Übersicht
      Anzeige

      6. und 7. Februar 2012 in Berlin

      7. KassenGipfel 2012

      Was bringt das GKV-Versorgungsstrukturgesetz? Ganz sicher punktuelle Verbesserungen durch eine Verfeinerung der ärztlichen Bedarfsplanung oder durch die geplante Vernetzung der Medizin im spezialärztlichen Bereich.

      Daneben bleiben aber viele Strukturmängel unberührt und vor allem es droht ein neuer Kostenschub, der die „Ruhe” an der Front der Zusatzbeiträge bald beenden dürfte… Bilden Sie sich als Vertreter der Leistungserbringer- oder Kostenträgerseite einen Überblick über Erfolg versprechende Strategien!

      Melden Sie sich jetzt an! www.mcc-seminare.de

      Zurück zur Übersicht

      Verstärkung

      Georg Stamelos neuer Pressesprecher bei Wiso

      Georg Stamelos ist neuer Pressesprecher der Berliner Kongressveranstalter Wiso Consulting. "Wir freuen uns, dass wir mit Georg Stamelos nun einen erfahrenen und kreativen Medienprofi im Wiso-Team haben", erklärt die Geschäftsführende Gesellschafterin Ingrid Völker. Stamelos war zuletzt als PR-Berater tätig. Davor war er zwei Jahre Pressesprecher der Mühlenkreiskliniken. Wiso Consulting veranstaltet unter anderem den Hauptstadtkongress, den Gesundheitskongress des Westens und den Europäischen Gesundheitskongress.

      Zurück zur Übersicht

      Neues Spitzentrio

      Vitanas erweitert Geschäftsführung

      Torsten Wenzel (49) ist als weiterer Geschäftsführer der Vitanas Holding GmbH berufen worden. Neben Caspar Boshamer (50) und Jürgen Kassel (57) führt Torsten Wenzel jetzt die Geschäfte von Vitanas. Bereits seit Juli 2009 leitete Wenzel als Prokurist den Bereich Facility Management. Nun wird er das gesamte Ressort der Immobilien verantworten. Hierzu zählen die Bewirtschaftung und die Betreuung der vorhandenen Immobilien sowie die Expansionsaktivitäten in Deutschland. Das operative Geschäft bleibt in den Händen von Caspar Boshamer, während Jürgen Kassel weiterhin den Bereich Finanzen verantwortet. Die 1969 gegründete Vitanas GmbH zählt zu Deutschlands führenden privaten Pflegeheimbetreibern. Zum Unternehmen gehören 35 Pflegeheime, drei Behinderteneinrichtungen und zwei altersheilkundliche Kliniken mit insges.

      Zurück zur Übersicht
      Anzeige

      Steffi Graf weiht neuen Stiftungssitz ein

      ALHO Modulbau für einen guten Zweck

      Mit Ihrer Stiftung Children for Tomorrow unterstützt Stefanie Graf traumatisierte Kinder aus Kriegs- und Krisenregionen. In nur vier Monaten nach Erteilung des Auftrags entstand dank einer intensiven Zusammenarbeit  aller Beteiligten auf dem Gelände des Universitätskrankenhauses Eppendorf  der neue Stiftungssitz. ALHO konnte sein umfangreiches Fachwissen und langjährige Erfahrung im Bau medizinischer Einrichtungen in Planung und Bau einbringen.

      Alle individuellen Wünsche von Seiten der Stiftung, der Psychologen und Therapeuten wurden in die Planung integriert mit dem Ziel, optimale Voraussetzungen für die Betreuung der Kinder zu schaffen. Der Komplex umfasst eine Flüchtlingsambulanz, die Verwaltung sowie Bereiche für Therapie, Forschung und Weiterbildung. Vier großzügige Räume für Individualtherapie und über 60 qm Fläche für Familien- und Spieltherapie wurden in einer zeitgemäßen Architektur realisiert.

      Weitere Informationen finden Sie unter www.alho.com.

      Zurück zur Übersicht

      Führungswechsel

      Uniklinik Düsseldorf hat neuen Pflegedirektor

      Torsten Rantzsch (43) ist neuer Pflegedirektor der Uniklinik Düsseldorf. Zuletzt war der Diplomkaufmann Direktor des Pflege- und Funktionsdienstes und Mitglied der Geschäftsleitung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg am Standort Gießen. Der Aufsichtsrat des Klinikums hatte die Bestellung von Torsten Rantzsch Anfang Juli entschieden.

      Zurück zur Übersicht

      Uwe Bicker übernimmt

      Neuer Dekan der Medizinischen Fakultät Mannheim

      Uwe Bicker (65) ist seit dem 1. Oktober 2011 Dekan der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und Geschäftsführer der Klinikum Mannheim GmbH für das Geschäftsfeld Forschung und Lehre. Beide Ämter hat er von Klaus van Ackern übernommen, der die Fakultät 20 Jahre fast durchgängig führte. Der in Bensheim lebende, Wissenschaftler und Manager ist seit 1976 als außerplanmäßiger Professor mit der Mannheimer Medizinfakultät verbunden Bicker hatte zuvor rund 20 Jahre bei der Boehringer Mannheim GmbH (heute Roche AG) verschiedene Führungspositionen bekleidet. Anschließend arbeitete er rund zehn Jahre für verschiedener Unternehmen der Hoechst Gruppe (heute Sanofi Aventis). Der Naturwissenschaftler und Mediziner war im Vorstand der Behringwerke AG, Marburg, und Mitglied des Vorstandes der Hoechst Marions Roussell AG, 2004 wurde er in den Stiftungsvorstand von Aventis Research & Technology Frankfurt berufen.

      Zurück zur Übersicht
      Anzeige

      AMNOG-Bilanz 2011

      Frühe Nutzenbewertung in der Praxis

      Der Arzneimittelreport 2011 bejubelt den Erfolg des Neuordnungsgesetzes: Die gesetzlichen Kassen haben im ersten Halbjahr mit 16,1 Mrd. Euro fünf Prozent weniger für Arzneimittel ausgegeben als im Vorjahr. Gilt nun AMNOG gut, alles gut?

      Statt zu jubeln: Bringen Sie sich lieber auf neuesten Stand zu den Konsequenzen für Ihren Arbeitsplatz und den Pharmastandort Deutschland. Kommen Sie nächste Woche nach Berlin zum 2. Diskussionsforum Market Access and Health Economics.

      SICHERN SIE SICH DIE LETZTEN PLÄTZE!

      Hören Sie am 19.10.2011 in Berlin im Ellington Hotel die Meinungsführer der Gesundheitsbranche und diskutieren Sie mit über die Erfolgsfaktoren unter AMNOG!

      Mehr zu Programm und Referenten finden Sie unter www.thieme.de/marketaccess
      Ansprechpartnerin: Frau Jasmin Schlangen, Tel: +49 711 8931-697, jasmin.schlangen@thieme.de

      Zurück zur Übersicht

      Hohe Ziele

      Vorstandswechsel im AOK-Bundesverband

      Seit 1. Oktober haben Jürgen Graalmann und Uwe Deh als Geschäftsführender Vorstand die Leitung des Verbandes übernommen. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Dr. Herbert Reichelt geht in den Ruhestand. Das neue Führungsteam hat sich zum Ziel gesetzt, den AOK-Bundesverband noch stärker als einen der wichtigsten Akteure im Gesundheitswesen zu verankern und zugleich dessen Rolle als Dienstleister für die AOK-Gemeinschaft zu stärken. Es gehe darum, "für die 24 Millionen AOK-Versicherten die besten Lösungen zu erzielen".

      So könnten eine konsequente Nutzen- und Qualitätsorientierung sowie mehr wettbewerbliche Handlungsspielräume für die Kassen wesentliche Beiträge leisten, um auch künftig allen gesetzlich Krankenversicherten unabhängig von Einkommen, Alter und Gesundheitszustand den Zugang zu einer hochwertigen medizinischen Versorgung zu sichern. Graalmann, bisher schon Vorstand des AOK-Bundesverbandes und nun der Nachfolger von Herbert Reichelt, zeichnet für die Bereiche Politik, Kommunikation, Markt und Produkte, Recht sowie Services verantwortlich. Deh, zuvor Vorstandsvorsitzender der AOK Sachsen-Anhalt, ist für die Geschäftsbereiche Versorgung/Verträge, Finanzen, das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO), Medizin sowie die EDV-Steuerung verantwortlich.

      Zurück zur Übersicht

      Jens Peter Klußmann

      Neuer Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Gießen

      Der HNO-Chirurg Jens Peter Klußmann (43), Direktor der Gießener Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums, übernimmt ab 1. Oktober 2011 die Funktion des Ärztlichen Direktors und tritt damit die Nachfolge von Norbert Katz an, der dieses Amt am UKGM-Standort Gießen von 2006 bis heute bekleidete. Klußmann, studierte von 1989 bis 1996 Humanmedizin an den Universitäten Düsseldorf und Köln. Er begann seine berufliche Tätigkeit an der Universität zu Köln und 2004 habilitierte er sich für das Fach Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. 2009 wurde er nach Gießen berufen und ist seitdem Leiter der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf und Halschirurgie. Seine klinischen Schwerpunkte sind die chirurgische Therapie von Kopf-Halstumoren und der rekonstruktiven Kopf-Halschirurgie. Weitere Schwerpunkte sind die Therapie von Speicheldrüsenerkrankungen und -tumoren, sowie gehörverbessernde und -sanierende Mittelohroperationen.

      Zurück zur Übersicht

      Klinik-News

      Gesundheit-Nord

      Geno beschuldigt Kassen

      Die Bremer Krankenhausgesellschaft Gesundheit-Nord (Geno) macht für ihr schlechtes Betriebsergebnis die Krankenkassen im Land Bremen verantwortlich. Der Geschäftsführer des Klinikverbunds, Friedhelm Hansen, erhebt vor allem gegen die AOK schwere Vorwürfe. Rechnungen würden von dieser Krankenkasse nicht oder nur schleppend bezahlt. Das berichtet "Radio Bremen". Dort heißt es: "Die vier städtischen Kliniken der Geno, werden in diesem Jahr voraussichtlich einen Verlust von fast drei Millionen Euro einfahren. Jetzt kommt ein weiteres Loch in der Kasse an die Öffentlichkeit: Rund 22 Millionen Euro fehlen dem Klinikverbund, weil die Krankenkassen die Geno-Rechnungen nicht bezahlen, sagt Geno-Geschäftsführer Hansen.

      Er erhebt vor allem gegen die AOK schwere Vorwürfe. Rechnungen würden von dieser Krankenkasse nicht oder nur schleppend bezahlt. Etwa 15.000 Rechnungen sind laut Hansen von den Krankenkassen noch nicht bezahlt worden. Besonders schlimm treibe es dabei die AOK in Bremen." AOK-Direktor Olaf Woggan weist diesen Vorwurf laut "Radio Bremen" zurück. Die AOK habe Geno-Rechnungen von rund sieben Millionen Euro noch nicht bezahlt, weil die Rechnungen fehlerhaft seien. Die Geno sei nicht in der Lage, die Sachverhalte aufzuklären, so Woggan. Die Bremer Gesundheitsbehörde zeigt sich zuversichtlich, dass der Streit in den kommenden Monaten beigelegt werden kann.

      Zurück zur Übersicht

      Marseille-Kliniken

      Vorstandschef kündigt mit sofortiger Wirkung

      Nach einer Abmahnung durch den Aufsichtsrat wegen Pflichtverletzung hat Stefan Herzberg, Vorstandsvorsitzender der Marseille-Kliniken AG, mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt und seinen Vorstandsvertrag gekündigt. Herzberg (45) hatte den Vorstandsvorsitz erst im Juli dieses Jahres von Unternehmensgründer Ulrich Marseille übernommen. Finanzvorstand Michael Thanheiser (49), so heißt es in einer Mitteilung, führt bis auf weiteres zusammen mit dem Generalbevollmächtigten Andreas Sielemann die Vorstandsgeschäfte. Damit hat die Führungskrise bei Marseille einen neuen Höhepunkt erreicht. Denn Thanheiser hat das Amt des Finanzvorstands erst in der vergangenen Woche von seinem Vorgänger Thomas Klaue übernommen, weil der wegen grober Pflichtverletzungen mit sofortiger Wirkung abberufen wurde. Thanheiser ist seit August 2011 Vorstand der Marseille-Kliniken. Davor wirkte der 49jährige unter anderem elf Jahre als Finanzvorstand bei KMG-Kliniken AG, einem der großen Wettbewerber des Unternehmens.

      Der erst wenige Tage im Amt befindliche Aufsichtsratsvorsitzende und ehemalige Karstadt-Chef Thomas Middelhoff erklärte vergangene Woche: "Mit Herrn Thanheiser werden wir die letzten Schritte der Neuausrichtung des Marseille-Konzerns erfolgreich abschließen."

      Zurück zur Übersicht
      Anzeige

      ZENO-Veranstaltung

      Update - SwissDRGs 2012

      Veranstaltung am 9. Dezember 2011 in Zürich

      Das Inkrafttreten der SwissDRG steht unmittelbar bevor. Auf die Spitäler kommen große Veränderungen zu. Interne Prozesse müssen umstrukturiert und Verhandlungen mit den Kassen anders geführt werden. Wie sieht die Preisbildung unter den neuen Rahmenbedingungen aus? Welche Unterstützung gibt es für die verschiedenen Zielgruppen durch die Verbände? Auch für die Kostenträger wird sich einiges ändern. Was sind die Kostenfolgen und kommt es nun zu einem Wettbewerb im Leistungseinkauf? Für die Bereiche Rehabilitation und Psychiatrie sollen neue Tarifstrukturen entwickelt werden. Wie sehen hier die Vorgaben und der Zeitplan aus?

      Diese und andere Themen werden im Rahmen dieser ZENO-Konferenz diskutiert. Experten aus der Politik, der SwissDRG AG, der Kassen und aus Spitälern, die schon nach DRG abrechnen, stehen für Vorträge und Diskussionen zur Verfügung.

      Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de.

      Zurück zur Übersicht

      Hinweis aus der Bevölkerung

      Erpressung der Uniklinik Aachen aufgeklärt

      Rund drei Monate nach der versuchten Erpressung des Universitätsklinikums Aachen hat ein 66-Jähriger die Tat eingeräumt.

      Ein Hinweis aus der Bevölkerung habe den Verdacht auf den Mann aus dem Ruhrgebiet gelenkt, teilte die Polizei mit. Er sitzt wegen anderer Straftaten bereits in einem Gefängnis, wo er auch sein Geständnis ablegte. Als Motiv gab der Mann hohe Schulden und akuten Geldmangel an. Ende Juni hatte der Mann an der Patientenkasse am Klinikeingang einen Zettel mit einer Geldforderung abgegeben und mit Sprengstoff gedroht.

      Zurück zur Übersicht

      Siewert und Keil übernehmen

      Uniklinik Freiburg präsentiert neues Führungsduo

      Nach fast zwei Jahren erfolgloser Suche präsentiert die Uniklinik Freiburg einen neuen Vorstand.

      Rüdiger Siewert (71) wird Vorstandsvorsitzender und Reinhold Keil (51) neuer Kaufmännischer Direktor. Das meldet die "Badische Zeitung". Die sieben anwesenden Aufsichtsräte hätten ihre Wahl einstimmig getroffen, sagte ein Kliniksprecher gegenüber der Zeitung. Die Amtszeit von Rüdiger Siewert beträgt drei Jahre, die von Reinhold Keil fünf Jahre. Siewert ist seit eineinhalb Jahren kommissarischer Leitender Ärztlicher Direktor in Freiburg. Er übernimmt den Posten zum 1. November fest und wird Vorstandsvorsitzender. Siewert leitet bisher auch hauptamtlich die Heidelberger Uniklinik - diesen Job gibt er auf. Der neue Kaufmännische Direktor Keil war seit zehn Jahren in dieser Funktion am Uniklinikum in Essen tätig. Er stieß beim Freiburger Personalrat jedoch auf Vorbehalte. Denn die Kollegen aus der Essener Uniklinik berichteten wenig Gutes: Gerichtliche Verfahren mit Beschäftigten, mangelnde Teamfähigkeit, Ausgliederung von Arbeitskräften in eine Leiharbeitsfirma. Personalratschef Helmut Pötzsch habe nach einem Gespräch mit Keil jedoch "die gewisse Hoffnung, dass Freiburg nicht Essen ist", zitiert die "Badische Zeitung". Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) begrüßte die Wahl des neuen Führungsduos.

      Zurück zur Übersicht

      Patientenorientierte Arzneimittelversorgung

      Sicherheit und Wirtschaftlichkeit des Arzneimittelmanagements

      Jedes Jahr versterben bis zu 30.000 Patienten in deutschen Krankenhäusern in der Folge von vermeidbaren Arzneimittelfehlern. Jeder Medikationsfehler mit nicht-fatalem Ausgang verlängert die Liegezeit um mindestens 1,7 Tage je Fall und verursacht durchschnittliche zusätzliche Kosten von 3.000 € für das Krankenhaus. Zwei Maßnahmen können zur nachhaltigen Reduzierung von Medikationsfehlern mit fatalem Ausgang (Adverse Drug Event) beitragen: der Einsatz von klinischen Pharmazeuten und ein dezentrales Unit-Dose-System in Verbindung mit elektronischen Versorgungsschränken und komplementärer Medikations-Verordnungssoftware.

      Wie Sie mit Sicherheit Medikationsfehler vermeiden, erfahren Sie im aktuell erschienenen Buch Patientenorientierte Arzneimittelversorgung, herausgegeben von W. von Eiff.

      Weitere Informationen und Musterseiten finden Sie hier.

      Zurück zur Übersicht

      Krankenhaus-Finanzierung

      Berlin übernimmt Millionen-Bürgschaft für Vivantes

      Der Berliner Klinikkonzern Vivantes soll auch unter einem neuen Senat in der Hand des Landes bleiben ? und in den kommenden Jahren außerdem 180 Millionen Euro an Krediten für dringende Investitionen aufnehmen.

      Vivantes-Vorstandschef Joachim Bovelet hat am Donnerstag mit Aufsichtsratsmitglied und Finanzsenator Ulrich Nußbaum, Betriebsratschef Giovanni Ammirabile und Susanne Stumpenhusen von der Gewerkschaft Verdi eine "Erklärung zur Zukunft" unterzeichnet. Demnach bleibt Berlin bis mindestens 2020 Eigentümer des Unternehmens, dessen Wettbewerbsfähigkeit aber gesteigert werden müsse. Bis 2020 soll das Land deshalb Vivantes keine Gewinne entnehmen, 2010 waren es 6,3 Millionen Euro, berichtet der Berliner Tagesspiegel. Weiter heißt es dort: "Um im Wettbewerb um gute Versorgung von Berliner und angereisten Patienten mitzuhalten, will Vivantes neben neuer Medizintechnik ab kommendem Jahr in marode Standorte investieren. Die Psychiatrie in Hellersdorf wird demnach für 28 Millionen Euro saniert. Auch der Umzug der Konzernzentrale innerhalb von Reinickendorf in einen geeigneteren Bau steht 2012 an. Das Vivantes-Klinikum Friedrichshain werde wahrscheinlich bis 2014 erweitert, sagte Bovelet, so dass die 120 Krankenbetten aus dem drei Kilometer entfernten Haus in Prenzlauer Berg dorthin verlagert werden können ? Kosten: 45 Millionen Euro. Außerdem plane man zwei weitere Komfortkliniken für zahlungskräftige Patienten in Schöneberg und Neukölln."

      Zurück zur Übersicht

      Übernahme

      Verkauf von Ameos vorerst gestoppt

      Der Verkauf des deutsch-schweizerischen Klinikbetreibers Ameos soll auf Eis liegen. Der jetzige Eigentümer konnte sich mit den beiden Bietern auf keinen Preis einigen. Das berichtet das "Handelsblatt" auf seiner Webseite. Dort heißt es: "Der Eigentümer Quadriga Capital habe den Verkaufsprozess gestoppt, weil sich der deutsche Finanzinvestor mit den beiden verbliebenen Bietern, Advent und Carlyle, nicht über den Preis habe einigen können, sagten mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen am Mittwoch. An der schwierigen Finanzierung wäre die Übernahme nicht gescheitert, hieß es. Banken hätten die notwendigen Kredite für beide möglichen Käufer bereitgestellt. Quadriga hatte die Commerzbank mit dem Verkauf beauftragt. Von den Beteiligten wollte sich am Mittwoch niemand äußern." Der 2002 gegründete Klinikkonzern mit Sitz in Zürich betreibt in Deutschland 48 Privatkliniken und psychiatrische Einrichtungen an 24 Standorten.

      Zurück zur Übersicht

      Helios

      Schramberg macht die Pforten dicht

      Das Schramberger Krankenhaus im Landkreis Rottweil schließt Ende Oktober. Das teilen die Helios Kliniken mit. Die Versorgung von medizinischen Notfällen sei bis dahin weiterhin gewährleistet. Bereits ab 21. Oktober werden keine Patienten mehr stationär aufgenommen. "Jetzt geht es Knall auf Fall", kommentiert der "Schwarzwälder Bote". Grund für die schnelle Schließung sei die steigende Anzahl von Mitarbeitern, die einen neuen Job angetreten haben und kurzfristig die Schramberger Klinik verlassen, berichtet der "Schwarzwälder Bote". Ab 1. Oktober sind laut Helios-Mitteilung im Schramberger Krankenhaus noch kleinere Eingriffe tagsüber möglich. Nach dem 31. Oktober werden insgesamt 81 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schramberg nach Rottweil wechseln.

      Zurück zur Übersicht

      Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

      Rechnungshof kritisiert Chefarztverträge am UKSH scharf

      Der schleswig-holsteinische Landesrechnungshof kritisiert das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) weiter scharf - vor allem die Chefarztverträge. "Das UKSH wäre ohne die Gewährträgerhaftung des Landes insolvent" - so zitieren die "Lübecker Nachrichten" einen Prüfer nach einer Untersuchung der Klinik-Bilanz 2010. Grund seien vor allem die hohen Schulden. Außerdem, so Rechnungshof-Chef Aloys Altmann, würden Einsparpotenziale nicht genutzt. So sei die Vergütung für Chef- und Oberärzte immer noch zu hoch. Zweifel habe er daran, ob die Millionen-schwere Gebäudesanierung wirklich durch Effizienzgewinne refinanziert werden könne. Die Politik sollte eine Privatisierung nicht völlig ausschließenm, so Altmann.Uniklinik-Sprecher Oliver Grieve weist die Vorwürfe auf Nachfrage der "Lübecker Nachrichten" zurück: "Das UKSH ist ein Uniklinikum in Landeshand, versorgt schwerstkranke Menschen. Das kostet Geld. Wenn das nicht mehr gewollt ist, muss der Rechnungshof Alternativen aufzeigen." Das Defizit resultiere auch aus dem zu niedrigen Basisfallwert, der in Schleswig-Holstein gelte. Der Rechnungshof bemängelt auch die steigenden Personal- und Materialaufwendungen. Sie würden stärker als die Erlöse steigen: 13 zu 11,8 Prozent seit 2008. Dazu heißt es in den "Lübecker Nachrichten": "In Sachen Chefarztgehälter, die sich schon mal in Größenordnungen von über 300.000 Euro bewegen, hat sich Altmann zudem Unterstützung von Thomas Kolb von der Hochschule Fresenius geholt. Der kritisierte, dass Chefarztverträge im UKSH ohne Wirtschaftlichkeitsberechnungen geschlossen würden. So seien im Ärztlichen Dienst hohe Personalkosten entstanden, die nicht durch Erlöse aus den Leistungen der Ärzte hätten gedeckt werden konnten. Leistungsabhängige Gehaltsanteile seien zudem niedriger als üblich. Die Chefarztverträge hatte Altmann schon im Mai gerügt. UKSH- Chef Jens Scholz hatte das damals zurückgewiesen: Die Vergütung würde sehr wohl aus eigenen privatärztlichen Leistungen refinanziert. Personalkostensteigerungen seien auch auf eine 26-Prozent-Tarifsteigerung nach dem Ärztestreik 2007 zurück zu führen."

      Zurück zur Übersicht

      Tarifverhandlungen gescheitert

      Streiks an Uni-Kliniken drohen

      Die Patienten von Universitätskliniken müssen sich auf Unannehmlichkeiten einstellen. Die Ärzte drohen mit Arbeitskampf. In der Vergangenheit haben sie Hartnäckigkeit bewiesen.

      Fünf Jahre nach den ersten großen Ärztestreiks an Unikliniken droht erneut ein unbefristeter Ausstand. Die Tarifverhandlungen mit den Ländern über die Bezahlung von rund 20 000 Ärzten an 23 Unikliniken seien gescheitert, teilte die Ärztegewerkschaft Marburger Bund am Freitag in Berlin mit. Vom 7. November an drohten Streiks. Beide Seiten hatten zwei Monate in fünf Runden ohne Annäherung verhandelt. Die Mitglieder würden kurzfristig zur Urabstimmung über Arbeitskampfmaßnahmen aufgerufen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) verkenne die Realität an den Unikliniken, kritisierte Verhandlungsführer Lutz Hammerschlag. "Die TdL war zu keiner Zeit bereit, dem Marburger Bund ein faires Angebot zu machen." Stattdessen habe sie ein "Tarifdiktat" versucht. Die Urabstimmung findet vom 7. bis zum 20. Oktober statt. Der TdL-Vorsitzende, Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU), zeigte kein Verständnis für den Verhandlungsabbruch: "Wir waren immer zu angemessenen Verbesserungen bereit und sind dem Marburger Bund gestern noch einmal weit entgegengekommen", sagte er am Freitag. Das gelte insbesondere für die geforderte deutliche Erhöhung der Zuschläge für Nachtarbeit.

      Zurück zur Übersicht

      Management

      Hessische Krankenhausgesellschaft

      Studie widerlegt Falschabrechnungen

      Die Hessische Krankenhausgesellschaft (HKG) stellt ein Gutachten vor, dass die Korrektheit der Abrechnung von Krankenhausleistungen bestätigen soll.

      Bereits seit Monaten findet ein Schlagabtausch zwischen Krankenkassen und Klinikverbänden darüber statt, ob und in welchem Maß Kliniken falsch abrechnen. Unter Berufung auf Prüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) werden den Kliniken Milliardenbeträge unterstellt, die angeblich zu viel abgerechnet werden. “Solchen Behauptungen fehlen die Fakten, vielmehr sind sie das Ergebnis irreführender Schlussfolgerungen aus unzulässigen Hochrechnungen", schreibt die HKG. Sie zitiert aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO, derzufolge 96 Prozent aller Krankenhausabrechnungen unbeanstandet sind. Bei nachträglichen Beanstandungen werde der Studie zufolge nicht um die Behandlungsrechnung als Ganzes, sondern um Interpretationen von Details gerungen. Kliniken müssten dafür jährlich 700 Millionen Euro Prüfungskosten aufbringen und würden zum Teil bei Rechnungsstreitigkeiten nachgeben, um jahrelange Gerichtsverfahren bis zum Rechnungsausgleich zu vermeiden.

      "Schlimm ist, dass dabei oft viele Wochen später von einem MDK-Prüfer anonym am Schreibtisch entschieden wird, ob und in welchem Umfang eine medizinische Leistung notwendig gewesen ist. Maßgebend für die stationäre Behandlung ist jedoch der Patient und die Verantwortung des Krankenhausarztes für ihn und nicht das Ziel der Kassen, am Patienten sparen zu wollen", erklärte der HKG-Geschäftsführer Rainer Greunke.

      Zurück zur Übersicht
      Anzeige

      mibeg-Institut Medizin

      Managementkompetenzen für leitende Ärzte

      Wie sichere ich den wirtschaftlichen Erfolg meiner Klinik? Welche betriebswirtschaftlichen Kenntnisse benötigt man dazu? Wie positioniert man ein Krankenhaus im Markt? Wie motiviert und führt man seine Mitarbeiter und gestaltet mit ihnen gemeinsam den Erfolg?

      Am 25. November 2011 startet das mibeg-Institut Medizin die Weiterbildung „Health Management” bereits zum 25. Mal. Ein Seminarklassiker im Gesundheitswesen feiert also ein kleines „silbernes” Jubiläum. Die Weiterbildung in Kooperation mit der Ärztekammer Nordrhein informiert leitende Ärztinnen und Ärzte über gesundheitspolitische und ökonomische Eckdaten des Gesundheitswesens und zeigt lösungsorientierte Ansätze für wirtschaftliches Handeln im Krankenhaus auf.

      Ziel des Seminars ist es, die ökonomischen Perspektiven medizinischer Prozesse so transparent zu machen, dass leitende Ärzte unterstützt werden in ihrer Entscheidungsverantwortung für eine optimale Patientenversorgung. Die Weiterbildung umfasst sieben Seminareinheiten im Zeitraum eines Jahres.

      Weitere Informationen: www.mibeg.de.

      Zurück zur Übersicht

      Medizin

      Kassenärztliche Bundesvereinigung

      KBV fordert Gesetz gegen bezahlte Pharma-Studien

      Viele Ärzte erhalten von Pharmafirmen Geld für kleine Studien zu neuen Medikamenten - nun will die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) strengere Regeln vom Gesetzgeber.

      "Es kann nicht sein, dass ein Arzt für das Ausfüllen eines Anwendungsbogens 1.000 Euro bekommt", sagte der KBV-Vorstand Carl-Heinz Müller. "Wir wollen, dass die Ärzte von der Pharmaindustrie abgenabelt werden." Ärzte hatten zuletzt mehr als 80.000 Mal im Jahr an einer von über 300 Studien teilgenommen. Laut KBV ist die Zahl seit der bisher letzten Erhebung nicht zurückgegangen. Die Mediziner beobachten die Wirkung neuer Mittel an ihren Patienten, oft ohne deren Wissen. Die Pharmahersteller bezahlen dem Arzt pro Patient 10 bis 1000 Euro. Kritiker bemängeln, die Studien hätten wenig Wert und dienten vor allem dazu, die Verbreitung des Mittels mit Hilfe der Ärzte zu erhöhen. Die Branche hat sich eigene Regeln per Selbstverpflichtung gegeben.

      Müller sagte, diese Anwendungsbeobachtungen seien zwar nötig. "Aber der Gesetzgeber muss sie schärfer regeln." Entschädigungen müssten im Verhältnis zum Aufwand stehen, nicht zum Verkaufspreis. "Teilnehmende Ärzte müssen transparent gemeldet werden." Patienten sollten ihr Einverständnis geben müssen. Für die Pharmaindustrie forderte Müller eine Pflicht zur Veröffentlichung der Ergebnisse. "Bislang verschwinden sie bisweilen in der Schublade, wenn sie negativ ausfallen." Müller verteidigte zudem das KBV-Konzept für eine Reform der Arzneiverordnungen beim Arzt. Die Koalition will es mit ihrem Ärzte-Gesetz umsetzen. Zunächst im Modellversuch sollen Ärzte Wirkstoffe aus einem Katalog verordnen, erst die Apotheker wählen ein bestimmtes Mittel aus. Arzt und Apotheker sollen gemeinsam auf eine vernünftige Medikation von Chronikern achten.

      Zurück zur Übersicht

      Medizinische Entwicklung

      Weniger Deutsche sterben an Herzinfarkt

      Immer weniger Deutsche sterben an einem Herzinfarkt. Gemessen an sämtlichen Todesfällen sei die Quote in den vergangenen zehn Jahren von 8,5 auf 6 Prozent gesunken. Das teilte die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung am Freitag in Düsseldorf mit. Die Zahl der Herzpatienten, die an schlechter Durchblutung oder einem Infarkt starben, sei um 20 Prozent auf gut 56.000 im Jahr 2009 gesunken.

      Ein wesentlicher Grund seien neue Entwicklungen in der Medizin, hieß es in dem Herzbericht. Dazu gehören zum Beispiel schonende Eingriffe mit Katheter, die sich immer mehr durchsetzen. Ihr Anteil an allen Herzoperationen stieg um knapp 30 Prozent. Besonders Menschen über 70 Jahre profitieren davon. Herzinfarkt bleibe in erster Linie eine Männererkrankheit. Gemessen an der Einwohnerzahl seien 2009 deutlich mehr Männer mit einem akuten Herzinfarkt ins Krankenhaus gebracht worden als Frauen. Die Zahl der erkrankten Männer lag mit 330 auf 100.000 Einwohner um 82,9 Prozent über der Zahl der Frauen. Bei der Sterblichkeit gebe es starke regionale Unterschiede. In Sachsen-Anhalt liege die Sterblichkeit beim Herzinfarkt gut 48 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, in Schleswig-Holstein 37 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Das hänge unter anderem mit dem Versorgungsnetz zusammen.

      Zurück zur Übersicht

      Neue Studie

      Pausen im OP mindern Stress

      Wenn Chirurgen bei Operationen kurze Pausen einlegen, sind sie leistungsfähiger. Das hat eine Studie an der Medizinischen Hochschule Hannover ergeben. Die Operationszeit insgesamt verlängert sich nicht, das Team bleibt während der Kurzpausen im OP-Saal. Gerade die Möglichkeit der modernen Video-Chirurgie habe die Anforderungen an die Operateure stark verändert, erklärte der Direktor der MHH-Klinik für Kinderchirurgie, Benno Ure. Die Chirurgen müssten teils stundenlang hochkonzentriert die zweidimensionalen Bilder auf dem Monitor in dreidimensionale Handlungen umsetzen.

      Das Pausenschema von Profi-Bergsteigern inspirierte die Mediziner zu der Studie. Beim Klettern sind regelmäßige Pausen in schwierigen Phasen ein Mittel, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Die Studie bezieht sich auf 60 komplexe Operationen bei Kindern mit der sogenannten Schlüsselloch-Technik. Alle 25 Minuten legte das OP-Team eine fünfminütige Auszeit ein und ließ das Skalpell ruhen. Die Kontrollgruppe bildeten Operationen ohne Pausen. Untersucht wurden unter anderem der Ausstoß der Stresshormone Cortison, Adrenalin und Testosteron und die Herzfrequenz bei den Operateuren. Außerdem absolvierten sie Konzentrations- und Leistungstests. Das Ergebnis: Chirurgen, die kurze Pausen einlegen, schütteten deutlich weniger Stresshormone aus. Auf gleichbleibende Leistungsfähigkeit wies die ausgeglichene Herzfrequenz hin, die bei den pausierenden Chirurgen gemessen wurde. Ihre Fehleranfälligkeit war zudem dreimal geringer als bei Kollegen, die durchoperieren. Das Kurzpausenschema habe sich in der Klinik inzwischen weitgehend durchgesetzt, erklärte Ure. Ob die Pausen auch Auswirkungen auf die Patienten haben, soll eine weitere Studie klären.

      Zurück zur Übersicht

      Fälschungsvorwürfe

      Klinikum Ludwigshafen zieht Konsequenzen

      Das Klinikum Ludwigshafen hat nach Fälschungsvorwürfen gegen einen früheren Chefarzt Konsequenzen gezogen.

      Eine Fachkommission habe im Auftrag des Klinikums die Rahmenbedingungen für wissenschaftliches Arbeiten weiterentwickelt, teilte das Klinikum am Mittwoch in Ludwigshafen mit. Es sei ein Kontrollgremium gegründet worden, um "für die Zukunft Unregelmäßigkeiten auszuschließen". Zudem könne auf Basis von 17 Studien des Ex-Chefanästhesisten mitgeteilt werden, dass Patienten durch dessen Vorgehen keine körperlichen Schäden erlitten hätten. Auch sei ihre Gesundheit nicht gefährdet worden. Insgesamt soll der Mediziner bei fast 90 wissenschaftlichen Arbeiten gegen die Vorschriften verstoßen haben. Dabei geht es um fehlende Genehmigungen für Untersuchungen an Patienten. Die Studien waren Ende vergangenen Jahres zurückgezogen und der Chefarzt entlassen worden. Er steht auch im Verdacht, Medikamentenstudien komplett gefälscht zu haben. Bei einer Studie soll der Verdacht bestätigt sein. Auch die Staatsanwaltschaft Frankenthal ermittelt in dem Fall.

      Zurück zur Übersicht

      Technologie

      Studie

      EPA wird in Kliniken kaum genutzt

      Die Mehrheit der Krankenhäuser nutzt elektronische Patientenakte (EPA) nicht. Laut einer Studie werden 78 Prozent der Krankenhäuser auch in fünf Jahren noch mit Papierakten arbeiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Iron Mountain, weltweiter Anbieter von Services für das Informationsmanagement. Die Hauptgründe dafür sind - so healthcare-computing.de - das Fehlen einheitlicher Prozesse zur Digitalisierung der Akten und die damit verbundenen hohen Kosten. Nur knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) gibt an, innerhalb ihres geplanten Budgets alle benötigten Akten eingescannt zu haben. 23 Prozent dagegen haben noch einen Rückstand an zu digitalisierenden Akten, aber keine Gelder mehr zur Verfügung. Bei den Prozessen setzt derzeit eine deutliche Mehrheit der Krankenhäuser auf eine Inhouse-Lösung: So beschäftigen 72 Prozent Vollzeitkräfte für das Scannen der Akten. Lediglich 9 Prozent arbeiten mit einem externen Partner beziehungsweise 6 Prozent mit Teilzeitkräften. Wie effektiv oder produktiv die eigene Lösung dabei ist, überprüft jedoch nicht einmal die Hälfte (44 Prozent). Dadurch entstehen in jedem vierten Krankenhaus Kosten von 70 Millionen Euro oder mehr

      Zurück zur Übersicht

      Alles Grün?

      Green Hospital – Wege zur effektiven Nachhaltigkeit

      „Grün” ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit, gerade im Krankenhaus: Der kontinuierliche 24-Stunden-Betrieb und höchsten technischen Anforderungen sorgen für einen hohen Ressourcenverbrauch und erhebliche Umweltbelastungen, aber auch für besondere Herausforderungen hinsichtlich Patientenkomfort und Mitarbeiterzufriedenheit. „Green Hospital” als Management-Philosophie verfolgt die Sicherung des langfristigen medizinischen und wirtschaftlichen Erfolgs unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit.

      Die Autoren aus dem Managementkreis des  Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf stellen dieses Konzept umfassend dar. In 15 Kapiteln und mit einer Fülle von konkreten Beispielen und methodischen Ansätzen werden die grünen Handlungsfelder in einem Krankenhaus systematisch analysiert. Der Leser, egal ob Krankenhausleiter, Berater oder Planer von Krankenhäusern, kann dank der vielen Anregungen umgehend eigene Schritte auf dem Weg zur effektiven Nachhaltigkeit im Krankenhaus machen.

      Weitere Informationen und Musterseiten finden Sie hier.

      Zurück zur Übersicht

      Stellenmarkt

      Stellenmarkt Oktober 2011

      Bereich, Stelle Firma, Ort Link
      Management
      Projektleiter/in Krankenhaustechnik
      CoSolvia Betriebstechnik GmbH
      Hasbergen
      » Anzeigen
      Pflege
      Klinikpflegedienstleiter/-in
      St. Marien-Hospital Hamm
      Hamm
      » Anzeigen
      Medizin
      Ärztliche Leitung (m/w)
      GESUNDHEIT NORD gGmbH
      Bremen
      » Anzeigen

      Kontakt Anzeigenverkauf
      Thomas Brümmer, Pharmedia GmbH, Telefon: 0711/8931–414, E-Mail: thomas.bruemmer@pharmedia.de

      Zurück zur Übersicht

      Vorschau

      Vorschau kma medien

      kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin

      November: Medica
      Im November öffent Europas größte Medizintechnikmesse Medica für vier Tage ihre Pforten in Düsseldorf. Vom Catering-Unternehmen über die Softwareindusturie bis hin zu kleinen und großen Medizintechnikunternehmen - mehr als 4.500 Firmen zeigen ihre neusten Errungenschaften auf der Messe. kma stellt bereits vorab die innovativsten Produkte vor und zeigt, welche Trends sich in der Gesundheitsversorgung abzeichnen. Anzeigenschluss: 21.10.2011

      Kontakt Anzeigenverkauf:

      • Standort Wegscheid: Gerhard Hirz, Telefon: 08592/9357-12 oder E-Mail: gerhard.hirz@kma-medien.de
      • Standort Stuttgart: Thomas Brümmer, Pharmedia GmbH, Telefon: 0711/8931–414, E-Mail: thomas.bruemmer@pharmedia.de
      Zurück zur Übersicht