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      Politik

      Klinikärzte

      Tarifkompromiss für kommunale Kliniken besiegelt

      Nach der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) haben auch die kommunalen Arbeitgeber dem Tarifkompromiss ihrer Verhandlungsführer zugestimmt. Damit ist die Einigung besiegelt, nach der die bis zu 50.000 Klinikärzten an den rund 600 kommunalen Kliniken 2,9 Prozent mehr Gehalt und eine Einmalzahlung von 440 Euro erhalten. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) forderte den Bund am Montag aber zugleich zu einer Ausweitung der Mittel für die Kliniken auf. Der Kompromiss sei vertretbar, liege aber über der festgesetzten Steigerungsrate für die Krankenhäuser.

      In der aktuellen Ausgabe der kma lesen Sie ein ausführliches Interview mit MB-Chef Rudolf Henke.

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      Organspende

      Regierung verspricht besser Absicherung für Lebendspender geplant

      Tausende Menschen warten in Deutschland auf Spenderorgane. Treten bei einer Lebendspende Komplikationen auf, müssen sich die Spender oft mit den Kassen um Kostenübernahmen streiten. Das soll ein Ende haben. Die Bundesregierung will Menschen, die sich zu einer Lebendspende entschließen, rechtlich und finanziell besser absichern. Das Gesundheitsministerium bestätigte einen Bericht der Zeitungen der WAZ-Gruppe. Nach den Plänen sollen Lebendspender einen Rechtsanspruch auf eine umfassende Absicherung bekommen, wenn zum Beispiel die zweite Niere nach einer Nierenspende versagt. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) sagte am Samstag in Berlin, ihm sei wichtig, dass die Möglichkeiten für Lebendspenden von Organen verbessert würden.

      Wie die WAZ-Gruppe schreibt, streiten Unfallversicherung und Krankenversicherung oft über die Kosten, wenn etwa die zweite Niere nach einer Spende ausfällt. Künftig soll es einen Rechtsanspruch auf Entgeltfortzahlung für die ersten sechs Wochen nach der Operation geben. Hinzu kommt die Anhebung des nach sechs Wochen zu zahlenden Krankengeldes durch die Krankenkasse. Es soll für Organspender von 90 auf 100 Prozent des Nettoeinkommens angehoben und unbefristet gezahlt werden, bis der Spender wieder vollkommen gesund ist. Unfallversicherer sollen verpflichtet werden, für die Spätfolgen einer Lebendspende - Behandlungskosten und Reha - aufzukommen. Es sei denn, sie können beweisen, dass die Komplikationen nichts mit der Transplantation zu tun haben. Diese Beweislast-Umkehr soll dem Spender aufreibende Rechtsstreitigkeiten ersparen.

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      ZENO-Veranstaltung

      Die Versorgung älterer Patienten auf der Akutstation

      Veranstaltung am 13. März 2012 in Berlin

      Die Anzahl älterer und alter Patienten im Krankenhaus nimmt stetig zu. Von der Aufnahme über die Akutstation bis hin zur Entlassung ändert sich der Ablauf und muß an die hochbetagten Patienten angepaßt werden.

      Besonders die Akutstationen stehen vor vielen Herausforderungen. Ältere Patienten benötigen meistens einen höheren Betreuungsaufwand, der sich nicht immer in den DRGs widerspiegelt. Die Pflege von multimorbiden älteren Patienten wird nicht immer ausreichend vergütet. Spannend ist daher, ob der neue PKMS das Problem lösen kann.

      In dieser Veranstaltung berichten Experten der Krankenhäuser, der Krankenkassen und der Dienstleister, wie sie dieses Problem lösen und geben patientenorientierte Beispiele, die sich auch wirtschaftlich tragen.

      Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de.

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      Wirtschaft

      Zwei Familienunternehmen gehen zusammen

      Wisag kauft Schubert

      Aus zwei Dienstleistungskonzernen wird einer: Wisag hat die Schubert Unternehmensgruppe gekauft. Die Zustimmung der Kartellbehörden zum Eigentumswechsel steht noch aus. Durch die Übernahme rückt das Unternehmen im Catering in die Top 10 in Deutschland auf. Die Schubert Unternehmensgruppe mit Sitz in Düsseldorf gehört mit derzeit rund 5.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 120 Millionen Euro zu den großen Facility-Service-Anbietern in Deutschland. Wie auch die Wisag wurde sie von einer Unternehmerpersönlichkeit gegründet, heißt es in einer Mitteilung. Christoph Schubert legte 1967 den Grundstein für die Schubert Unternehmensgruppe, Claus Wisser gründete 1965 sein Unternehmen, aus dem die WISAG als eines der heute führenden Dienstleistungsunternehmen in Deutschland entstand.

      Für das laufende Geschäft der Schubert Unternehmensgruppe ergeben sich durch die Integration in die WISAG Gruppe zunächst keine Änderungen. Das Unternehmen wird bis auf Weiteres eigenständig, mit Kirsten Schubert und dem kaufmännischen Geschäftsführer Frank Theobald im Management, weitergeführt. Martin Riebschläger, Geschäftsführer der Wisag Facility Service Holding, wird zukünftig neben seinen bisherigen Aufgaben zusätzlich den Vorsitz der Geschäftsführung der Schubert Unternehmensgruppe übernehmen - er wird auch das Projekt der Zusammenführung leiten. Über den Kaufpreis haben beide Vertragsparteien - die WISAG sowie die Familie Schubert - Stillschweigen vereinbart.

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      Namen & Nachrichten

      Abgang

      Sana-Vorstand Müschenich geht

      Medizinvorstand Markus Müschenich (50) scheidet Ende Januar aus dem Vorstand des Klinikkonzers Sana aus. Der gelernte Kinderarzt und Gesundheitswissenschaftler möchte sich neuen beruflichen Herausforderungen stellen, erklärte eine Sana-Sprecherin gegenüber kma. Die Nachfolge von Müschenich steht noch nicht fest. Bis auf weiteres wird das Ressort durch den Vorstandsvorsitzenden Michael Philippi geführt. Müschenich saß mehr als drei Jahre im Vorstand der Sana Klinken AG. Seine Schwerpunkte waren Medizin, Pflege und Qualitätsmanagement. "In seiner Verantwortung sind neue Bereiche, wie die Sana Medizinstrategie oder das Kompetenzcenter für Chefarztberufungen konzipiert und im Unternehmen verankert worden", so eine Sprecherin. Als Mitbegründer von "ConceptHospital" beschäftigt er sich vor allem mit Szenarien der Krankenhäuser von morgen. Unter seiner Federführung entstand bei Sana das Medizin-Magazin "Blaubuch", das medizinische Leuchttürme der Gegenwart porträtiert. Vor seiner Anstellung bei Sana arbeitete Müschenich als Referent des Ärztlichen Direktors des Unfallkrankenhauses Berlin.

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      Georg Thieme Verlag

      Hubertus Glaser ist neuer Bereichsleiter Gesundheitswirtschaft

      Hubertus Glaser (43) übernimmt ab sofort die Leitung für das Segment Gesundheitswirtschaft im Verlag Klinik und Praxis beim Georg Thieme Verlag. In dieser Funktion wird der promovierte Tiermediziner künftig das Angebotsspektrum, bestehend aus Büchern, Zeitschriften, elektronischen Medien und Dienstleistungsangeboten ausbauen und weiterentwickeln. Die Medien und Angebote des Bereichs Gesundheitswirtschaft im Georg Thieme Verlag richten sich an Kliniken und sonstige Institutionen des Gesundheitswesens sowie die dazugehörige Industrie. Sie beschäftigen sich mit den wichtigen Fragen der Gesundheitswirtschaft sowie mit Managementprozessen im Krankenhauswesen. Diese Angebote sollen künftig im Hinblick auf weitere Zielgruppen und zusätzliche Angebote ausgebaut werden.

      Glaser bringt dafür wichtige Voraussetzungen mit: Nach dem Studium der Tiermedizin und anschließender Promotion, arbeitete Glaser zunächst als freier Mitarbeiter, später als verantwortlicher Redakteur beim Münchner Medizin Verlag und bei der Urban und Vogel Medien und Medizin Verlagsgesellschaft. 2000 wechselte er zu Bertelsmann Springer und übernahm dort die Leitung des Online-Dienstes für Ärzte und Apotheker multimedica. 2003 gründete er die Firma Portamed GmbH. Die Agentur unterstützte Leistungserbringer, Unternehmen und andere Akteure im Gesundheitswesen bei ihrer Kommunikation mit Patienten und Kunden. Zuletzt arbeitete er als freiberuflicher Redakteur und Publizist und engagierte sich als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit (DEUGE). In seiner künftigen Position wird sich Glaser um den Ausbau des umfangreichen Themengebietes Gesundheitswirtschaft kümmern. In enger Zusammenarbeit mit dem bestehenden Redaktionsteam, wird er die Zielgruppen erweitern und neue Angebote entwickeln. Glaser setzt dabei darauf, bereits bestehende Formate sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Für die Angebote des Georg Thieme Verlags im Bereich Gesundheitswirtschaft sieht Glaser ein großes Wachstumspotential. "Gesundheit und Wirtschaft kommunikativ zu begleiten und mit führenden Medien aktiv mit zu gestalten, ist Anspruch und Zielsetzung des Verlagsbereichs Gesundheitswirtschaft. Mit dem bestehenden Angebot, erweitert durch neue Entwicklungen möchte ich dazu beitragen, den Nutzen für unsere Leser, User und Kunden noch zu erhöhen", betont er. Bislang wurde die Leitung des Bereichs Gesundheitswirtschaft kommissarisch vom Verlagsleiter Klinik und Praxis im Georg Thieme Verlag wahrgenommen.

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      Elektronische Gesundheitskarte

      Neuer Hauptgeschäftsführer der Gematik

      Die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (Gematik) hat Arno Elmer zum Hauptgeschäftsführer bestellt. Peter Bonerz, der seit November 2006 Geschäftsführer der Gematik ist, bleibt zweiter Geschäftsführer. Der studierte Diplom-Betriebswirt und Wirtschaftsinformatiker Elmer, Jahrgang 1966, promovierte in Gesundheitswissenschaften und hat eine Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Oekonomie und Management in Essen. Daneben lehrte er von 2010 bis 2011 Personalmanagement an der Fakultät Gesundheit und Pflege der evangelischen Hochschule in Nürnberg. Die Gematik GmbH wurde im Jahr 2005 gegründet. Ihre Aufgabe ist die Einführung- Pflege und Weiterentwicklung der elektronischen Gesundheitskarte (EGK) sowie der zugehörigen Telematikanwendungen für die Datenkommunikation zwischen Versicherten, Leistungserbringern und Kostenträgern.

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      Allgemeines Krankenhaus Viersen

      Kreft startet als neuer Geschäftsführer

      Kim Holger Kreft (44) ist neuer Geschäftsführer des Allgemeinen Krankenhaus Viersen (AKH). Er wechselt von der Oberschwabenklinik in Ravensburg an den Niederrhein. Die Viersener Klinik soll langfristig als akademisches Lehrkrankenhaus etabliert werden. Ziel sei es, über die Studenten im praktischen Jahr qualifizierte Nachwuchskräfte dauerhaft an das AKH Viersen zu binden. Der neue Geschäftsführer stammt ursprünglich aus Düsseldorf. Der zweifache Familienvater studierte Rechtswissenschaften an der Universität Bielefeld. Unter anderem arbeitete er vor seiner Tätigkeit in der Oberschwabenklinik als Personalleiter und Prokurist am Evangelischen und Johanniter Klinikum Niederrhein in Duisburg.

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      Alles Grün?

      Green Hospital – Wege zur effektiven Nachhaltigkeit

      „Grün” ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit, gerade im Krankenhaus: Der kontinuierliche 24-Stunden-Betrieb und höchsten technischen Anforderungen sorgen für einen hohen Ressourcenverbrauch und erhebliche Umweltbelastungen, aber auch für besondere Herausforderungen hinsichtlich Patientenkomfort und Mitarbeiterzufriedenheit. „Green Hospital” als Management-Philosophie verfolgt die Sicherung des langfristigen medizinischen und wirtschaftlichen Erfolgs unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit.

      Die Autoren aus dem Managementkreis des  Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf stellen dieses Konzept umfassend dar. In 15 Kapiteln und mit einer Fülle von konkreten Beispielen und methodischen Ansätzen werden die grünen Handlungsfelder in einem Krankenhaus systematisch analysiert. Der Leser, egal ob Krankenhausleiter, Berater oder Planer von Krankenhäusern, kann dank der vielen Anregungen umgehend eigene Schritte auf dem Weg zur effektiven Nachhaltigkeit im Krankenhaus machen.

      Weitere Informationen und Musterseiten finden Sie hier.

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      Klinik-News

      Virus-Alarm

      Tödliche Infektionswelle an der Uniklinik Heidelberg

      Bei drei Heidelberger Krebspatienten könnte ein Virus zu tödlichen Komplikationen geführt haben. Nach der Ursache für die Infektionswelle wird fieberhaft gesucht. Bei drei Krebspatienten war nach ihrem Tod Anfang Januar das sogenannte RS-Virus gefunden. "Nicht der Erreger an sich, aber die Häufung der Fälle ist auffällig", sagte der Direktor der Infektiologie, Hans-Georg Kräusslich. Seit Anfang des Jahres hätten sich insgesamt 19 Patienten auf drei Krebsstationen mit dem normalerweise harmlosen Erreger angesteckt. Noch sei unklar, ob das Erkältungsvirus für den Tod der drei Patienten - einer 67 Jahre alten Frau sowie zwei 42 und 56 Jahre alten Männern - "ursächlich" ist. Das Virus habe jedenfalls zum tödlichen Ausgang beigetragen, sagte der Leiter der Inneren Medizin und Onkologie, Anthony Ho. Auf den betroffenen Stationen werden überwiegend Menschen mit verschiedenen Formen von Blutkrebs behandelt.

      Zu den Virus-Infektionen in Heidelberg erklärte Kräusslich: "Um Infektionsquelle und Infektionsweg zu ermitteln, müssen wir gemeinsam mit externen Experten in alle Richtungen denken". Das zuständige Gesundheitsamt sowie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin wurden informiert und Experten von dort angefordert. Außerdem sei eine Task-Force gebildet worden, um der Infektionsquelle auf die Spur zu kommen. Mit ersten Ergebnissen rechnet die Uniklinik in einigen Wochen. Bislang ist unklar, wie es zu den Ansteckungen kommen konnte. Zwei der Infizierten seien inzwischen entlassen worden, zwei weitere Patienten erregerfrei. Die verbliebenen Patienten, die das Virus noch in sich tragen, bleiben bis auf weiteres isoliert. Rund 100 Mitarbeiter und rund 100 Patienten seien auf das Virus getestet worden, hieß es. Lediglich bei einem Mitarbeiter sei das RS-Virus nachgewiesen worden. Er sei derzeit nicht im Dienst.

      Nun soll ein weiteres Screening stattfinden. Die Klinik ordnete zudem Hygienemaßnahmen an. Die Mitarbeiter müssen unter anderem Mundschutz und Schutzkleidung tragen. Seit dem 17. Januar habe sich niemand mehr neu infiziert, hieß es. Die Infektionswelle scheine gestoppt zu sein. Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) führt zu meist harmlosen Erkältungskrankheiten. Kritische Verläufe sind selten; bei ohnehin geschwächten Patienten oder kleinen Kindern können RS-Viren aber lebensbedrohlich sein. Übertragen wird der weltweit verbreitete Erreger durch Berührung oder durch die Luft. RSV-Erkrankungen kommen vor allem im Winter gehäuft vor.

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      Elbeklinikum Stade

      Multiresistente Keime auf Frühchenstation entdeckt

      Auf der Intensivstation für Neugeborene im Elbeklinikum Stade sind multiresistente Keime nachgewiesen worden. Sechs Babys seien mit einer gegen mehrere Antibiotika resistenten Variante des Darmbakteriums E. coli besiedelt, sagte der Geschäftsführer des Krankenhauses, Siegfried Ristau. Keines der Kinder sei erkrankt. Die betroffenen Babys wurden isoliert. Bei allen Patienten der Station, beim Personal und den Eltern laufe ein Screening. "Wir haben einen Aufnahmestopp für Risikoschwangerschaften verhängt", sagte Ristau. Die betroffenen Frauen werden an andere Kliniken verwiesen.

      Im vergangenen Jahr waren drei Frühchen im Klinikum Bremen-Mitte an Infektionen mit multiresistenten Bakterien gestorben. Ein Untersuchungsausschuss des Landtags befasst sich mit dem Fall. Die Leitung der Bremer Klinik machte nach Überzeugung von Experten im Umgang mit den Infektionen gravierende Fehler. Der Chefarzt der Kinderklinik wurde entlassen. Im Stader Fall wurde das Gesundheitsministerium in Hannover frühzeitig informiert. "Nach unserer derzeitigen Kenntnis hat das Klinikum offensichtlich die notwendigen Maßnahmen veranlasst, um das Geschehen einzudämmen und insbesondere sofort den zuständigen Amtsarzt informiert", sagte Ministeriumssprecher Thomas Spieker. Das niedersächsische Landesgesundheitsamt habe über das Zentrum für Gesundheits- und Infektionsschutz (ZGI) weitere Unterstützung angeboten. "Der zuständige Amtsarzt wird das ZGI über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten."

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      Verkaufsankündigung

      Paracelsus-Klinik steht vor Besitzerwechsel

      Die Paracelsus-Klinik in Henstedt-Rhen steht vor einem Besitzerwechsel. "Ja, die Klinik soll zum Verkauf ausgeschrieben werden", erklärte eine Unternehmenssprecherin der Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH gegenüber den Henstedt-Ulzburger Nachrichten. Erst im vergangenen Jahr hatten Geschäftsleitung, Patienten und Mitarbeiter den 28-Millionen-Euro-Umbau der Paracelsus-Klinik in Henstedt-Ulzburg gefeiert. Nach Informationen des Hamburger Abendblatts kämpft die Klinik seit der Eröffnung mit Auslastungsproblemen. Offenbar lassen sich weniger Patienten in Henstedt-Ulzburg behandeln als zunächst angenommen. "Seit November geht unter der Belegschaft der Klinik das Gerücht über einen Verkauf an die Hamburger Asklepios Kliniken GmbH herum", schreibt das "Hamburger Abendblatt". Das Kieler Gesundheitsministerium ist bereits über die Verkaufspläne der Paracelsus-Gruppe informiert worden. Das Land hatte den Krankenhausumbau mit Zuschüssen in Höhe 17 Millionen Euro unterstützt.

      Die "Henstedt-Ulzburger Nachrichten" schreiben zu den Verkaufsabsichten: "Die Politiker im Kreis Segeberg dürften sich indes die Augen reiben. Im Jahr 2001 hatten diese dem Konzern das bis dato in öffentlicher Hand befindliche Kreiskrankenhaus Kaltenkirchen für rund 4,5 Mio. Euro verkauft. Pünktlich zum Ende der 10-jährigen Bestandsgarantie hatte die Paracelsus-Gruppe das Krankenhaus in Kaltenkirchen dann dichtgemacht. So kann das Unternehmen möglichen Interessenten den Deal nun mit der Aussicht auf eine einträgliche regionale Monopolstellung schmackhaft machen." Der Krankenhauskonzern Paracelsus betreibt in Deutschland 40 medizinische Einrichtungen darunter mehrere Akut-Krankenhäuser.

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      Uniklinik Freiburg

      Siewert strebt schwarze Null an

      Die neue Doppelspitze der Uniklinik Freiburg trat erstmals gemeinsam auf. Beim Neujahrsempfang in der Freiburger Frauenklinik wurden der neue Ärztliche Direktor Rüdiger Siewert (71) und er Kaufmännische Leiter Reinhold Keil (52) förmlich von Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer in ihr Amt eingeführt. Sie sprach von einer "hervorragenden Lösung", die "kein Übergangsmodell" sei, sondern "eines zum Durchstarten", berichtet der "Südkurier". Bauer sprach von einem neuen Kapitel nach einer langen Phase des Übergangs. Keil, Wirtschaftswissenschaftler und Diplomkaufmann arbeitete seit November 2001 als Verwaltungschef am Universitätsklinikum Essen und ist bekennender Fußballfan von Schalke 04. Im ersten Jahr seiner Amtszeit werde er daran gemessen, ob es ihm gelingt, das Klinikum weiterhin wirtschaftlich profitabel zu führen, so der "Südkurier". Sein Vorstandschef Siewert sagte gegenüber der Presse, er strebe 2012 eine schwarze Null im medizinischen Bereich an. Der Fokus des Vorstandes liege auch auf dem Bauprogramm mit zahlreichen Neubauten, so der "Südkurier", darunter ein Operationszentrum, die Radiologie, die Krebsforschung und die Kinderklinik. Für das Bauprogramm würden voraussichtlich Kosten von rund 350 Millionen Euro anfallen.

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      Sana

      Illert ist neuer Ärztlicher Direktor der Klinik Eutin

      Die Sana-Klinik Eutin hat einen neuen Ärztlichen Direktor. Privatdozent Bertram Illert (46)ist Nachfolger des verstorbenen Privatdozenten Mohammad Maghsudi. Das meldet der "Ostholsteiner Anzeiger". Der Chefarzt für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie ist seit Mai 2010 in Ostholstein tätig und war bereits seit September 2011 stellvertretender Ärztlicher Direktor. Illert ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern und drei Söhnen im Alter von sechs bis 16 Jahren. Er wohnt mit seiner Familie in Eutin. Der gebürtige Hesse erwarb seine Approbation 1992 in Würzburg. Dort erfolgte seine Ausbildung an der Chirurgischen Universitätsklinik. Der Facharzt für Chirurgie mit der Schwerpunktbezeichnung Viszeralchirurgie und spezielle Viszeralchirurgie hat sich wissenschaftlich auch mit neuen Verfahren zur Therapie von Magenkrebs beschäftigt. Einen Schwerpunkt legte er im Rahmen seiner bisherigen Tätigkeit auf die Behandlung und Ernährung von Patienten mit Krebserkrankungen und auf die Verfahren der minimal-invasiven Chirurgie.

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      Sana kauft

      Grünes Licht für Übernahme der Hanse-Kliniken

      Lokalpolitiker sprachen sich in einer Sondersitzung mehrheitlich für den Verkauf der Hanse-Kliniken an Sana aus. Das Hanse-Klinikum ist mit 640 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 62,8 Millionen Euro einer der größten Arbeitgeber in Wismar. Sana erwirbt 94 Prozent der Anteile am Klinikum von der Damp-Gruppe, die verbleibenden sechs Prozent hält weiterhin die Stadt und hat dadurch auch ein Mitspracherecht bei der Veräußerung. Seit 2006 gehört das ehemalige städtische Krankenhaus zur Damp Holding AG. Mitte Oktober 2011 ist die zum Fresenius-Konzern gehörende Helios Kliniken GmbH neuer Mehrheitseigner (94,7 Prozent) der Damp Holding AG geworden. Aus kartellrechtlichen Gründen wurde das Wismarer Krankenhaus aus dem Verkauf ausgenommen, weil Helios in Schwerin eine Klinik mit ähnlichen Angeboten betreibt. "Um die Übernahme nicht zu gefährden, hat man Wismar deshalb außer Acht gelassen", erklärte Damp-Sprecher Sönke Osmann im Oktober.

      Insgesamt hatten sich vier Interessenten gemeldet, die das Klinikum kaufen wollten. Die Asklepios-Kliniken GmbH war bereits Mitte November aus den Verhandlungen ausgestiegen. Darüber zeigte sich Oliver Dichler, Tarifsekretär der Gewerkschaft Verdi, sehr erleichtert. Sana verlängert den bis Ende 2012 geltenden Kündigungsschutz um weitere drei Jahre. "Der verlängerte Kündigungsschutz gilt auch für die Beschäftigten in den Servicebereichen und im (externen) Labor, die bisher ihre Arbeitsleistung vollständig oder überwiegend für das Hanse-Klinikum erbringen" erklärt Sana. Der Klinikkonzern betreibt nun 46 Krankenhäuser und gibt einen Jahresumsatz von 1,48 Milliarden Euro an.

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      Pflege

      Rahmenvereinbarung

      Hausärzte und Pflegedienste wollen Pflege verbessern

      Durch intensiverer Zusammenarbeit wollen Deutschlands Hausärzte und tausende Pflegedienst- und Heimbetreiber die Betreuung von Pflegebedürftigen verbessern. Hausärzte sollten Pflegebedürftigkeit auch früher erkennen und eine Verschlimmerung verhindern helfen, teilten der Deutsche Hausärzteverband und der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) mit. Ältere Patienten in Krisensituationen sollten auch nicht einfach in Kliniken eingewiesen werden, weil Ärzte gerade Stoßzeit in ihrer Praxis hätten. Auch die Risiken von übermäßiger Behandlung mit Medikamenten sollten vermindert werden. Die beiden Verbände schlossen dafür eine Rahmenvereinbarung. Sie riefen Krankenkassen auf, möglichst zahlreich entsprechende Verträge abzuschließen, so dass die Verbesserungen wirksam werden könnten.

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      Medizin

      Patientenorientierte Arzneimittelversorgung

      Sicherheit und Wirtschaftlichkeit des Arzneimittelmanagements

      Jedes Jahr versterben bis zu 30.000 Patienten in deutschen Krankenhäusern in der Folge von vermeidbaren Arzneimittelfehlern. Jeder Medikationsfehler mit nicht-fatalem Ausgang verlängert die Liegezeit um mindestens 1,7 Tage je Fall und verursacht durchschnittliche zusätzliche Kosten von 3.000 € für das Krankenhaus. Zwei Maßnahmen können zur nachhaltigen Reduzierung von Medikationsfehlern mit fatalem Ausgang (Adverse Drug Event) beitragen: der Einsatz von klinischen Pharmazeuten und ein dezentrales Unit-Dose-System in Verbindung mit elektronischen Versorgungsschränken und komplementärer Medikations-Verordnungssoftware.

      Wie Sie mit Sicherheit Medikationsfehler vermeiden, erfahren Sie im aktuell erschienenen Buch Patientenorientierte Arzneimittelversorgung, herausgegeben von W. von Eiff.

      Weitere Informationen und Musterseiten finden Sie hier.

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      Recht

      Pfälzisches Oberlandesgericht

      Kasse darf Kostenübernahme nicht nach Belieben entscheiden

      Eine private Krankenkasse darf nicht nach Belieben entscheiden, ob sie Behandlungskosten übernimmt. Das geht aus einem bekanntgewordenen Urteil des Pfälzischen Oberlandesgerichts (OLG) Zweibrücken hervor. Sie muss ihren Kunden zum Beispiel in den allgemeinen Versicherungsbedingungen konkrete Kriterien nennen, nach denen sie prüft und entscheidet (Az.: 1 U 78/11). Das Gericht gab damit der Klage eines Versicherten statt. Dessen private Krankenversicherung hatte es abgelehnt, die Kosten für Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung zu übernehmen. Sie verwies auf ihre allgemeinen Versicherungsbedingungen, in denen geregelt ist, dass der Versicherte vor dieser Behandlung die Zusage einholen muss, dass die Kosten übernommen werden.

      In der Regelung fehlten jedoch für die Versicherten nachvollziehbare Kriterien, welche Kosten erstattungsfähig seien, stellte das OLG fest. Diese Ungewissheit gehe zu Lasten der Kasse, die die Kosten deshalb übernehmen müsse.

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      Stellenmarkt

      Stellenmarkt Januar 2012

      Bereich, Stelle Firma, Ort Link
      Management
      Abteilungsleitung (w/m)
      Amper Kliniken AG
      Dachau
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      Management
      Project Manager (m/w)
      Kienbaum Management Consultants GmbH
      Düsseldorf
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      Management
      Qualitätsmanagement­beauftragte/-n
      Herz-Zentrum Bad Krozingen
      Bad Krozingen
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      Management
      Geschäftsführer (m/w)
      Dr. Heimeier & Partner
      Stuttgart
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      Management
      Personalmanagement- und Systemberater (m/w)
      mgm – Management-Beratung im Gesundheitswesen GmbH
      Grünstadt
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      Wirtschaft
      Kaufmännischer Geschäftsführer (m/w)
      Kienbaum Berlin GmbH
      Dresden
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      Technologie
      Bereichsleiter/in IT
      ENTSCHEIDERFABRIK GuiG mbH
      Grevenbroich
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      Management
      Projektleiter (m/w)
      TEAMPLAN GmbH
      Tübingen
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      Management
      Geschäftsführer (m/w)
      Zentrum für Telemedizin e.V.
      Bad Kissingen
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      Kontakt Anzeigenverkauf
      Adelheid Rödig, Telefon: 0711/8931–326, E-Mail: adelheid.roedig@thieme.de

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      Vorschau

      Vorschau kma medien

      kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin

      Februar: Die kma-Ausgabe Februar befasst sich unter anderem mit den Auswirkungen des geänderten Infektionsschutzgesetzes: Was bedeutet das Gesetz für das Arzthaftungsrecht, und wie wollen Politik und Ärztekammer dem Mangel an Hygieneärzten begegnen? Trotz vieler offener Fragen ist unstrittig, dass die Hygiene in Zukunft stärker in den Mittelpunkt rückt und viele Kliniken sich umstellen müssen. In unserer Rubrik „Branche Kompakt” beleuchten wir die infrastrukturellen und technischen Dienstleistungen, die den Betrieb, die Versorgung und die Instandhaltung einer Krankenhausimmobilie gewährleisten. Ein funktionierendes Facility Management ist eine essenzielle Voraussetzung dafür, dass auch der medizinische Betrieb reibungslos, sicher und wirtschaftlich ablaufen kann und Krankenhäuser für Patienten, Besucher und Mitarbeiter attraktiv sind und bleiben. Anzeigenschluss: 30.01.2012

      Kontakt Anzeigenverkauf:

      • Standort Wegscheid: Gerhard Hirz, Telefon: 08592/9357-12 oder E-Mail: gerhard.hirz@kma-medien.de
      • Standort Stuttgart: Thomas Brümmer, Pharmedia GmbH, Telefon: 0711/8931–414, E-Mail: thomas.bruemmer@pharmedia.de
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