Politik
Entlohnung von Andreas KöhlerBahr setzt KBV im Gehaltsstreit FristIm Streit um das Gehalt von KBV-Chef Andreas Köhler hat Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung einem Zeitungsbericht zufolge eine Frist bis zum 9. März gesetzt. Wie die "Bild"-Zeitung (Montag) berichtet, forderte er die KBV-Vertreterversammlung schriftlich auf, die Verträge, in denen das Jahresgehalt Köhlers um 90.000 Euro auf 350.000 Euro aufgestockt wurde, nachzubessern. Laut "Bild" will der Minister, dass der Zuschlag gestrichen wird. Bahr werde "in dieser Frage nicht nachgeben", heißt es in Regierungskreisen. Das Ministerium muss das Gehalt in einem aufsichtsrechtlichen Verfahren bestätigen und kann notfalls eine Anweisung geben. Auch regionale Spitzenvertreter der Ärzte sehen sich mit ihren üppigen Zulagen im Recht. "Die Vertreter müssen aufpassen, dass nicht das Bild des raffgierigen Funktionärs entsteht", sagt Grünen-Gesundheitsexpertin Birgitt Bender. Es war im vergangenen April. Köhler und sein Vize Carl-Heinz Müller waren gerade erst für weitere sechs Jahre in ihren Ämtern bestätigt worden. Da sickerte durch, dass der Chef des Ärzteparlaments, also der Vertreterversammlung, Hans-Jochen Weidhaas, und ein zuständiger Ausschuss hinter verschlossener Tür mit Köhler über dessen Gehalt verhandelt hatten - Köhler erreichte ein Plus von 35 Prozent.
Das sind 90.000 Euro mehr als zuvor. Der inzwischen aus anderen Gründen zurückgetretene Müller konnte sich um 40.000 auf 300.000 Euro verbessern. Seither fordert Bender das Gesundheitsministerium zum Einschreiten auf. Öffentlich reagierte man im Ressort von Daniel Bahr nicht, doch in drei Gesprächen versuchte man, die Ärzte zum Einlenken zu bringen - ohne Erfolg. Abermals hinter verschlossener Tür schmetterten die Ärzte nun eine Begrenzung der Spitzengehälter ab, wie Weidhaas der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" bestätigte. Im Hause Bahr herrscht dem Vernehmen nach Kopfschütteln. Das Verfahren laufe, sagt ein Sprecher. “Das Ministerium lässt sich von den Ärzten auf der Nase herumtanzen", meint dagegen Bender. “Es muss handeln." Die Verhältnismäßigkeit sei angesichts eines geringeren Gehalts etwa der Bundeskanzlerin nicht gewahrt. Auf das Niveau vergleichbarer Posten beim Verband der Krankenkassen von bis zu 230.000 Euro will man sich bei der KBV aber keinesfalls drücken lassen. Notfalls lasse man es auf einen Rechtsstreit ankommen, ist zu hören. Zwar sind die Spitzengehälter in der freien Wirtschaft weit höher - und Köhler soll auch wiederholt Angebote erhalten haben. Bender meint aber, in einer Körperschaft des öffentliches Rechts im Gesundheitswesen müssten die Gehälter im Verhältnis zum Verdienst der Versicherten stehen.
Hinter dem Streit steckt auch die Sorge der Landesfürsten der Ärzteschaft, auch ihnen könnte es ans Geld gehen, wenn es ganz oben weniger wird. Auch bei den regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) sind Bezüge von weit über 200.000 keine Seltenheit. In den Reihen der Ärzte wächst der Unmut über ihre Chefs - nicht nur im Bund. So gibt es in Berlin Streit über Übergangsgelder für die drei dortigen KV-Vorstände von jeweils rund 183.000 Euro. Die zwei Männer und eine Frau hatten im Frühjahr vergangenen Jahres das Geld als Hilfe für ihre eigenen Praxen bekommen, wenn sie aus ihrem Amt ausscheiden - obwohl alle drei für weitere sechs Jahre wiedergewählt wurden

AnzeigeZENO-VeranstaltungDie Versorgung älterer Patienten auf der AkutstationVeranstaltung am 13. März 2012 in BerlinDie Anzahl älterer und alter Patienten im Krankenhaus nimmt stetig zu. Von der Aufnahme über die Akutstation bis hin zur Entlassung ändert sich der Ablauf und muß an die hochbetagten Patienten angepaßt werden. Besonders die Akutstationen stehen vor vielen Herausforderungen. Ältere Patienten benötigen meistens einen höheren Betreuungsaufwand, der sich nicht immer in den DRGs widerspiegelt. Die Pflege von multimorbiden älteren Patienten wird nicht immer ausreichend vergütet. Spannend ist daher, ob der neue PKMS das Problem lösen kann.
In dieser Veranstaltung berichten Experten der Krankenhäuser, der Krankenkassen und der Dienstleister, wie sie dieses Problem lösen und geben patientenorientierte Beispiele, die sich auch wirtschaftlich tragen.
Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de. |  |

Wirtschaft
Techniker KrankenkasseTK schließt Rabattverträge für 44 Wirkstoffe abDie Techniker Krankenkasse (TK) hat für weitere 44 Wirkstoffe neue Generika-Rabattverträge geschlossen, die am 1. Februar 2012 in Kraft treten. Generika sind Nachahmer-Medikamente, die einen Wirkstoff enthalten, dessen Patentschutz abgelaufen ist. Bei der aktuellen Ausschreibungs-Tranche hat die TK je Wirkstoff bis zu drei Herstellern einen Zuschlag erteilt. Die Laufzeit der Verträge beträgt zwei Jahre. Insgesamt hat die TK inzwischen für 209 generische Wirkstoffe entsprechende Rabattverträge mit 67 Pharmaunternehmen vereinbart. Das Einsparvolumen beträgt laut eigenen Angaben über 100 Millionen Euro pro Jahr.

AnzeigeZeQSeminarprogramm 2012ZeQ hat sein Seminarprogramm für 2012 unter das Motto „Horizonte erweitern” gestellt. Neben „Klassikern” wie der Ausbildung von „Internen Auditoren” und „Führen mit Zielen” enthält dieses viele Neuheiten. Hierzu zählen z. B. die Seminare „Für Wechselwillige: Von KTQ® zur ISO” und „Eckpfeiler einer effizienten Stationsorganisation”. Zusätzlich wurde mit insgesamt fünf Schulungen das Angebot für Mitarbeiter von Rehabilitationskliniken deutlich ausgebaut (z. B. „ICF in der Rehabilitation”). Auch 2012 liegt der Schwerpunkt auf Inhouse-Seminaren, also auf der Kompetenzvermittlung in den Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken vor Ort. Zusätzlich bietet ZeQ ausgesuchte Schulungen in seinen Büroräumlichkeiten in Mannheim – im Victoria-Turm, dem höchsten Bürogebäude Baden-Württembergs – an. Hier können die Teilnehmer ihre Fortbildung in der 24. Etage mit spektakulärer Aussicht über die Stadt genießen. Das insgesamt 38 Kurse umfassende Programm kann auf der Seite http://www.zeq.de/seminare.html eingesehen und heruntergeladen werden. |  |

BerappeltMerckle auf dem Weg zur erneuten MachtDrei Jahre nach Adolf Merckles Tod hat sich die Gruppe des Unternehmers einem Pressebericht zufolge weitgehend erholt. Seit dem durch Krise und Fehlspekulationen verursachten Niedergang 2008 ist dem Sohn Ludwig die Wende geglückt. Die Geschäfte laufen wieder gut. "Unser Chef ist sehr positiv gestimmt", zitiert die "Financial Times Deutschland" einen hochrangigen Manager der Gruppe. Merckle gehören mehrere mittelständische Maschinenbauer, der Pharmahändler Phoenix sowie gut ein Viertel des Dax-Konzerns HeidelbergCement .
Seit Monaten stockt Ludwig Merckle seinen Anteil an HeidelbergCement auf. Um Schulden zu bezahlen, musste der Alleinerbe die Beteiligung am Baustoffkonzern von 80 Prozent auf weniger als ein Viertel zurückfahren. Seitdem kauft Merckle bei günstigen Kursen nach. Derzeit hält er mehr als 26 Prozent. Ein gutes Investment, findet Analyst Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe. Zwar seien die Aussichten der Baubranche durch geplatzte Immobilienblasen insgesamt unsicher, "der Konzern ist aber regional gut aufgestellt". Anders als zum Beispiel der Schweizer Konkurrent Holcim sind die Heidelberger wenig in dem gebeutelten Südeuropa engagiert. HeidelbergCement baut hingegen das Geschäft in Wachstumsregionen wie etwa Afrika aus. Zudem ist Unternehmenschef Bernd Scheifele die Umschuldung von Krediten bislang gut geglückt. Auch Merckles Pharmahändler Phoenix entwickelt sich trotz der Sparmaßnahmen im Gesundheitsmarkt stabil. Der Umsatz verharrte in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres stabil bei 16 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn legte sogar um vier Prozent auf 1,47 Milliarden Euro zu. Konkurrenten wie Celesio weisen zeitweise Verluste aus.

Anzeige28. - 29. Februar 2012 in Berlin4. Fachtagung KrankenhauslogistikIm Mittelpunkt der Fachtagung steht die Weiterentwicklung der Krankenhauslogistik und der angrenzenden Dienstleistungen hin zu integrierten Prozess- und Servicelösungen. Schwerpunkte sind sowohl die Vorstellung erfolgreicher Projekte zur Verbesserung von Service und Logistik auf den Stationen (Stationslogistik) als auch Service- und Optimierungsaspekte im Bereich OP-Logistik. Darüber hinaus wird die praktische Umsetzung von Logistikoptimierungen in verschiedenen Krankenhausstrukturen thematisiert. Unter anderem stellen Dr. Uwe Preusker, Preusker Health Care Ltd., Harald Klöppel, Universitätsklinikum Heidelberg und Oliver Beer, Klinikverbund Südwest GmbH Konzepte und Projekte vor und geben Impulse zu spannenden Diskussionen. Weitere Informationen zur Fachtagung finden Sie unter: www.liberact.de/fachinformationen/fachtagungen. |  |

KrankenkassenBarmer plant Verwaltungsumbau mit StellenabbauDie größte deutsche Krankenkasse Barmer GEK plant einen Umbau ihrer Hauptverwaltung, dem eine beträchtliche Anzahl der Stellen zum Opfer fallen dürfte. Die Verwaltung müsse effizienter und effektiver werden, sagte der seit einem halben Jahr amtierende Vorstandsvorsitzende Christoph Straub der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). Zwei Jahre nach der Fusion mit der GEK werde man deshalb die Hauptverwaltung mit 2.000 Beschäftigten vollkommen neu organisieren. Wie viele Stellen genau auf dem Prüfstand stehen, ließ Straub offen. "Aber wegen verhältnismäßig wenigen Arbeitsplätzen würde man so ein Projekt nicht auflegen", sagte er. Die Standorte Schwäbisch Gmünd und Wuppertal blieben erhalten. Betriebsbedingte Kündigungen schloss Straub ebenfalls aus. "Weil wir wachsen, können wir Beschäftigte anderweitig einsetzen."

Preis gedrücktStada kauft jetzt doch Grünenthal-MarkenDer Arzneimittelhersteller Stada kauft jetzt doch das Markenproduktportfolio von Grünenthal für die zur EU gehörigen Märkte Mitteleuropas. Die Bad Vilbeler konnten allerdings den Preis deutlich unter die im Sommer vereinbarte Summe drücken. Das Paket koste jetzt noch 160 Millionen Euro und damit 48 Millionen Euro weniger als ursprünglich vereinbart, teilte das im MDax notierte Unternehmen mit. Stada hatte den Kauf von Grünenthal-Markenprodukten im Juli angekündigt, trat aber Anfang des Jahres wegen fehlender Zustimmung der Kartellbehörden vom Kauf der Produkte für die zur EU gehörigen Märkte Mitteleuropas zurück. Die anderen Grünenthal-Produktpakete für zahlreiche Märkte in Osteuropa sowie dem Nahen Osten hatte Stada Ende 2011 erworben. Insgesamt ließ sich das hessische Unternehmen die Übernahme der Grünenthal-Produkte 312 Millionen Euro kosten.

Nachrichten
Klinik Park-ThermeNeuer Kaufmännischer Leiter in BadenweilerRainer Gögelein (50) aus Freiburg ist neuer kaufmännischer Leiter der Klinik Park-Therme in Badenweiler. Gögelein war laut "Badischer Zeitung" unter anderem als kaufmännischer Klinikleiter der AOK-Klinik Stöckenhöfe, Klinikmanager am Karlsruher Sanatorium, Verwaltungsleiter der Marseille-Kliniken und in den vergangenen acht Jahren am Universitätsklinikum Freiburg als Verwaltungsreferent tätig.

Stadtspitze unwissendNeue Gutachten zu Dresdener Kliniken aufgetauchtOffenbar ohne das Wissen der Stadtspitze haben die Dresdener Kliniken Friedrichstadt und Neustadt jeweils Gutachten zu ihren stationären Leistungen eingeholt. “Weder über das beauftragte Institut noch über die Kosten war der zuständige Beigeordnete informiert", sagt Stadtsprecher Kai Schulz der “Sächsischen Zeitung". Eine von der Stadt in Auftrag gegebene Untersuchung hatte schon im September 2011 die Umwandlung der Klinik-Betriebe in eine GmbH empfohlen. Ein weiteres, 150.000 Euro teures, Gutachten soll noch im Februar 2012 vorgestellt werden. Wie die Zeitung berichtet bekam die Stadt die Analysen der nun aufgetauchten Gutachten erst später und nur “in Auszügen". Die Gutachter des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) kommen zu dem Ergebnis, dass eine Überführung “in eine privatrechtliche Gesellschaftstruktur der Klinik förderlich, aber nicht zwingend geboten" sei. Das DKI sieht vor allem in den operativen Handlungsebenen Optimierungsbedarf und mahnt ein “ökonomisch tragfähiges medizinisches Konzept" für die beiden Kliniken im Vorfeld der Fusion an, berichtet die Zeitung.

Alles Grün?Green Hospital – Wege zur effektiven Nachhaltigkeit„Grün” ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit, gerade im Krankenhaus: Der kontinuierliche 24-Stunden-Betrieb und höchsten technischen Anforderungen sorgen für einen hohen Ressourcenverbrauch und erhebliche Umweltbelastungen, aber auch für besondere Herausforderungen hinsichtlich Patientenkomfort und Mitarbeiterzufriedenheit. „Green Hospital” als Management-Philosophie verfolgt die Sicherung des langfristigen medizinischen und wirtschaftlichen Erfolgs unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit. Die Autoren aus dem Managementkreis des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf stellen dieses Konzept umfassend dar. In 15 Kapiteln und mit einer Fülle von konkreten Beispielen und methodischen Ansätzen werden die grünen Handlungsfelder in einem Krankenhaus systematisch analysiert. Der Leser, egal ob Krankenhausleiter, Berater oder Planer von Krankenhäusern, kann dank der vielen Anregungen umgehend eigene Schritte auf dem Weg zur effektiven Nachhaltigkeit im Krankenhaus machen. Weitere Informationen und Musterseiten finden Sie hier. |  |

Klinik-News
Uniklinik DüsseldorfMusiker-Ambulanz eröffnetDie Uniklinik Düsseldorf hat eine Ambulanz für Musiker und Ihre Leiden eröffnet. Tinnitus, Stimmbänder-Streik, Haltungsschäden, Lampenfieber: Rund 70 Prozent der Musiker-Profis, Musikpädagogen, Musikstudenten oder Laienmusiker in Deutschland haben im Laufe ihres Lebens mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Das berichtete das Universitätsklinikum Düsseldorf am Donnerstag. Dort startete nun die - nach eigenen Angaben - bundesweit erste interdisziplinäre Ambulanz für Musikermedizin. Die Patienten kommen mit ihren Musikinstrumenten zur Untersuchung. Ärzte aus Chirurgie, Neurologie oder Stimmheilkunde behandeln den erkrankten Sänger oder Instrumentalisten und haben dabei Ergo- oder Physiotherapeuten sowie Musikpädagogen mit dabei. Musizierende Menschen hätten ein hohes Risiko zu erkranken, erklärte Ambulanz-Fachärztin Sabine Kämpf. Eine sehr einseitige Haltung und Belastung und stundenlanges Üben oft schon seit der Kindheit gehörten zu den Hauptgründen. “Die Musikermedizin wird noch ein bischen belächelt, ähnlich wie die Sportmedizin in ihrer Anfangsphase." Tatsächlich leisteten professionelle Musiker aber Höchstleistungssport und hätten mit vielen unterschiedlichen Beeinträchtigungen zu kämpfen. Dazu gehören Atemprobleme, Herz-Rhythmus-Störungen, Schwindel, Schwerhörigkeit, Arthrose in den Handgelenken, aber auch Schlafstörungen, Versagens- und Bühnenangst.

Paracelsus-KlinikenKlinik Henstedt-Ulzburg steht zum VerkaufDer Klinikbetreiber Paracelsus will die Klinik Henstedt-Ulzburg verkaufen. Bis Mitte des Jahres soll der Verkauf realisiert werden. Mit der Veräußerung haben die Paracelsus-Kliniken die HSH Corporate Finance, ein Tochterunternehmen der HSH Nordbank, beauftragt. Der Wettbewerbsdruck in der Region sei enorm gewachsen, begründete Alfred Felscher, Sprecher der Geschäftsführung, den Schritt. Zwar sei die Entscheidung für die Fusion der beiden Standorte Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg aus wirtschaftlichen Überlegungen richtig gewesen. Aber ein Haus, das umgeben sei von Mitbewerbern, die in der Region mit mehreren Häusern stark vertreten sind, sei schwer zu halten. Sämtliche Mitbewerber hätten in der Region mehrere Häuser und könnten so Synergien und wirtschaftliche Ressourcen heben. Die rasante Entwicklung in der Gesundheitsbranche sei so nicht absehbar gewesen, so Felscher - und weiter: “Wer hätte vor zwei Jahren gedacht, dass Helios Damp kauft?" In der jüngeren Vergangenheit gab es insbesondere im Großraum Hamburg und in Schleswig-Holstein eine Vielzahl von Fusionen und Schließungen. Die Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg ist ein Akutkrankenhaus mit einem Versorgungsauftrag in der Grund- und Regelversorgung. Die Klinik hält 211 Betten und mehrere Ambulanzen vor. Die Paracelsus-Kliniken betreiben 17 Akut-Krankenhäuser in Deutschland, 12 Reha-Kliniken sowie mehrere ambulanten Einrichtungen.

Medizin
Einzigartiges ProjektMillionen Blutproben für ForschungDie Universität Würzburg kann als erste deutsche Hochschule Blut von Patienten mit älteren Proben aus der Zeit vor der Erkrankung vergleichen - zumindest, wenn sie in Bayern Blut gespendet haben. Eine entsprechende Kooperation haben der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und die Uniklinik am Montag in Würzburg besiegelt. Das Klinikum kann damit künftig für Forschungszwecke auf rund drei Millionen Plasmaproben des Blutspendedienstes zugreifen.
Das Pilotprojekt macht es möglich, die Blutwerte der erkrankten Spender vor und nach der Krankheit miteinander zu vergleichen. "Das ist eine einmalige Chance für die Wissenschaft", sagte der Direktor der Biomaterial- und Datenbank des Uniklinikums, Roland Jahns. So finden sich im Blut von Patienten mit Herzschwäche beispielsweise Peptid-Moleküle, die bereits auf die Krankheit hinweisen, bevor die Betroffenen überhaupt Symptome spüren. Diese sogenannten Biomarker wollen die Würzburger Wissenschaftler weiter erforschen. "Wir haben jetzt die Chance, bislang völlig unbekannte Biomarker zu entdecken." Die seit 2006 existierende Biobank des BRK-Blutspendedienstes hat mit Zustimmung der Blutspender je zwei Milliliter Blut länger als fünf Jahre gelagert und auch der Forschung zur Verfügung gestellt. Dem BRK zufolge war bislang jeder dritte Blutspender damit einverstanden. Die Blutspender-Biobank in Bayern besitzt nach eigenen Angaben eine der weltweit größten Probensammlungen. Die Uni baut seit dem Sommer 2011 in Würzburg eine von fünf nationalen Biomaterial- und Datenbanken in Deutschland auf. Dort werden neue Gewebe- und Flüssigkeitsproben von Patienten gesammelt. Die vier anderen Standorte sind Aachen, Heidelberg, Berlin und Kiel. Allerdings arbeitete bislang nur die Uni Würzburg mit einer regionalen Blutspender-Biobank zusammen.

Schulterschluss mit ÄrztenVerband will mehr Rechte für PflegerAngesichts wachsender Lücken in der Patientenversorgung warnen Ärzte- und Pflege-Vertreter davor, beide Berufsgruppen gegeneinander auszuspielen. “Wir haben einen Fachkräftemangel im Gesundheitswesen, sowohl auf ärztlicher Seite wie auch auf pflegerischer Seite", sagte der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Max Kaplan. “Das ist ein Grund, warum beide Berufsgruppen einen Schulterschluss üben sollten." Die Arbeitsbedingungen müssten insgesamt attraktiver werden. Der Präsident des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus, sagte: “Wir stehen vor der Herausforderung einer gesamtgesellschaftlichen Dimension, deren Sprengkraft in der Politik noch gar nicht angekommen ist." Die Pflegenden seien an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen. Es dürfe nicht sein, dass die Konsequenz aus Tariferhöhungen für die Ärzte geringere Mittel für Pflegekräfte seien. Westerfellhaus forderte ein Berufsgesetz für Pflegende, etwa um den Kräften mehr Rechtssicherheit zu geben. Viele übernähmen heute schon mitunter riskante Aufgaben, ohne dafür ausreichend abgesichert zu sein. Zudem sollten die Fachkräfte mehr Befugnisse bekommen. Auch Kaplan sprach sich dafür aus. “Alle Dinge, die man standardisieren kann, können wir auch delegieren", sagte er. So könnten Pfleger die Ärzte bei der Diagnose und Organisation teilweise entlasten. Der Vorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen (vedk), Thomas Ballast, sieht dagegen keinen Personalmangel im Gesundheitswesen. “Die Frage des Fachkräftemangels stellt sich aus meiner Perspektive heute noch nicht generell. Allenfalls lokal und punktuell."

Patientenorientierte ArzneimittelversorgungSicherheit und Wirtschaftlichkeit des ArzneimittelmanagementsJedes Jahr versterben bis zu 30.000 Patienten in deutschen Krankenhäusern in der Folge von vermeidbaren Arzneimittelfehlern. Jeder Medikationsfehler mit nicht-fatalem Ausgang verlängert die Liegezeit um mindestens 1,7 Tage je Fall und verursacht durchschnittliche zusätzliche Kosten von 3.000 € für das Krankenhaus. Zwei Maßnahmen können zur nachhaltigen Reduzierung von Medikationsfehlern mit fatalem Ausgang (Adverse Drug Event) beitragen: der Einsatz von klinischen Pharmazeuten und ein dezentrales Unit-Dose-System in Verbindung mit elektronischen Versorgungsschränken und komplementärer Medikations-Verordnungssoftware. Wie Sie mit Sicherheit Medikationsfehler vermeiden, erfahren Sie im aktuell erschienenen Buch Patientenorientierte Arzneimittelversorgung, herausgegeben von W. von Eiff. Weitere Informationen und Musterseiten finden Sie hier. |  |

Stellenmarkt
Kontakt Anzeigenverkauf Adelheid Rödig, Telefon: 0711/8931–326, E-Mail: adelheid.roedig@thieme.de

Vorschau
Vorschau kma medienkma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin In der Rubrik „Branche Kompakt“ richten wir in der März-Ausgabe der kma unseren Blick auf die Anbieter von Krankenzimmerausstattung. Eine besondere Rolle spielen dabei die Klinikbetten als Mittelpunkt des Krankenzimmers. Jenseits ihrer klassischen Funktionalität besitzen sie ein immer raffinierteres technischen Innenleben, das pflegerischen wie technischen Mitarbeitern von Kliniken wichtige Informationen für ihre täglich Arbeit liefert. Anzeigenschluss: 24.02.2012 Kontakt Anzeigenverkauf: - Standort Wegscheid: Gerhard Hirz, Telefon: 08592/9357-12 oder E-Mail: gerhard.hirz@kma-medien.de
- Standort Stuttgart: Thomas Brümmer, Pharmedia GmbH, Telefon: 0711/8931–414, E-Mail: thomas.bruemmer@pharmedia.de

|