Politik
SPD-ForderungRückkauf vom UKGM muss Option bleibenFehlschlag oder Erfolgsgeschichte? Die Debatte um die privatisierte Uniklinik Gießen-Marburg ist wieder voll entbrannt. Die mögliche Übernahme durch Fresenius bietet Anlass für genug Spekulationen. Die SPD hat in der Debatte um die Zukunft der privatisierten Uniklinik Gießen-Marburg (UKGM) feste Garantien für Forschung und Lehre gefordert. Der Abgeordnete Thomas Spies warf der Landesregierung in Wiesbaden vor, sich vorschnell auf den Medizinkonzern Fresenius als Nachfolger des Rhön-Klinikums festzulegen. "Man muss sich alle Optionen offenhalten", verlangte er. Dazu gehöre auch der Rückkauf des Klinikums. Die Privatisierung vor sechs Jahren sei ganz offensichtlich gescheitert, wie inzwischen auch Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) eingestehe. Die Regierungsparteien CDU und FDP widersprachen prompt und werteten die Privatisierung weiter als Erfolgsgeschichte. Fresenius hatte vergangene Woche ein Kaufangebot für die Rhön Klinikum AG abgegeben. Rhön hatte 2006 das UKGM vom Land gekauft. Die geplante Fusion von Rhön und Fresenius gebe dem Land neuen Handlungsspielraum bis hin zum Rückkauf, sagte Kühne-Hörmann vergangene Woche im Wissenschaftsausschuss. Dem Rhön-Konzern warf sie vor, er betreibe die Uniklinik mit ihrem Lehr- und Forschungsauftrag wie ein Kreiskrankenhaus.
Ein Rückkauf sei nicht einfach, räumte der SPD-Politiker Spies ein. Forschung und Lehre sowie das Interesse von Patienten und Beschäftigten müssten aber jetzt Vorrang vor den privaten Interessen eines DAX-Konzerns wie Fresenius haben. Nach der gescheiterten Privatisierung stehe das Land jetzt umso mehr in der Pflicht. Die SPD sei zur Kooperation bereit, sagte Spies. Die CDU-Abgeordnete Karin Wolff erklärte, der Wechsel des Betreibers könne dem Klinikum neue Impulse geben. Dafür werde sich die schwarz-gelbe Landesregierung in den Gesprächen mit Fresenius einsetzen. Die FDP lehnt einen Rückkauf ab. Erst die Privatisierung habe den Standort Gießen wieder interessant gemacht, erklärte der Abgeordnete Matthias Büger. Die oppositionellen Grünen verlangten harte Verhandlungen mit Fresenius. Zuerst müsse das Land aber mit allen Beteiligten ein Gesamtkonzept für das Klinikum festlegen, erklärte die Abgeordnete Kordula Schulz-Asche.

AnzeigeZENO-VeranstaltungDie moderne IntensivstationVeranstaltung am 18. Juni 2012 in Berlin Die Intensivstationen gehören zu den Bereichen mit der größten Prozessdichte. Für Krankenhäuser ist es daher unumgänglich, die Prozesse in diesem Bereich optimal zu organisieren. Der Anteil der Intensivkosten am Gesamtbudget liegt je nach Klinikgröße zwischen 10% und 20% des Gesamtbudgets. Durch steigende Personal- und Sachkosten erhöhen sich diese Kosten ständig. Zu den größten Herausforderungen für Intensivstationen zählt daher die Gewinnung von qualifiziertem Personal durch ein stringentes Personalmanagement. Schon bei der Konzeption und Planung sind die spezifischen Bedürfnisse einer ICU zu berücksichtigen. Auch das IT-Management ist von entscheidender Bedeutung. Diese und weitere Themen werden im Rahmen dieser ZENO-Konferenz behandelt. Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de.

VUD"Zu viele Krankenhäuser in Deutschland"Der Verband der Universitätsklinika (VUD) kritisiert in einem Thesenpapier das Gesetzesvorhaben zur Senkung von OP-Kosten und fordert eine effektivere Krankenhausplanung. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. In dem Artikel attackiert VUD-Generalsekretär Rüdiger Strehl Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) scharf. Er habe sich in "ungeheuerlichen Unterstellungen" verrannt und läge falsch, wenn er vor allem Mengenausweitungen im Krankenhaus als Grund für Kostensteigerungen sehe. Die Abschläge für Mehrleistungen träfen auch Kliniken, die eine notwendige Versorgung anböten, ohne dass sie Einfluss auf die Fallzahl hätten. Strehl kritisiert die mangelnde Finanzierung der Kliniken in Deutschland, sagt aber auch, es gebe zu viele Krankenhäuser in Deutschland. "Mehrere hundert Krankenhäuser werden durch eine methodisch veraltete und politisierte Krankenhausplanung der Länder gehalten, obwohl sie nicht notwendig sind", erklärt Strehl der Zeitung. Deutschland schaue nicht differenziert genug auf die Regionen. Sein Vorschlag: In Ballungszentren müssten vor allem niedergelassene Ärzte die fachärztliche Versorgung übernehmen, in ländlichen Gebieten Krankenhäuser.

Wirtschaft
Rhön-ÜbernahmeFinanzaufsicht Bafin ist alarmiertDem Übernahmeangebot des Gesundheitskonzerns Fresenius für Rhön-Klinikum könnten massive Insider-Käufe vorausgegangen sein. Die Aktie selbst zeigte zwar keine auffälligen Bewegungen. Im Geschäft mit Derivaten schnellten jedoch die Umsätze mit Rhön-Papieren schon Tage vor Verkündung der Kaufofferte in ungekannte Höhen. Optionsscheine und Hebelzertifikate auf Rhön-Aktien wurden sowohl an den Börsen als auch außerbörslich in großen Mengen gehandelt, zeigen Daten, die auf Transaktionen des Wertpapierabwicklers Clearstream basieren. Die Finanzaufsicht Bafin ist alarmiert und will die Kursentwicklungen genau unter die Lupe nehmen, insbesondere bei Optionsscheinen. Eine gewisse Spannung bleibt derweil, ob der Deal klappt. Fresenius braucht 90 Prozent der Aktien, weil die Rhön-Satzung diese Hürde für alle wichtigen Beschlüsse vorschreibt. Der Großteil der Papiere befindet sich in Streubesitz. Es sei zwar unwahrscheinlich, dass Fresenius mit seinem Vorhaben scheitert, doch Hedgefonds könnten den Deal blockieren, so Börsenexperten. Auch im Rhön-Aktienkurs sei das Risiko des Scheiterns abzulesen, erklärt die Financial Times Deutschland: "Das Papier des fränkischen Klinikbetreibers notierte am Montag bei 21,26 Euro. Das ist deutlich weniger als das Fresenius-Angebot von 22,50 Euro je Aktie, zu dem noch die von Rhön angekündigte Dividende von 45 Cent hinzukommen dürfte."

AnzeigeMultimodales Dosis-TrackingDoseWatch für ein sinnvolles Gleichgewicht zwischen Bildqualität und Strahlendosis Mit DoseWatch präsentiert GE Healthcare (Halle H, Stand A.01.) seine herstellerunabhängig einsetzbare Softwarelösung zur automatischen Erfassung und Analyse dosimetrischer Daten von Patienten. Getrackte Dosimetriedaten aus Computertomographie, interventioneller Radiologie, Mammographie und Röntgensystemen können in einer Vielzahl von Details analysiert und kumuliert dargestellt werden. Auf diese Weise lassen sich alle im Laufe der Zeit stattfindenden Untersuchungen optimal beurteilen und wo nötig optimieren. Eine dauerhafte Senkung der Patientendosis und eine individuelle Anpassung der jeweiligen Dosis für den einzelnen Patienten werden somit möglich. Im Falle einer Überschreitung festgelegter Referenzwerte löst DoseWatch Echtzeit-Alarme per E-Mail aus.

Schwieriges MarktumfeldMassiver Gewinneinbruch bei AsklepiosDie gestiegenen Kosten im Gesundheitssektor und das schwierige Marktumfeld haben dem privaten Krankenhausbetreiber Asklepios zugesetzt. Kräftig gestiegene Sach- und Personalkosten sowie ein schwieriges Marktumfeld haben den privaten Klinikbetreiber Asklepios im vergangenen Jahr gebremst. Der Konzerngewinn brach auf 34,5 Millionen Euro von 88,4 Millionen Euro ein, wie der nach der Fresenius-Tochter Helios und der Rhön-Klinikum-Gruppe drittgrößte Krankenhausbetreiber Deutschlands erklärte. Zu dem Rückgang habe unter anderem eine hohe Abschreibung auf die Beteiligung an der Klinikgruppe Athens Medical Center in Griechenland beigetragen. An der Athener Gesellschaft wolle Asklepios aber festhalten. Der operative Gewinn (Ebitda) liege mit 217,2 Millionen Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die zugrunde liegende Umsatzrendite belief sich auf 1,3 Prozent, bereinigt um die Sondereffekte beträgt die Umsatzrendite 3,4 Prozent. Die Eigenkapitalquote des Konzerns liegt bei 31,1 Prozent.

13 Prozent mehr UmsatzFresenius bekräftigt jüngst erhöhten AusblickDer Medizinkonzern Fresenius bleibt nach einem Gewinnanstieg im ersten Quartal bei seiner optimistischen Prognose. Das Konzernergebnis soll währungsbereinigt um zwölf bis 15 Prozent steigen. Der Umsatz soll um zehn bis 13 Prozent zulegen, wobei Fresenius das obere Ende dieser Spanne anpeilt. Weitere Details zu der in der vergangenen Woche angekündigten Übernahme des MDax Klinikbetriebers Rhön für rund 3,1 Milliarden Euro teilte Fresenius bei Vorlage endgültiger Zahlen nicht mit. Die detaillierten Angebotsunterlagen will Fresenius in der zweiten Maihälfte veröffentlichen. Fresenius will den Konkurrenten Rhön-Klinikum übernehmen und den mit Abstand größten privaten Krankenhauskonzern Deutschlands mit einem Umsatz von rund 6 Milliarden Euro und rund 80.000 Mitarbeitern bilden. Nach endgültigen Zahlen steigerte Fresenius den Umsatz auf Konzernebene um 13 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 18 Prozent auf 200 Millionen Euro.

Maternus-KlinikenUmsatz sinkt leicht2011 sinkt der Umsatz bei den Maternus-Kliniken von 111,8 Millionen Euro auf 110,9 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern fällt von 7,7 Millionen Euro auf 5,1 Millionen Euro zurück. Der Verlust beträgt 1,9 Millionen Euro, 2010 gab es ein Plus von 2,0 Millionen Euro. Vor allem die Entwicklung in der Bayerwald-Klinik in Cham und höhere Personalkosten sind für das Minus verantwortlich, so die Gesellschaft. Die Auslastung der Einrichtungen sinkt im vergangenen Jahr um 2,4 Prozentpunkte auf 78,9 Prozent. Vorstandschef Dietmar Meng nennt 2011 daher ein sehr schwieriges Jahr. Für 2012 zeigt er Zuversicht. Er will den Umsatz und den operativen Gewinn steigern. Auch soll die Auslastung erhöht werden.

Nachrichten
MedzinstudiumGericht zwingt Uni Göttingen zur Aufnahme von mehr StudentenDie Universität Göttingen hat erneut zu wenig Studenten zu den medizinischen Studiengängen zugelassen. Das hat das Verwaltungsgericht Göttingen gerügt. Die Hochschule müsse im laufenden Sommersemester 46 weitere Studenten in den Fächern Human- und Zahnmedizin aufnehmen, entschieden die Richter in ihren am Montag veröffentlichten Beschlüssen. Rund 600 weitere Anträge von Studienplatzbewerbern wurden dagegen abgewiesen. Schon zum vergangenen Wintersemester hatte das Verwaltungsgericht mehreren Dutzend Bewerbern Studienplätze zugesprochen. Zugleich hatten die Richter bemängelt, dass die Universität Göttingen den zwischen dem Land Niedersachsen und den Hochschulen geschlossenen "Zukunftsvertrag II" nicht eingehalten und die Studienkapazität ungenügend erhöht habe, um zusätzliche Studenten aus dem doppelten Abiturjahrgang aufnehmen zu können.

UrteilInternetportal muss Zahnarzt-Bewertung löschenEin Zahnarzt fühlt sich im Internet zu Unrecht an den Pranger gestellt und klagt deshalb auf Unterlassung. Der Portalbetreiber muss den Beitrag nach einem Urteil jetzt löschen. Ausgestanden ist der Streit damit aber noch nicht.
Das Urteil könnte Bedeutung für viele Bewertungsportale im Internet haben: Eine anonyme Kritik an der Arbeitsqualität eines Zahnarztes muss nach einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth gelöscht werden. Der Zahnmediziner hatte sich dagegen gewehrt, in einem Internetportal zur Bewertung ärztlicher Leistungen als fachlich inkompetent und vorrangig an eigenen wirtschaftlichen Interessen orientiert dargestellt zu werden. Am Dienstag gab die Kammer seiner Unterlassungsklage vorläufig statt. Das Portal hätte auf die konkrete Beanstandung des Zahnarztes hin den Sachverhalt sorgfältiger prüfen und sich von dem vermeintlichen Patienten einen Nachweis für die Behandlung vorlegen lassen müssen.
Verletzung von Persönlichkeitsrechten
Weil dies nicht geschehen sei und möglicherweise eine Verletzung von Persönlichkeitsrechten des Zahnarztes vorliegen könnte, hafte der Internetprovider unabhängig von der Richtigkeit des Beitrags nach den Grundsätzen der sogenannten Störerhaftung auf Unterlassung, begründete das Gericht die einstweilige Verfügung. Der Forumbetreiber hatte aber bereits bei der mündlichen Verhandlung angekündigt, im Falle einer Niederlage ein Hauptsacheverfahren betreiben zu wollen.
Provider beruft sich auf Meinungsfreiheit
Der Zahnarzt hatte die Löschung des Beitrages verlangt, weil er eine entsprechende Implantatbehandlung in dem angegebenen Zeitraum gar nicht durchgeführt habe. Die Kritik sei also schon aus diesem Grund falsch. Der Provider ließ sich daraufhin von dem ihm bekannten Autor bestätigen, dass sich der Vorgang wie beschrieben zugetragen hatte, und berief sich auf die Meinungsfreiheit. Außerdem bestehe wegen der ärztlichen Schweigepflicht eine Pattsituation hinsichtlich der Überprüfbarkeit des Wahrheitsgehaltes der Aussagen. Der Internetprovider hätte sich aber von seinem Nutzer einen Nachweis darüber vorlegen lassen müssen, dass die Behandlung tatsächlich stattgefunden habe, entschied die Kammer und konkretisierte damit die vom Bundesgerichtshof für Internetprovider postulierten Prüfpflichten. (Urteil vom 08.05.2012, Az. 11 O 2608/12)

Patientenorientierte ArzneimittelversorgungSicherheit und Wirtschaftlichkeit des Arzneimittelmanagements Jedes Jahr versterben bis zu 30.000 Patienten in deutschen Krankenhäusern in der Folge von vermeidbaren Arzneimittelfehlern. Jeder Medikationsfehler mit nicht-fatalem Ausgang verlängert die Liegezeit um mindestens 1,7 Tage je Fall und verursacht durchschnittliche zusätzliche Kosten von 3.000 € für das Krankenhaus. Zwei Maßnahmen können zur nachhaltigen Reduzierung von Medikationsfehlern mit fatalem Ausgang (Adverse Drug Event) beitragen: der Einsatz von klinischen Pharmazeuten und ein dezentrales Unit-Dose-System in Verbindung mit elektronischen Versorgungsschränken und komplementärer Medikations-Verordnungssoftware. Wie Sie mit Sicherheit Medikationsfehler vermeiden, erfahren Sie im aktuell erschienenen Buch Patientenorientierte Arzneimittelversorgung, herausgegeben von W. von Eiff. Weitere Informationen und Musterseiten finden Sie hier.

Klinik-News
Einigung im TarifstreitKein Streik an Unikliniken im SüdwestenIm Tarifstreit an den baden-württembergischen Unikliniken haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber auf eine Entgelterhöhung für die nächsten zwei Jahre geeinigt. Ein angedrohter Streik ist damit vorerst abgewendet. Die Tarifkommission werde über das Verhandlungsergebnis beraten, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Günter Busch. Die Arbeitgeber hatten in Stuttgart ein neues Angebot für das nicht-ärztliche Personal an den Standorten Ulm, Tübingen, Heidelberg und Freiburg vorgelegt. Der Tarifabschluss sieht den Angaben zufolge unter anderem einen Sockelbetrag von 40 Euro vor sowie eine Erhöhung der Entgelte um 2 Prozent rückwirkend zum 1. April dieses Jahres. Eine weitere Erhöhung von 2,8 Prozent folgt zum 1. August 2013. Im Schnitt mache das ein Plus von 3,6 Prozent, sagte Busch. Die Laufzeit des Tarifabschlusses wurde auf zwei Jahre bis zum 31. März 2014 vereinbart. Der neue Trafvertrag gilt für rund 25.000 Beschäftigte. "Wir sind erleichtert, dass damit eine Entscheidung im Sinne der Patienten und Mitarbeiter getroffen wurde", erklärte die Verhandlungsführerin der Uniklinika, Irmtraut Gürkan vom Uniklinikum Heidelberg.

AnzeigeWeiterbildungsangebotPraxisnaher MBA Gesundheitsmanagement fördert Qualifikation von ärztlichen und betriebswirtschaftlichen FührungskräftenAm 5. Oktober 2012 startet erneut das Weiterbildungsangebot der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt in Kooperation mit der Akademie für Gesundheitswirtschaft Bad Kissingen: Der berufsbegleitende Studiengang „MBA Gesundheitsmanagement“ verbindet in idealer Weise angewandte Wissenschaft und praktische Umsetzung in einer renommierten Gesundheitsregion inmitten Deutschlands. Attraktiv ist das Studienangebot vor allem für Ärztinnen/Ärzte und Führungskräfte im Pflege- und Verwaltungsbereich von Kliniken, Praxen und weiteren Unternehmen der Gesundheitswirtschaft, die ihre betriebswirtschaftlichen und Management-Kompetenzen in vier Studiensemestern erweitern und gleichzeitig einen hochwertigen akademischen Abschluss erwerben möchten. Für ärztliche Teilnehmer/innen werden CME-Punkte beantragt. Bewerbungsfrist bis zum 15.07.2012, weitere Informationen unter: www.fhws-fas.de/de/master-studiengaenge/mba-gesundheitsmanagement.html.

Klinikum AugsburgForst kommissarischer DirektorHelmuth Forst ist kommissarischer Medizinischer Direktor des Klinikums Augsburg. Der Chefarzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin übernimmt die Aufgaben bis zu einer Nachbesetzung des Postens. Der bisherige hauptamtliche Direktor, Dirk Richter, wurde laut einer Mitteilung von seinem Amt entbunden und widmet sich derzeit "Sonderprojekten" im Rahmen des Medizin-Masterplans. Eine Nachbesetzung seines Postens soll schnell erfolgen. Das Stellenprofil haben Verwaltungsrat, Klinikvorstand und der Chefarzt-Sprecher bereits entwickelt.

Alles Grün?Green Hospital – Wege zur effektiven Nachhaltigkeit „Grün” ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit, gerade im Krankenhaus: Der kontinuierliche 24-Stunden-Betrieb und höchsten technischen Anforderungen sorgen für einen hohen Ressourcenverbrauch und erhebliche Umweltbelastungen, aber auch für besondere Herausforderungen hinsichtlich Patientenkomfort und Mitarbeiterzufriedenheit. „Green Hospital” als Management-Philosophie verfolgt die Sicherung des langfristigen medizinischen und wirtschaftlichen Erfolgs unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit. Die Autoren aus dem Managementkreis des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf stellen dieses Konzept umfassend dar. In 15 Kapiteln und mit einer Fülle von konkreten Beispielen und methodischen Ansätzen werden die grünen Handlungsfelder in einem Krankenhaus systematisch analysiert. Der Leser, egal ob Krankenhausleiter, Berater oder Planer von Krankenhäusern, kann dank der vielen Anregungen umgehend eigene Schritte auf dem Weg zur effektiven Nachhaltigkeit im Krankenhaus machen. Weitere Informationen und Musterseiten finden Sie hier.

Uniklinik Schleswig-HolsteinUKSH sucht Investoren für SanierungDas Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sucht nach einem Investor für eine millionenschwere Sanierung. Am 3. Mai 2012 sei die Ausschreibung veröffentlicht worden, teilte das Klinikum in Kiel mit. An den Standorten Lübeck und Kiel sollen in der Krankenversorgung insgesamt 380 Millionen Euro in Neubauten und Sanierungen investiert werden. Ziel ist es, Abläufe zu vereinfachen und aufwendige Patiententransporte deutlich zu verringern. Das Vorhaben hat ein Gesamtvolumen von mehr als einer halben Milliarde Euro. 160 Millionen davon sind für die Immobilien des Bereichs Forschung und Lehre vorgesehen. Diese Kosten werden öffentlich finanziert. Für den Bereich der Patientenversorgung soll ein privater Investor die Gebäude mit den Krankenstationen übernehmen, sanieren, 25 Jahre lang betreiben und an das Uni-Klinikum verpachten. Nach Bewerbungsschluss Anfang Juli will das UKSH mit den fünf leistungsfähigsten Anbietern sprechen und dann den Zuschlag erteilen. Baubeginn ist für 2014 geplant.

Städtisches Klinikum MünchenErste Erfolge der Sanierung stellen sich einErfreuliche Zahlen weist der erste Quartalsbericht 2012 des Städtischen Klinikums München (StKM) aus. Das Betriebsergebnis liegt im ersten Quartal 2012 sowohl deutlich über dem Vorjahr als auch über dem Plan 2012. Das positive Betriebsergebnis von 3,5 Millionen Euro (Vergleichszeitraum 2011: minus 2,9 Mio. Euro) sei unter anderem auf eine starke Erhöhung der Fallzahlen zurückzuführen, so das Unternehmen. Demnach habe sich die Zahl der in den Kliniken stationär behandelten Fälle um rund 2.000 Patienten erhöht, das entspricht einer Steigerung von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. "Die deutliche Zunahme der Patientenfallzahlen belegt eindrucksvoll das Vertrauen der Patienten und niedergelassenen Ärzte in die medizinische Versorgung der städtischen Kliniken", so die Vorsitzende der Geschäftsführung, Elizabeth Harrison. Eine weitere Zunahme der eingewiesenen Patienten erwarte sie durch einen verstärkten Kontakt zwischen den Ärzten der StKM und ihren niedergelassenen Kollegen.

Pflege
Uniklinik LeipzigProtest gegen Entmachtung der PflegeDie Universitätsklinik Leipzig hat die Position des Pflegedirektors abgeschafft. Der Sächsische Pflegerat protestiert dagegen in einem offenen Brief an den Aufsichtsrat.
Alle Universitätsklinika haben eine Pflegedirektion, die fast flächendeckend im Vorstand vertreten ist. Nur in Sachsen nicht, wo das Hochschulmedizingesetz nur einen Zweiervorstand vorschreibt – damit allerdings eine Dreierkonstellation nicht ausschließt. Immerhin hatte die Pflegedirektion in der Uniklinik Leipzig bisher aber eine eigene Stabstelle. Ende März hat der Vorstand diese jedoch aufgelöst. Die Pflege ist jetzt in leitender Position nur noch auf der Departmentebene neben dem Kaufmännischen und Ärztlichen Departmentleiter vertreten.
"Deutliche Abwertung"
"Eine wichtige Kernkompetenz des Unternehmens wird damit auf Ebene des Vorstands und Aufsichtsrats nicht mehr abgebildet", heißt es in dem Brief, der der kma vorliegt. Der Sächsische Pflegerat wertet die Entscheidung "als deutliche Abwertung des Pflegedienstes" und fordert den Aufsichtsrat auf, sie zu überdenken und "aufgrund einer neuen Bewertung die getroffene Entscheidung zu revidieren".
Vorstand: System kollegialer Führung
Der Vorstand der Uniklinik Leipzig sieht dagegen in der neuen Struktur eine Aufwertung der Pflege. "Die bisherige Struktur der Stabsstelle Pflegemanagement am UKL wird durch ein System der kollegialen Führung der pflegerischen Departmentleitungen ersetzt. Ziel ist es, die pflegerischen Departmentleitungen durch direkte Anbindung an den Vorstand enger in die strategische Ausrichtung der Führungsarbeit einzubinden. Die Pflegekräfte rücken somit näher an die Entscheidungsträger und den Vorstand heran", heißt es in einer Stellungnahme des Vorstands vom 4. Mai auf Anfrage von kma.
Pflegedirektor Klaus Tischler hat inzwischen um einen Auflösungsvertrag gebeten und ist ans Klinikum Darmstadt gewechselt.

Medizin
UmfrageJeder zweite Medizinstudent will nicht Arzt werdenTrotz aller Warnungen vor einem Ärztemangel in Deutschland: Fast jeder zweite Medizinstudent erwägt, nach dem Studium nicht Arzt zu werden. Das ergab eine Umfrage der Ärzteorganisation Hartmannbund unter seinen mehr als 20 000 Medizinstudierenden. "Das ist bei einem so beliebten Studiengang wie der Humanmedizin ein Armutszeugnis für all jene, die für die Rahmenbedingungen der ärztlichen Ausbildung und Berufsausübung verantwortlich sind", sagte der Vorsitzender des Ausschusses der Medizinstudierenden im Hartmannbund, Kristian Otte. Hierarchie und lange Arbeitszeiten in den Kliniken sowie wenig familienfreundliche Anforderungen in Arztpraxen zählten zu den Hauptursachen. In Gefahr sei die flächendeckende Versorgung.

Kompensation für Tarifsteigerungen300 Millionen Euro mehr für Kliniken61 Milliarden Euro bekamen die Krankenhäuser im vergangenen Jahr von den Krankenkassen - rund 2 Milliarden mehr als ein Jahr zuvor. Jetzt fließt wieder mehr Geld. Überflüssige Operationen soll es aber nicht geben. Angesichts von Tarifsteigerungen will die Koalition Deutschlands 2.000 Kliniken in diesem Jahr mit einer Finanzspritze von rund 300 Millionen Euro stärken. Darauf einigten sich die Fraktionen von Union und FDP und das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin, wie die Deutsche Presse-Agentur dpa erfuhr. Höhere Gehälter sollen so mit Geld von den Krankenkassen teils ausgeglichen werden. Union und FDP wollen zudem übermäßigen Steigerungen etwa bei Hüft- oder Knie-Operationen Einhalt gebieten. Dazu sollen zweijährige Mehrleistungsabschläge eingeführt werden, wie es in dem der dpa vorliegenden Koalitionspapier heißt. Kliniken sollen bei stark steigenden Behandlungszahlen also Abschläge bei der Bezahlung hinnehmen müssen. Ihre Höhe soll gesetzlich fixiert werden. Zuletzt war die Zahl neuer Hüft-Prothesen laut Krankenhaus-Report 2010 der Krankenkasse Barmer GEK binnen sieben Jahren um 18, die der Knie-Implantationen sogar um 52 Prozent gestiegen. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hatte in einem Interview nun gesagt, Deutschland gelte als Weltmeister bei den Knie- und Hüftprothesen - obwohl Experten bezweifelten, dass die Zunahme der Fallzahlen notwendig sei. Die Vorhaben sollen auf dem Weg von Änderungsanträgen zu einem bereits im parlamentarischen Verfahren befindlichen Gesetz realisiert werden. Dieses "Psych-Entgeltgesetz" soll am 1. Juli in Kraft treten. In der Koalition gibt es nach dpa-Informationen noch keine Einigkeit darüber, wann die zweijährigen Abschläge bei steigenden Behandlungszahlen eingeführt werden sollen.
Die Kliniken hatten über eine Deckungslücke in der Größenordnung von etwa einer Milliarde Euro als Folge der jüngsten Tarifabschlüsse gewarnt. Der Abschluss für den öffentlichen Dienst sieht für die zwei Millionen Beschäftigten in den Kommunen und beim Bund in den nächsten zwei Jahren 6,3 Prozent mehr Geld vor. Daneben bekommen die 50.000 Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern rund 3 Prozent mehr. Bisher war ein Zuwachs der Klinik-Budgets um 1,48 Prozent geplant gewesen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hatte vor dem Verlust von 20.000 Jobs bei einem Ausbleiben finanzieller Hilfe gewarnt. Proteste kündigten die Krankenhäuser vor allem in Nordrhein-Westfalen an, wo am 13. Mai gewählt wird. Die Kassen hatten davor gewarnt, durch frisches Geld für die Kliniken verkrustete Strukturen zu erhalten.

Technologie
93. Deutsche RöntgenkongressHamburg im Zeichen der Bildgebung"Gegensätze verbinden" lautet das Motto des diesjährigen Röntgenkongresses in Hamburg.
Von der Rheumabildgebung bis zur Kinderradiologie verspricht der Veranstalter vier spannende Kongresstage vom 16. bis 19. Mai 2012. Die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) erwartet als Ausrichterin des größten deutschsprachigen Kongresses der Bildgebung über 7.000 Teilnehmer. Auf dem Kongress erwarten die Besucher mehr als 850 Vorträge, Seminare und Workshops zu den verschiedensten radiologischen Themen. Für die diesjährige Röntgenvorlesung konnte eine internationale Größe gewonnen werden: Richard L. Baron von der Universität Chicago, Experte für Leberdiagnostik. Für seine herausragenden Leistungen in Lehre und Forschung in der Radiologie wurde Richard Baron bereits mehrfach ausgezeichnet. Darunter der renommierte "Hounsfield Award" der Society of Computed Body Tomography and Magnetic Resonance und "The Roscoe E. Miller Award” von der Society of Gastrointestinal Radiologists. Über 135 Artikel und 26 Buchkapitel sind bereits von ihm erschienen und er gilt als ein Pionier der Bildgebung des Abdominaltrakts und der Anwendungsmöglichkeiten von MRT und CT in der Gastroenterologie.
Fortbildung für Radiologen
Im Laufe der letzten Jahre haben sich neben dem Vortragsprogramm einzelne Spots herausgebildet, so beispielsweise die Serie "Fit für den Facharzt" oder die seit Langem bestehende Reihe "Radiologie in Klinik und Praxis" zu berufspolitischen Themen. "Beide Veranstaltungen werden auch in diesem Jahr weiter ausgebaut. Außerdem gibt es einen einheitlichen Fortbildungskatalog in den einzelnen radiologischen Disziplinen, damit die Kolleginnen und Kollegen ihre Kenntnisse auffrischen können." so Professor Helmberger.
Das MTRA-Programm
Eine feste Größe auf dem Deutschen Röntgenkongress ist zudem das Programm für Medizinisch-technische Radiologieassistenten (MTRA). Die Vereinigung medizinisch-technischer Berufe (VMTB) in der Deutschen Röntgengesellschaft e.V. hat sich in ihrer Themenwahl an den Schwerpunktthemen des Vortragsprogramms orientiert. So werden Gastroenterologie, Onkologie, Pädiatrie, die Herzbildgebung und die Interventionelle Radiologie eine wichtige Rolle spielen. Daneben werden wichtige Fragen des Strahlenschutzes und der Hygiene behandelt, die auf Seiten der MTRA zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Stellenmarkt
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Vorschau
kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin Juli 2012: In unserer Rubrik Branche Kompakt beleuchten wir das Thema OP-Management und –Ausstattung. Der Zentral-OP ist aus finanzieller und organisatorischer Sicht das Herzstück einer Klinik. Dank moderner Software entwickelt sich der OP auch zum „Herr der Planung“: Termine, Diagnosen und Pflege können bereits heute mit entsprechender OP-Software organisiert werden. Bei der OP-Ausstattung wollen die Hersteller dagegen mit besonders flexiblem Interieur punkten. Freischwebende Monitore, Lampen oder andere leicht manövrierbare Geräte sollen verhindern, dass der Patient umgelagert werden muss. Anzeigenschluss: 15.06.2012 Kontakt Anzeigenverkauf: - Standort Wegscheid: Gerhard Hirz, Telefon: 08592/9357-12 oder E-Mail: gerhard.hirz@kma-medien.de
- Standort Stuttgart: Thomas Brümmer, Pharmedia GmbH, Telefon: 0711/8931–414, E-Mail: thomas.bruemmer@pharmedia.de

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