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      Politik

      Reserven sparen

      AOK lehnt Prämienausschüttung ab

      Der AOK-Bundesverband lehnt es ab, Überschüsse in Form von Prämien an die Versicherten zurückzugeben. “Wir als AOK werden die Überschüsse in die langfristige Sicherung der Versorgung investieren und keine Prämien ausschütten”, sagte AOK-Chef Jürgen Graalmann der “Rheinischen Post". “Das Geld gehört den Versicherten und soll in die langfristige Versorgung fließen. Wir werden unsere Leistungsangebote weiter verbessern.”

      Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) fordert vor dem Hintergrund wachsender Reserven schon seit längerem, dass mehr gesetzliche Krankenkassen ihre Überschüsse als Prämien an die Versicherten weitergeben. Anfang April hatte er erklärt, dass dies bestimmt mehr als 30 Krankenkassen machen könnten. Die Reserven betragen rund zehn Milliarden Euro. Das Bundesversicherungsamt (BVA), die Aufsicht der bundesweit tätigen Kassen, hat mehrere gesetzliche Krankenversicherungen schriftlich aufgefordert, die Möglichkeit von Prämienzahlungen zu prüfen. Das Bundesgesundheitsministerium will zudem, dass die Länder entsprechende Schritte auch für gut dastehende AOKs prüfen. Vor allem die AOK Rheinland/Hamburg, die AOK Nordwest und AOKplus gelten als besonders solvent.

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      ZENO-Veranstaltung

      Das Psych-Entgeltsystem auf der Zielgeraden

      Veranstaltung am 5. Juli 2012 in Köln

      Im Krankenhausfinanzierungsgesetz regelt der § 17d die Entwicklung und Einführung des neuen pauschalierenden Vergütungssystems für die psychiatrische, psychotherapeutische
      und psychosomatische Medizin. Ab Januar 2013 soll ein pauschalierendes Vergütungssystem für die psychosoziale Medizin zunächst optional eingeführt werden.

      Jedes Krankenhaus mit entsprechenden Fachabteilungen sollte sich daher auf das neue Vergütungssystem frühzeitig vorbereiten, um eine konkrete Abschätzung der Konsequenzen für das eigene Haus zu bekommen. Erfahren Sie auf dieser ZENO-Veranstaltung von den Experten, die in die Ausgestaltung des neuen Systems involviert sind, den aktuellen Umsetzungsstand.

      Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de.

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      CSU gegen Daniel Bahr

      Bayern will Entschädigungsfonds für Ärztefehler erreichen

      Beim geplanten Gesetz für mehr Patientenrechte drängt Bayern auf Änderungen. Der bayerische Gesundheitsminister Marcel Huber (CSU) will im Gesetzgebungsverfahren einen Entschädigungsfonds erreichen, aus dem Opfer von Ärztefehlern geholfen werden kann - auch wenn dem Mediziner der Fehler nicht letztgültig nachgewiesen ist. Dies fordert auch die Opposition im Bundestag. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) lehnt so einen Fonds strikt ab. “Der Gesetzentwurf ist ein wichtiger Schritt”, sagte Huber in München. Bayern sehe aber Nachbesserungsbedarf: “Von zentraler Bedeutung ist ein Patientenentschädigungsfonds auf Bundesebene, aus dem Patienten unbürokratisch unterstützt werden können.” Bayern werde seine Änderungsvorschläge im weiteren Verfahren einbringen. Bahr hatte gesagt, dass ein Entschädigungsfonds der Rechtssystematik widerspreche. “Die Solidargemeinschaft darf nicht herangezogen werden, wenn ein Arzt einen Schaden verursacht hat.” Zudem bräuchte ein Fonds ein eigenes Antragsverfahren und mehr Bürokratie. Nach jahrelangen Debatten hatte das Bundeskabinett am Mittwoch ein Gesetz beschlossen, in dem die Patientenrechte gebündelt und gestärkt werden sollen.

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      Private Krankenversicherung

      Ärzte planen eigenes Finanzkonzept für PKV

      Die Ärzteschaft hat Oppositionsplänen für eine Bürgerversicherung eine klare Absage erteilt und sich zugleich für den Erhalt der privaten Krankenversicherungen ausgesprochen. Umstrittenen Reformplänen einer möglichen künftigen rot-grünen Bundesregierung wollen die Mediziner mit einen Gegenentwurf Paroli bieten, beschloss der Deutsche Ärztetag am Mittwoch in Nürnberg. Das Konzept zur Finanzierung des Krankenkassenversicherungssystems soll auf dem 116. Deutschen Ärztetag 2013 in Hannover - ein knappes halbes Jahr vor der Bundestagswahl - verabschiedet werden. “Die Delegierten haben sich klar für das bestehende duale Krankenversicherungssystem positioniert. Wir wollen nun auf der Basis dieses System eine Zukunftsperspektive für die Kassenfinanzierung entwickeln”, erläuterte Bundesärztekammer-Präsident Frank Ulrich Montgomery. Das Konzept soll die Bundesärztekammer zusammen mit einem gesundheitsökonomischen Beirat erarbeiten. Es müsse den Grundsätzen der ärztlichen Freiberuflichkeit gerecht werden und zugleich die ärztliche Versorgung in Deutschland sicherstellen, heißt es in dem Beschluss des Ärzteparlaments. Die von der Ärzteschaft entwickelten Vorstellungen für eine Reform des Kassensystem müssten auf jeden Fall für eine Stärkung der privaten Krankenversicherung sorgen, forderten die Ärzte in einem Entschließungsantrag. Die privaten Krankenkassen seien nicht zuletzt wegen der zunehmenden Überalterung der Gesellschaft “als tragende Säule unseres Gesundheitssystems weiterhin unverzichtbar”. Sie seien zudem Vorreiter bei der Umsetzung des medizinischen Fortschritts und damit eine Garant der Therapiefreiheit.

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      „Kleinmütiger Versuch“

      VKD kritisiert Pflegegesetz scharf

      Im Parlament beginnt derzeit der Schlussspurt für das Pflege-Neuausrichtungsgesetz. Die Kritik an der Pflegepolitik der Koalition nimmt derweil zu. “Die Richtung des Gesetzes stimmt. Wir können aber nicht erkennen, dass der kleinmütige Versuch, die mit der demografischen Entwicklung auf unsere Gesellschaft gerade im Pflegebereich zukommenden Aufgaben anzupacken, inzwischen zu einem großen Wurf geworden ist”, konstatiert Peter Asché, Pressesprecher des Verbands der Krankenhausdirektoren Deutschlands. Es sei zwar durchaus richtig, wie vorgesehen, die Situation demenzkranker Menschen und ihrer Angehörigen zu verbessern, Betreuungsleistungen auch in der Tagespflege auszubauen, das MDK-Prüfverfahren für die Betroffenen transparenter zu gestalten, es fehlen aber nach wie vor ganz wesentliche Inhalte, kritisiert Rainer Kontermann, der im VKD den Fachausschuss für die Pflegeheime leitet. Dazu gehörte unter anderem, dass Leistungsverbesserungen - wie für die häusliche Pflege geplant — auch für die stationäre Pflege vorzusehen sind, denn in den Pflegeheimen werden bereits heute die Mehrzahl dementer Bewohner betreut. Außerdem müssten die Leistungen der Pflegeversicherung mit anderen leistungsrechtlichen Bestimmungen, etwa dem der Eingliederungshilfe verzahnt werden. Ein ganz gravierender Mangel des Gesetzentwurfs ist aber nach wie vor der fehlende Pflegebedürftigkeitsbegriff. Obwohl hierzu bereits vor Jahren umfangreiche Arbeit geleistet worden ist und auch fundierte Vorschläge vorliegen, hat nun ein Beirat erneut mit der Arbeit daran begonnen. “Die Regierung weicht den finanziellen Konsequenzen aus, die sich aus einem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff ergeben. Sie verhindert damit auch die Gestaltung eines wirklich zukunftsfähigen Systems für die Pflege”, so Rainer Kontermann.

      Insgesamt bleibt der Gesetzentwurf weit hinter den Erwartungen zurück. “Die Regierung verhindert damit die zukunftsfähige Gestaltung eines der wichtigsten gesellschaftlichen Bereiche, der — das muss einmal gesagt werden — nicht nur einen ‚Kostenfaktor Pflege’ darstellt, sondern auch volkswirtschaftlich eine hohe Bedeutung hat”, kritisiert Kontermann. Bundesweit sind hier 890.000 Menschen beschäftigt. Die Anbieter von Pflegeleistungen sind wichtige Auftraggeber für Industrie und regionale Dienstleister. Da auch künftig mit einem Anstieg der Zahl pflegebedürftiger Menschen zu rechnen ist, sollten sich die Abgeordneten darüber klar sein, dass ohne gravierende Verbesserungen am Gesetzentwurf wieder einmal die Lösung eines wichtigen Problems mutlos in die Zukunft verschoben wird. Das statistische Bundesamt rechnet mit einem Anstieg pflegebedürftiger Personen von heute 2,34 Millionen auf 3,4 Millionen im Jahr 2030 — ein Anstieg um 45 Prozent. Gleichzeitig geht die Zahl der arbeitsfähigen Menschen in den kommenden Jahren deutlich zurück. 2006 gab es in Deutschland etwa 50 Millionen 20- bis 64-jährige. Dieser Wert wird sich bis zum Jahr 2050 auf 35 bis 39 Millionen. reduzieren. Damit steuert Deutschland auch auf einen erheblichen Pflegekräftemangel zu.

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      Wirtschaft

      Fresenius-Übernahmeangebot

      Pföhler rät zum Aktienverkauf

      Der Vorstand des Klinikbetreibers Rhön empfiehlt den Aktionären die Annahme des Fresenius-Übernahmeangebots. “Wir teilen die Einschätzung zur strategischen Logik des Zusammenschlusses zweier großer privater Klinikbetreiber”, hieß es in einer Stellungnahme. “Mit einem erfolgreichen Übernahmeangebot und einem Zusammenschluss von Rhön-Klinikum und den zum Fresenius-Konzern gehörenden Helios Kliniken entstünde der europaweit größte private Krankenhausbetreiber, dessen gemeinsames Kliniknetzwerk von rund 75 Prozent der Bevölkerung in Deutschland innerhalb einer Stunde erreicht werden könnte”, sagte der Vorstandsvorsitzende der Rhön-Klinikum AG, Wolfgang Pföhler, laut Mitteilung. “Der Angebotspreis für die Aktien ist angemessen. Mit der Grundsatzvereinbarung, die wir mit Fresenius geschlossen haben, haben wir zudem die berechtigten Interessen unserer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesichert.”

      Fresenius hatte am 18. Mai sein 3,1 Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot offiziell vorgelegt und dabei eine Aufstockung der überraschenden Offerte vom 26. April ausgeschlossen. Die Annahmefrist läuft bis einschließlich 27. Juni. Mitte Mai hatte sich Fresenius mit einer Kapitalerhöhung bereits rund ein Drittel dieser Summe gesichert. Wenn die Mindestannahmequote von 90 Prozent plus einer Aktie innerhalb dieser Frist erreicht wird, beginnt die weitere Annahmefrist voraussichtlich am 3. Juli mit Ende 16. Juli. Diese Hürde hat Fresenius-Chef Schneider gesetzt, weil sie die Rhön-Satzung für alle wichtigen Entscheidungen vorschreibt. Fresenius gehört heute schon mit Helios neben Asklepios, Rhön und den Sana Kliniken zu den führenden privaten Krankenhausanbietern Deutschlands.

      Lesen Sie in der kma-Ausgabe Juni unsere Titelgeschichte zum Übernahmeangebot von Fresenius - Erscheinungstermin: 11. Juni!

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      Nachrichten

      KV Baden-Württemberg

      Ärzte im Südwesten wollen weniger Notfallpraxen

      Die Ärzte wollen die Zahl der Notfallpraxen im Südwesten drastisch reduzieren. Geplant sei, sie von derzeit etwa 400 auf 100 bis 150 zu verringern, sagte Pressesprecher Kai Sonntag von der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW). Bereitschaftsdienstpraxen sind Anlaufstellen, die nach Feierabend und an Wochenenden von Kranken angesteuert werden können - nicht zu verwechseln mit den Rettungsdiensten für akute Notfälle. Die Zahl der Praxen soll an der Kreisgröße ausgerichtet werden, erläuterte Sonntag. Die Ärzte wollen jedoch sicherstellen, dass nicht mehr mobile Patienten auch künftig mit Hausbesuchen rechnen können.

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      Uniklinik Heidelberg

      Wechsel von Guido Adler bestätigt

      Guido Adler (65) wird neuer Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Uniklinik Heidelberg. Im Gespräch war er schon länger, nun bestätigte die Klinik den Wechsel. Adler übernimmt die Nachfolge von Rüdiger Siewert, der das Amt von Juli 2007 bis November 2011 innehatte. Derzeit ist Adler Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Mainz. Adler kündigte an, er werde daran arbeiten, dass die Uniklinik Heidelberg auch in den nächsten zehn Jahren einen Spitzenplatz einnehmen werde. Mit rund 11.000 Mitarbeitern ist das Universitätsklinikum Heidelberg nach eigenen Angaben größter Arbeitgeber und Ausbilder der Rhein-Neckar-Region.

      Adler ist ein Kenner der Universitätsmedizin. Er ist seit Oktober 2010 Vorstandsvorsitzender in Mainz. Zuvor leitete er an der Uniklinik Ulm die Klinik für Innere Medizin und war dort stellvertretender Ärztlicher Direktor. Sein Vertrag in Mainz wäre eigentlich über fünf Jahre gelaufen. Die “Allgemeine Zeitung” berichtet zu dem Fall: “In jüngster Vergangenheit hatte es massive Beschwerden von Klinikleitern und Patienten am Klinikvorstand wegen des Personalmanagements gegeben.” Die rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerin Doris Ahnen, die auch Aufsichtsratschefin der Uniklinik Mainz ist, betonte gegenüber der Zeitung, die Entscheidung stehe “in keinerlei Zusammenhang mit der aktuell in der Mainzer Presse diskutierten Situation der Universitätsmedizin Mainz.” Adler tritt sein Amt in Heidelberg zum 16. Juni an.

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      Rhön-Klinikum

      Rhön-Vorstand Stippler geht

      Die Rhön-Klinikum AG hat erklärt, dass Irmgard Stippler aus dem Vorstand des Unternehmens ausscheidet. Stippler war für die Bereiche UKGM, Materialwirtschaft und

      IT verantwortlich. Ihre Aufgaben wurden im Vorstand aufgeteilt. Den Bereich UKGM hat Martin Menger übernommen. Den Bereich Materialwirtschaft und IT verantwortet in Zukunft Volker Feldkamp.

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      Bundesärztekammer

      Ascheraden neues Vorstandsmitglied

      Christoph von Ascheraden (63) ist heute vom 115. Deutschen Ärztetag in Nürnberg zum neuen Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer gewählt worden. Der Allgemeinmediziner aus St. Blasien ist Präsident der Bezirksärztekammer Südbaden und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses “Sucht und Drogen” der Bundesärztekammer. Der Vorstand der Bundesärztekammer besteht aus den Präsidenten der 17 Ärztekammern in Deutschland sowie aus zwei weiteren Vorstandsmitgliedern. Die Wahl eines neuen weiteren Vorstandsmitgliedes war notwendig geworden, weil Rudolf Henke, der bisher “weiteres Vorstandsmitglied” gewesen war, zum Präsidenten der Ärztekammer Nordrhein gewählt wurde.

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      Klinik-News

      Uniklinikum Gießen-Marburg

      Angst vor Fresenius beim UKGM

      Die Mitarbeiter am Uniklinikum Gießen-Marburg haben dem Betriebsrat zufolge Angst, bei einer Übernahme des Medizinkonzerns Fresenius “vom Regen in die Traufe” zu kommen. Die Stimmung an der privatisierten Klinik (UKGM) sei sehr schlecht, sagte Gießens Betriebsratschef Klaus Hanschur. Allerdings sah er auch Bewegung: Die Klinikleitung übermittle erste Informationen zur Stellenplanung. Diese hat der Betriebsrat in dem seit Monaten dauernden Streit um die Zukunft des Krankenhauses eingefordert. Er wirft der Klinikleitung vor, dass Stellen unbesetzt bleiben oder Verträge nicht verlängert werden. Die Geschäftsführung wehrt sich dagegen und verweist in einem der Nachrichtenagentur dpa vorliegenden Mitarbeiterbrief auf mehr als 120 Vertragsverlängerungen seit dem 1. April. Die Mehrheit davon sei im ärztlichen Bereich erfolgt. Befristete Stellen würden geprüft, niemand werde über die Zukunft seines Arbeitsplatzes im Ungewissen gehalten.

      Lob hatte Hanschur für die Landesregierung: Es sei richtig, dass die Rückkehrfrist von Mitarbeitern in den Landesdienst bis Jahresende verlängert werden soll. Nach dem Übernahmeangebot von Fresenius sei die Lage zu unklar, um jetzt eine Entscheidung treffen zu können. Das UKGM gehört zum Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum, der vom Konkurrenten Fresenius geschluckt werden soll. In der vergangenen Woche hatte Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) die Verlängerung angekündigt. Ursprünglich lief die Erklärungsfrist bis Ende Juni. Das Land muss eine Rückkehrmöglichkeit schaffen, weil die Mitarbeiter bei der Privatisierung des Klinikums 2006 automatisch auf die Rhön-Klinikum AG übertragen worden waren.

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      Focus-Rangliste

      Drei Unikliniken auf dem Treppchen

      Im Klinikvergleich des Nachrichtenmagazins Focus siegt die Berliner Charité in der Gesamtwertung. Den zweiten Platz belegt das Klinikum der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, Platz drei der Gesamtwertung nimmt die Uniklinik Carl Gustav Carus in Dresden ein. Das Magazin hat eine Rangfolge der Gesamtsieger, 14 Listen zu den wichtigsten medizinischen Spezialgebieten und 16 Regional-Tabellen erstellt. Der erste Teil des Klinikvergleichs ist in der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins nachzulesen, ein weiterer soll in der nächsten Ausgabe folgen. Grundlage der Klinikbewertung sind Angaben aus den Qualitätsberichten zur Anzahl, Erfolgs- und Komplikationsraten bei 14 wichtigen Erkrankungen. Außerdem befragte das Magazin niedergelassenen Mediziner, Klinkärzte und Patienten. Auch die technische Ausstattung, die Anzahl der betreuenden Ärzte und Pfleger flossen in die Bewertung ein.

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      Keimfund

      Bremer Klinik verschärft Putzvorschriften

      Nach dem erneuten Keimfund im Klinikum Bremen-Mitte werden Hygieneexperten noch einmal die Vorschriften für die Reinigungskräfte überprüfen. Außerdem werde das Putzpersonal in allen vier städtischen Krankenhäusern ab sofort Einmal-Handschuhe tragen, sagte eine Sprecherin des Klinikverbundes am Freitag. Eine Laboranalyse hatte am Donnerstag ergeben, dass der für den Tod von mehreren Frühchen verantwortliche Darmkeim erneut in dem Klinikum aufgetreten ist. Er wurde auf der Haut eines elf Wochen alten Jungen festgestellt, der wegen eines Leistenbruchs in der Kinderklinik liegt. Wie der resistente Erreger übertragen wurde, ist noch unklar.

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      KPC

      Gefährlicher Darmkeim an der Uniklinik Leipzig

      In der Leipziger Uniklinik hat es den bisher größten Ausbruch des extrem gefährlichen Darmkeims KPC in Nordeuropa gegeben. Nach Recherchen des MDR waren in den vergangenen zwei Jahren 58 Patienten betroffen. Wie eine Kliniksprecherin dem MDR sagte, traten die meisten Fälle zwischen Oktober 2010 und Januar 2011 auf. In dieser Zeit habe es zehn bis zwölf Fälle monatlich gegeben. Experten halten die Darmkeime für sehr bedrohlich. Den MDR-Recherchen zufolge sind 26 Patienten, bei denen der Keim nachgewiesen wurde, gestorben. “Ob der Keim dabei eine Rolle spielte, kann bei diesen ohnehin schwer kranken Patienten nicht genau nachgewiesen werden. Das Uniklinikum bringt den Tod der Schwerstkranken aber ausdrücklich nicht mit dem Keim in Verbindung”, schreibt der Sender auf seiner Webseite.

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      Verdi-Abschluss

      Mehr Geld für Beschäftigte der Unikliniken in Rostock und Greifswald

      Krankenpfleger, Medizintechniker und Verwaltungsmitarbeiter der Universitätsmedizin Rostock und Greifswald erhalten künftig mehr Geld. Das ist das Ergebnis der Tarifverhandlungen, wie die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch mitteilte. Die Bezahlung der nichtwissenschaftlichen Beschäftigten steige zum 1. Juli um 6 Prozent, ein Jahr um drei Prozent und 2014 noch einmal um 2,8 Prozent. “Ich finde, das kann sich sehen lassen”, freute sich Steffen Kühhirt von Verdi. Die Laufzeit der Vereinbarung endet am 31. Juli 2014. Es soll auch mehr Zeit der Bereitschaftsdienste vergütet werden. Der Anspruch auf Urlaubstage wurde neu geregelt und richtet sich nun nach Beschäftigungsjahren. Der Tarifeinigung vom Dienstag müssen die jeweiligen Gremien noch zustimmen.

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      Medizin

      „Nürnberger Erklärung”

      Ärztetag bittet Opfer der NS-Medizin um Verzeihung

      Der Deutsche Ärztetag hat in einer “Nürnberger Erklärung” offiziell sein Bedauern über Menschenrechtsverletzungen von Medizinern in der NS-Zeit geäußert und der Opfer gedacht. “Wir bekunden unser tiefstes Bedauern darüber, dass Ärzte sich entgegen ihrem Heilauftrag durch vielfache Menschenrechtsverletzungen schuldig gemacht haben, gedenken der noch lebenden und der bereits verstorbenen Opfer sowie ihrer Nachkommen und bitten sie um Verzeihung”, heißt es in der verabschiedeten Erklärung. In Nürnberg fanden regelmäßige Reichsparteitage statt. Nach dem Krieg wurde das NS-Unrecht in den Nürnberger Prozesse aufgearbeitet. Die Delegierten seien sich bewusst, dass die Initiativen gerade für die gravierendsten Menschenrechtsverletzungen nicht von politischen Instanzen ausgegangen seien, sondern von den Ärzten selbst, hieß es weiter: “Diese Verbrechen waren auch nicht die Taten einzelner Ärzte, sondern sie geschahen unter Mitbeteiligung führender Repräsentanten der verfassten Ärzteschaft”, bekannte der Ärztetag. Daher erkenne die Ärzteschaft die wesentliche Mitverantwortung von Ärzten an den Unrechts-Taten der NS-Medizin an. Zugleich verpflichtete sich der Deutsche Ärztetag, die weitere historische Forschung dazu zu fördern und “sowohl in Form finanzieller als auch institutioneller Unterstützung” zu begleiten.

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      Recht

      Klinikum Bremen Mitte

      Kündigung von Chefarzt nach Keimskandal nicht rechtens

      Die Kündigung des Chefarztes der Bremer Frühchenstation nach der tödlichen Infektionswelle im vergangenen Jahr ist nicht rechtens. Das Arbeitsgericht erklärte sie am Mittwoch für unwirksam. Im vergangenen Jahr hatten sich im Klinikum-Mitte mehrere Babys mit einem resistenten Darmkeim angesteckt. Drei von ihnen starben. Der Klinikverbund hatte den Chef der Frühchenstation und Kinderklinik, Hans-Iko Huppertz, daraufhin entlassen. Die Geschäftsleitung hatte das damit begründet, dass Huppertz den Keimausbruch nicht rechtzeitig erkannt und ausreichend eingedämmt haben soll. Diese Vorwürfe wies der Mediziner vor Gericht zurück. Die Richter prüften in der Verhandlung, ob sich Huppertz ein so erhebliches Fehlverhalten zuschulden kommen lassen hat, dass eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar wäre. Dies konnten sie nach Angaben eines Sprechers nicht feststellen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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      Management
      Qualitätsbeauftragten
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      Adelheid Rödig, Telefon: 0711/8931–326, E-Mail: adelheid.roedig@thieme.de

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      kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin

      Juli 2012: In unserer Rubrik Branche Kompakt beleuchten wir das Thema OP-Management und –Ausstattung. Der Zentral-OP ist aus finanzieller und organisatorischer Sicht das Herzstück einer Klinik. Dank moderner Software entwickelt sich der OP auch zum „Herr der Planung”: Termine, Diagnosen und Pflege können bereits heute mit entsprechender OP-Software organisiert werden. Bei der OP-Ausstattung wollen die Hersteller dagegen mit besonders flexiblem Interieur punkten. Freischwebende Monitore, Lampen oder andere leicht manövrierbare Geräte sollen verhindern, dass der Patient umgelagert werden muss. Anzeigenschluss: 15.06.2012

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      • Standort Wegscheid: Gerhard Hirz, Telefon: 08592/9357-12 oder E-Mail: gerhard.hirz@kma-medien.de
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