ANZEIGE


Inhalt

Politik
Wirtschaft
Nachrichten
Klinik-News

Management
Pflege
Medizin
Recht
Stellenmarkt

    Vorschau

      Politik

      Griechenland

      Kein Geld für OP-Material - Gesundheitssystem bricht zusammen

      Kein Geld für mehr für OP-Material: Die Lage in den griechischen Krankenhäusern wird wegen der Finanzkrise immer dramatischer. Die größte Klinik in der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki führt seit Tagen keine kardiologischen Untersuchungen und Operationen mehr durch. "Meine Kollegen können keine Stentimplantationen durchführen", sagte der Nachrichtenagentur dpa ein Arzt des Krankenhauses am Montag. Das Krankenhaus habe kein Geld mehr, um die Stents (Gefäßstütze) zu kaufen. Die Staatsanwaltschaft von Thessaloniki ordnete eine Untersuchung an. Dabei soll festgestellt werden, inwiefern der Mangel an medizinischem Material Menschenleben gefährdet. Auf der Insel Chios müssen die Verwandten der Patienten selbst Gips kaufen, damit die Ärzte gebrochene Arme und Beine behandeln können, berichtete die Athener Zeitung Ta Nea. In den Städten Serres und Larisa bekommen die Patienten ständig Hähnchen zu essen, weil die Direktion kein Geld für Fisch oder Kalbfleisch hat, berichteten andere Zeitungen. Die Großhändler von Medikamenten und medizinischem Material beliefern die wichtigsten Krankenhäuser nur noch gegen Barzahlung. Auch hunderttausende Versicherte der größten Krankenkasse EOPYY müssen ihre Medikamente bar in den Apotheken bezahlen und sich anschließend mit der Quittung an die Krankenkasse wenden. In Griechenland sind die Staatskassen fast leer. Eine handlungsfähige Regierung gibt es seit der Parlamentswahl im Mai nicht. Deshalb wird am 17. Juni erneut gewählt.

      Zurück zur Übersicht
      Anzeige

      ZENO-Veranstaltung

      Das Psych-Entgeltsystem auf der Zielgeraden

      Veranstaltung am 5. Juli 2012 in Köln

      Im Krankenhausfinanzierungsgesetz regelt der § 17d die Entwicklung und Einführung des neuen pauschalierenden Vergütungssystems für die psychiatrische, psychotherapeutische
      und psychosomatische Medizin. Ab Januar 2013 soll ein pauschalierendes Vergütungssystem für die psychosoziale Medizin zunächst optional eingeführt werden.

      Jedes Krankenhaus mit entsprechenden Fachabteilungen sollte sich daher auf das neue Vergütungssystem frühzeitig vorbereiten, um eine konkrete Abschätzung der Konsequenzen für das eigene Haus zu bekommen. Erfahren Sie auf dieser ZENO-Veranstaltung von den Experten, die in die Ausgestaltung des neuen Systems involviert sind, den aktuellen Umsetzungsstand.

      Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de.

      Zurück zur Übersicht

      Wirtschaft

      Studie

      Große Lücken für Privatversicherte

      Die private Krankenversicherung kommt nicht aus der Kritik. Nach Klagen über Tarifsteigerungen nährt eine neue Untersuchung nun Zweifel am Versicherungsschutz. Privatversicherte müssen nach einer neuen Studie im Krankheitsfall teils deutliche Versicherungslücken fürchten. Da sich die Makler beim Verkauf der Versicherungspolicen häufiger an den Provisionen als am Kundenwohl orientierten, "werden im Ergebnis PKV-Billigtarife und andere PKV-Tarife mit teilweise existenziellen Leistungsausschlüssen im Krankheitsfall verkauft", so die Beratungsfirma Premium Circle und das Kieler Institut für Mikrodaten-Analyse in Berlin. Zuvor hatte bereits der "Spiegel" unter Berufung auf die Untersuchung berichtet, dass mehr als 80 Prozent der Tarifsysteme der PKV weniger als die gesetzliche Krankenversicherung leisteten. Die Studienautoren nannten etwa Anschlussbehandlungen oder Psychotherapien als Beispiele für Lücken bei manchen Tarifen der privaten Krankenversicherung (PKV) im Vergleich zu den gesetzlichen Kassen. PremiumCircle-Chef Claus-Dieter Gorr sagte, aufgrund mangelnder Vorgaben gebe es in der PKV Bereiche des Marktversagens. "Zur Korrektur sind transparente Pflichtangaben über den jeweils versicherten Leistungskatalog sowie Mindestkriterien als Richtschnur für Versicherungsbedingungen umzusetzen und Provisionsexzesse zu beenden."

      Die Studienautoren betrachteten 208 Tarifsysteme von 32 Privatkassen: 1.567 Kombinationen bezüglich der abgesicherten Leistungen und verschiedene Alters- und Geschlechtskombinationen ergäben hier nicht weniger als 250.000 unterschiedliche Preise. PKV-Verbandsdirektor Volker Leienbach hielt im Sender MDR INFO dagegen, alle Tarife der privaten Kassen erfüllten den Mindestversicherungsschutz. Die privaten Kassen deckten darüber hinaus vieles ab, was es in der gesetzlichen Versicherung nicht gebe - etwa Zahnersatz, Brillen oder Versicherungsschutz im Ausland. Laut Studie gibt es auch bei der gesetzlichen Krankenversicherung schwere Probleme: Wettbewerb nur auf dem Papier, viel Bürokratie und wenig finanzielle Nachhaltigkeit. Nötig seien umfassende Reformen in beiden Bereichen. Teilweise dramatische Beitragssteigerungen und angeblich vermehrt zu gesetzlichen Kassen abwandernde Privatversicherte hatten die PKV zuletzt verstärkt in die Schlagzeilen geraten lassen.

      Zurück zur Übersicht

      Konzernergebnis

      Fresenius erhöht Ausblick für 2012

      Der Medizinkonzern Fresenius hat dank gut laufender Geschäfte in allen Sparten seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr 2012 erhöht. Das Konzernergebnis soll nun währungsbereinigt um 14 bis 16 Prozent steigen, teilte die im Dax notierte Gesellschaft am Montag in Bad Homburg mit. Beim Umsatz rechnet Fresenius mit einem Plus von 12 bis 14 Prozent. Dabei seien Effekte der geplanten Milliardenübernahme des Krankenhausbetreibers Rhön-Klinikum AG nicht berücksichtigt. Zuvor war Fresenius von einem Zuwachs des Konzernergebnisses zwischen 12 bis 15 Prozent ausgegangen. Der Umsatz sollte um zehn bis 13 Prozent zulegen, wobei Fresenius das obere Ende dieser Spanne angepeilt hatte.

      Zurück zur Übersicht

      Lieferengpässe

      Bestimmte Pillen sind knapp

      Deutsche Kliniken leiden unter Lieferengpässen von Medikamenten. Vor allem Krebsmittel seien schwer und oft nur zu überhöhten Preisen zu bekommen, berichtet die "Berliner Zeitung". Auch wichtige Antibiotika und andere Medikamente seien knapp. "Ein ständiges Problem ist der Lieferengpass von Aspirin zur intravenösen Verabreichung", erklärt Irene Krämer, die Leiterin der Apotheke der Uniklinik Mainz, der Zeitung. "Das braucht man im Notarztwagen für jeden Patienten, der mit dem Verdacht auf Herzinfarkt in die Notaufnahme eingeliefert wird." Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA verzeichnete einen drastischen Anstieg der Lieferengpässe — für Deutschland fehlen Zahlen. Der Trend sei aber auf Europa übertragbar, schreibt die "Berliner Zeitung". Der FDA zufolge entfallen die meisten Lieferengpässe auf Krebsmittel (28 Prozent) und Antibiotika (13 Prozent). Der Behörde gegenüber gaben die Hersteller in 43 Prozent der Fälle Herstellungsprobleme an. Verspätungen machten 15 Prozent aus und Rohstoffknappheit zehn Prozent.

      Zurück zur Übersicht

      Nachrichten

      IGEL

      Oft fehlt der Vertrag

      Rund sechs Prozent ihres Einkommens erwirtschaften deutsche Kassenärzte mittlerweile mit "Individuellen Gesundheits-Leistungen" (IGEL). Der Patient muss sie aus eigener Tasche bezahlen. Auf jährlich 1,5 Milliarden Euro beziffert das Wissenschaftliche Institut der AOK den Markt. Vor allem Augenärzte, Gynäkologen, Urologen und Orthopäden seien auf dem Feld aktiv, berichtet die "Apotheken Umschau". Die Liste der Extra-Leistungen umfasst inzwischen mehrere hundert Positionen - viele gelten als nicht gerade seriös. Ein schriftlicher Vertrag ist Pflicht. Eine Umfrage der AOK im Jahr 2010 ergab, dass er nicht einmal in der Hälfte aller Fälle bestand.

      Zurück zur Übersicht

      BuFaTa 2012

      Raus aus der Passivität

      Die Fachvereinigung Krankenhaustechnik (FKT) hat das Konzept ihrer Bundesfachtagung grundlegend überarbeitet. ”Informationsbulimie”, so beschreibt FKT-Vizepräsident, Sebastian Paulus, den neuen Ansatz ”war gestern”, sie soll auf der BuFaTa 2012 dem gelenkten interdisziplinären Diskurs weichen. Die bisher übliche Trennung von Ausstellung und Kongress wird es auf dem Branchentreff der Krankenhaustechniker nicht mehr geben.

      In so genannten Speakers´ Corners werden Aussteller ihre Lösungen für den Krankenhausalltag kurz und prägnant ihre Inhalte transportieren. Am 14. und 15. Juni findet die Tagung im Congress Centrum Würzburg statt. kma wünscht allen Besuchern und der FKT eine spannende Veranstaltung!

      Zurück zur Übersicht
      Anzeige

      mibeg-Institut Medizin

      Managementstrategien für Ärztliche Direktoren

      Am 26. Oktober 2012 startet das mibeg-Institut Medizin in Kooperation mit den Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe zum 11. Mal ein Intensivseminar Krankenhausleitung für Ärztliche Direktor/innen und Chefärzt/innen. Das mibeg-Institut Medizin hat diese Weiterbildung in Zusammenarbeit mit führenden Krankenhausmanagern entwickelt und bietet es seit 2003 kontinuierlich in jeweils aktualisierter Form an.

      Das Seminar stellt ein Novum im Bereich der Weiterbildung Ärztliche Führung dar und gilt als wegweisend. Die Weiterbildung greift die Strukturveränderungen der gegenwärtigen Krankenhauslandschaft und die daraus resultierenden Qualifikationsanforderungen an leitende Ärztinnen und Ärzte auf. In sechs Seminareinheiten im Zeitraum eines Jahres informiert die Weiterbildung umfassend über wichtige Managementstrategien, die Ärztliche Direktoren und Chefärzte zur Ausübung ihrer Position in der Krankenhausleitung benötigen.

      Weitere Informationen: Tel. 0221-33604 -610, www.mibeg.de.

      Zurück zur Übersicht

      Spanier im Visier

      Hessen wirbt um Ärzte aus EU-Staaten mit hoher Arbeitslosigkeit

      Hessen will sich in Zukunft verstärkt um Ärzte und Pflegepersonal aus EU-Ländern mit vergleichsweise hoher Arbeitslosigkeit bemühen. Der Arbeitsmarkt für Gesundheits- und Pflegeberufe sei in Deutschland leergefegt, teilte Hessens Justizminister Jörg-Uwe Hahn mit. Es sei zudem "eine Unterstützung für das von der Schuldenkrise schwer gebeutelte Spanien, wenn gut ausgebildete junge Menschen, die dort keine Arbeit finden, hier bei uns ihren Lebensunterhalt verdienen und ihre Familien zu Hause unterstützen können", betonte der FDP-Politiker. Auch in Frankreich wolle das Land künftig Personal anwerben. Dem Universitätsklinikum Gießen-Marburg lägen bereits Bewerbungen griechischer Ärzte vor.

      Zurück zur Übersicht

      Interview mit DRK-Sprecher

      „25 Euro für Blutspende sind nicht in Ordnung”

      Der Sommer sorgt bei den Blutspendediensten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) immer wieder für Durststrecken. Ein Interview zum Thema mit DRK-Sprecher Düppe. Im Sommer gehen Spender lieber an die frische Luft als ins Labor. Sorgen macht dem DRK nicht nur das Wetter, sondern auch die Konkurrenz, die Geld an Spender zahlt. Eigentlich sei dies nicht erlaubt, betonte der Sprecher der DRK Blutspendedienste, Friedrich-Ernst Düppe in einem Interview anlässlich des Weltblutspendetages am 14. Juni. Aus diesem Anlass veranstaltet kma eine Benefiz-Aktion zum Thema Blut-, Knochenmark- und Organspenden! Besuchen Sie die kma auf dem Hauptstadtkongress im ICC Berlin und machen Sie mit! Der kma Stand (SX2) befindet sich Seitenfoyer und ist kaum zu übersehen.

      Interview mit Friedrich-Ernst Düppe

      Wie sieht die Spendenbereitschaft derzeit aus?
      Düppe: “Im Moment kommen wir ganz gut über die Runden. Erfahrungsgemäß sind die ersten sechs Wochen einer Schönwetterperiode mit einer Durststrecke verbunden. Im vergangenen Jahr hatten wir durch die Ehec- und Hus-Welle eine Ausnahmesituation. Es gab eine und ein erhöhtes Spendenaufkommen. Vielleicht gibt es da in diesem Jahr ja noch den Einen oder Anderen, der sich wieder zu einer Spende entschließt. Insgesamt ist die Blutversorgung aber übers Jahr gesehen ausreichend.”

      Die Bevölkerung wird immer älter. Welche Folgen hat das für die Blutvorräte?
      Düppe: “Mit steigendem Alter mehren sich die Krankheiten, für deren Behandlung eine Blutkonserve benötigt wird. Gleichzeitig wächst uns nicht die Masse an Spendern nach, die wir brauchen. Die älteren von ihnen spenden drei bis fünf Mal im Jahr, die jüngeren durchschnittlich nur eineinhalb Mal. Wir brauchen also die doppelte oder dreifache Menge an jüngeren Menschen, um einen älteren Spender, der aus Altersgründen ausscheidet zu ersetzen.”

      Werden die Vorräte also knapp?
      Düppe: “Es gibt einige Experten, die sagen, da rollt eine Alterslawine auf uns zu. Ich bin da ein bisschen moderater. Wir haben ja ohnehin nur zwei bis drei Prozent der Bevölkerung als aktive Blutspender. Da müsste nach oben zumindest rein rechnerisch noch genügend Luft sein. Die Frage ist, wie kriegen wir die Leute mobilisiert? Spenden darf jeder ab 18 Jahren. Bei der ersten Spende sollte man höchstens 68 Jahre alt sein. Viele Bundesländer haben die Altersgrenze nach oben inzwischen aufgehoben und lassen jeden spenden, der gesund ist.”

      Gibt es Überlegungen, als Anreiz Geld zu zahlen?
      Düppe: “Nein. Die gesetzliche Vorgabe in ganz Europa heißt: Die Blutspende muss freiwillig und unentgeltlich sein. Wir haben hier in Deutschland aber die besondere Situation, dass einige Universitätskliniken, private Dienste und natürlich die Pharmaindustrie meinen, man müsse eine pauschalierte Aufwandsentschädigung zahlen. Ein Ersatz für die Fahrt- und Parkkosten wäre in Ordnung, 25 Euro auf die Hand aber nicht.”

      Düppe: Ist das eine Konkurrenz für das DRK?
      “Früher hätte ich gesagt: Nein. Aber durch die Arbeitslosigkeit ist das heute schon eine Konkurrenz für uns. 25 Euro sind der dreifache Tagessatz eines Hartz-IV-Empfängers. Mehr muss man dazu nicht sagen.”

      Zurück zur Übersicht
      ANZEIGE

      Klinik-News

      Gesundheit Nordhessen Holding AG

      GNH verbessert Ergebnis

      Mit einem Gewinn von 9,35 Millionen Euro hat die Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) 2011 zum dritten Mal in Folge ein positives Jahresergebnis erzielt. Der Umsatz konnte laut Angaben des Unternehmens gegenüber dem Vorjahr um mehr als fünf Prozent gesteigert werden. "Wie in den vergangenen Jahren kann den Beschäftigten der 2011 einbehaltene Gehaltsanteil fast vollständig zurückgezahlt werden." Die erneute Steigerung des Gewinns auf 9,35 Millionen Euro (2010: 4,83) gehe auf den Krankenhausbereich zurück, insbesondere das Klinikum Kassel. Den Umsatz steigerte die Gesundheit Nordhessen 2011 auf 332,5 Millionen Euro (2010: 304,9). Die Liquidität ist durch den Abbau der Verbindlichkeiten und die Investitionstätigkeit am Klinikum Kassel auf 31 Millionen Euro gesunken. Zur Gesundheit Nordhessen Holding AG gehören das Klinikum Kassel, die Kreiskliniken Kassel in Hofgeismar, Helmarshausen und Wolfhagen, das Krankenhaus Bad Arolsen, die Reha-Zentren am Klinikum Kassel und Wilhelmshöhe, die Seniorenwohnanlagen Lindenberg und Fasanenhof, der ambulante Pflegedienst SWA aktiv und die Service-Gesellschaft ökomed.

      Zurück zur Übersicht

      Klinikum Augsburg

      Ergebnis um 7,9 Millionen Euro verbessert

      Das Klinikum Augsburg hat nach eigenen Angaben erstmals in seiner 30-jährigen Geschichte ausgeglichenes Betriebsergebnis vorgelegt. Im Geschäftsjahr 2011 hat sich das Ergebnis um 7,9 Millionen Euro verbessert. Es wurde ein Jahresüberschuss von 369.000 Euro erzielt, berichtet die Klinik. Noch im Vorjahr wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 7,5 Millionen Euro festgestellt. Das positive operative Ergebnis aus dem Vorjahr in Höhe von 600.000 Euro konnte auf 2,3 Millionen Euro gesteigert werden, das Eigenkapital stieg um 9 Millionen Euro. Insgesamt investieren der Freistaat Bayern gemeinsam mit Stadt und Landkreis Augsburg in den kommenden Jahren rund 300 Millionen Euro in die Generalsanierung des Klinikums sowie weitere 50 Millionen in die Ausstattung mit High-Tech-Medizingeräten. Weitere 40 Millionen Euro werden zusätzlich zu den sonstigen Investitionsmaßnahmen in die Kinderklinik Augsburg Schwaben investiert, die 2014 eröffnet werden soll.

      Zurück zur Übersicht

      Management

      Nosokomiale Infekte

      Helios-Häuser veröffentlichen Hygienedaten

      Wie häufig ist MRSA in der chirurgischen Abteilung, wie verbreitet in der internistischen? Darüber gibt der Helios-Konzern in Kürze im Internet für alle seine Häuser Auskunft. Seit Anfang des Jahres ist jede Station des Unternehmens dazu verpflichtet, die häufigsten 17 infektionsrelevanten Erreger zu erfassen, wie MRSA und Escherichia coli. Das bedeutet: Sie dokumentieren im Intranet, ob und wann einer der fraglichen 17 Keime aufgetreten ist. Jeden Tag wertet eine Hygienefachschwester dafür sämtliche Laborwerte einer Station auf nosokomiale und mitgebrachte multi- und panresistente Erreger aus. So lässt sich sehr genau feststellen, wann genau sich ein betroffener Patient wo infiziert hat. In der zweiten Hälfte dieses Jahres wird Helios die Daten auch im Internet veröffentlichen. Bei den Patienten bestehe ein reges Interesse an dieser Form der Transparenz, sagt Ralf Kuhlen, Helios Geschäftsführer Medizin. Immer häufiger erhielten sie Anrufe von Patienten, die wissen wollten, wie verbreitet etwa MRSA in einer bestimmten Abteilung sei.

      Zurück zur Übersicht

      Pflege

      "Einstieg in die Billig-Pflege”

      Kritik am Schiedsspruch zur Vergütung der häuslichen Krankenpflege

      Der Schiedsspruch zu den neuen Vergütungshöhen für die häusliche Krankenpflege in Mecklenburg-Vorpommern stößt auf massive Kritik. Sowohl Pflegeanbieter als auch Parteien bewerteten die Vorgaben als Einstieg in die "Billig-Pflege". "Jede Absenkung der Vergütung ist vor den Patienten nicht zu verantworten und stellt eine Geringschätzung des Einsatzes der Pflegefachkräfte dar", erklärte Diakoniepastor Martin Scriba am Donnerstag in Schwerin. Der SPD- Landtagsabgeordnete Julian Barlen bezeichnete den Schiedsspruch, der eine Verringerung der bisherigen Vergütung von Pflegeleistungen vorsehe, als "verheerendes Signal für die pflegebedürftigen Menschen und die Beschäftigten der ambulanten Dienste". Vor allem die AOK als größte Krankenkasse im Land hatte unter Hinweis auf bislang überdurchschnittlich hohe Vergütungssätze auf eine Reduzierung gedrungen. Die Verhandlungen dazu waren gescheitert, so dass ein Schiedsspruch von unabhängiger Seite erfolgte.

      Zurück zur Übersicht

      Medizin

      Europäischer Neurologen-Kongress

      Parkinson beginnt in der Nase

      Ein einfacher Riechtest kann wichtige Hinweise auf eine beginnende Parkinson-Erkrankung geben. Der Dresdner Neurologie-Professor Heinz Reichmann hat Patienten untersucht, die mit 50 oder 60 Jahren ihren Geruchssinn verloren hatten. Etwa zehn Prozent von ihnen zeigten auch nach einer speziellen Ultraschalluntersuchung und biochemischen Tests frühe Zeichen von Parkinson. Anhand von Tierversuchen an Mäusen fand Reichmann nun Hinweise darauf, dass Parkinson seinen Ausgang tatsächlich in der Nase nimmt. Dort bilde sich zuerst eine Ansammlung von sogenannten Lewy-Körperchen, die eine Parkinson-Erkrankung signalisierten. Der Parkinson-Experte ist Präsident der "European Neurological Society" und präsentierte seine Forschungsergebnisse in Prag auf dem Jahreskongress seines Verbands. Morbus Parkinson beginnt demnach nicht in den motorischen Zentren des Gehirns, sondern in Nervenzellen des Geruchssinns und pflanzt sich Zelle für Zelle weiter fort: zunächst in Richtung Magen und von dort über den Vagusnerv zum Gehirn. "Dieses Wissen gibt uns vielleicht einmal die Möglichkeit, die Krankheit noch viel früher zu entdecken und ihre Ausbreitung zu unterbinden", sagte Reichmann, der an der Unklinik der Technischen Universität Dresden forscht. Eine weitere Studie habe gezeigt, dass die Hauptsymptome nicht nur in der Bewegungskoordination liegen, erläuterte Reichmann zudem. Die wichtigsten der anderen Symptome seien Riechverlust (90 Prozent), Verstopfung (45 Prozent), Doppel-Sehen (10 Prozent), Impotenz (30 Prozent) beziehungsweise bei Frauen Gefühlsarmut, Harninkontinenz (50 Prozent), diffuse Schmerzen (30 Prozent), Depression (30 Prozent), Anhedonie (Freudlosigkeit, 30 Prozent) und vor allem in den letzten Jahren der Erkrankung Demenz. Hinzu könnten fettige Haut und exzessives Schwitzen kommen. "Neueste Untersuchungen zeigen, dass diese Symptome, vor allem Depression und Demenz, die Patienten und Patientinnen mehr Lebensqualität kosten als die Bewegungsstörungen", so Reichmann. Auf diese sollte daher mehr geachtet werden. Es gebe zwar noch nicht für alle Symptome eine Therapie. "Aber wir haben gute Medikamente gegen Depression, Verstopfung und übermäßige Schweißentwicklung." Die genauen Gründe des Krankheitsausbruchs sind noch ungeklärt. Am wahrscheinlichsten entstehe Morbus Parkinson durch eine genetische Vorbelastung, die eine erhöhte Empfindlichkeit auf Umwelteinflüsse bedingen könnte. An dem Prager Kongress nahmen rund 3.000 Ärzte und Wissenschaftler teil.

      Zurück zur Übersicht

      Uniklinik Leipzig

      Suche nach Übertragungswegen des KPC-Keims wird Monate dauern

      Die Klärung der Ansteckungswegen des gefährlichen KPC-Darmkeims an der Uniklinik Leipzig (UKL) wird mehrere Monate in Anspruch nehmen. Das UKL teilte mit, es müssten umfangreiche Patienten-Daten aus den vergangenen zwei Jahren ausgewertet werden. Bei der Aufarbeitung werde eng mit dem Gesundheitsamt und dem Robert-Koch-Institut (RKI) zusammengearbeitet. Drei Mitarbeiter des RKI hatten sich am Mittwoch über die verschärften Hygienemaßnahmen an der Uniklinik informiert. Bis Ende Mai wurden dort 63 KPC-Infektionen gemeldet. KPC (Klebsiella pneumoniae) ist gegen viele Antibiotika resistent.

      Zurück zur Übersicht

      Großes Projekt

      Neue Erforschung der Multiplen Sklerose in Mainz

      Die Deutsche Forschungsgemeinschaft will in Mainz die Krankheit Multiple Sklerose intensiver erforschen. Dafür richtet sie zum 1. Juli einen neuen Sonderforschungsbereich in der Universitätsmedizin ein, wie die Johannes Gutenberg-Universität am Mittwoch mitteilte. Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische und entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark). Die rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerin Doris Ahnen (SPD) hob die positiven Effekte der 2008 gestarteten Forschungsinitiative des Landes hervor. Gradmesser für die Forschungsleistungen der Mainzer Universität sei der Anstieg der verfügbaren Drittmittel in den vergangenen fünf Jahren. Seit 2007 seien diese um 42 Prozent auf 96 Millionen Euro angewachsen. Fast 1.500 Mitarbeiter wurden auf diese Weise im vergangenen Jahr finanziert.

      Zurück zur Übersicht

      Recht

      Hüft-OP

      90.000 Euro Schadensersatz für Klinikfehler

      Wegen einer missglückten Hüftgelenksoperation hat das Landgericht Lüneburg einem Rentner 90.000 Euro Schadensersatz zugesprochen. Das teilte eine Gerichtssprecherin mit. Der 70-Jährige aus Altenmedingen war im Dezember 2008 in einer Uelzener Klinik operiert worden und sitzt heute im Rollstuhl. Der ehemalige Polizist hat nach mittlerweile acht Operationen und einer Infektion mit einem Krankenhauskeim links kein Hüftgelenk mehr. Weil nur noch die Muskulatur das Gewicht trage, könne er das Bein nur mit 20 Kilogramm belasten, hatte der Mann während des Verfahrens berichtet. Weil kleine Stahlseile mit Antibiotikaperlen alle zwei Jahre ausgewechselt werden müssen, stehen ihm weitere Operationen bevor.

      Zurück zur Übersicht

      Betrug

      AOK-Mitarbeiter zu Bewährungsstrafen verurteilt

      Wegen Betrugs und versuchter Erpressung hat das Landgericht Lübeck zwei Beratungsapotheker der AOK Nordwest zu Bewährungsstrafen von je einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die 53 und 48 Jahre alten Angeklagten zusammen mit einem bereits verurteilten Inhaber einer Lübecker Apotheke über Jahre Ärzte widerrechtlich mit teuren Krebsmedikamenten zu Klinikpreisen statt zu deutlich höheren Apothekenpreisen versorgt haben. Die Angeklagten hatten die Vorwürfe noch in ihrem Schlusswort zurückgewiesen. Die Staatsanwaltschaft hatte Bewährungsstrafen von zwei Jahren sowie von einem Jahr und zehn Monaten gefordert. Die Verteidiger, die auf Freispruch plädiert hatten, wollen Revision beantragen.

      Zurück zur Übersicht

      Stellenmarkt

      Bereich, Stelle Firma, Ort Link
      Pflege
      Pflegedienstleitung (w/m)
      Kliniken des Landkreises Göppingen gGmbH
      Göppingen
      » Anzeigen
      Medizin
      Leitung Medizincontrolling (m/w)
      Städtisches Klinikum München GmbH
      München
      » Anzeigen
      Management
      Unternehmensbereichsleiter Personal (w/m)
      Asklepios Kliniken Hamburg GmbH
      Hamburg
      » Anzeigen
      Technologie
      Leiter der Technischen Abteilung (w/m)
      Franziskanerbrüder v. Hl. Kreuz e.V.
      Bad Kreuznach
      » Anzeigen
      Management
      Controller/in
      Ev. Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr
      Karlsruhe
      » Anzeigen
      Management
      Leitung der Abteilung Patientenmanagement (m/w)
      Ev. Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr
      Karlsruhe
      » Anzeigen

      Kontakt Anzeigenverkauf
      Adelheid Rödig, Telefon: 0711/8931–326, E-Mail: adelheid.roedig@thieme.de

      Zurück zur Übersicht

      Vorschau

      kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin

      August 2012: Krankenhaushygiene entwickelt sich immer mehr zum Topthema fürs Krankenhausmanagement. Dafür sorgt das neue Infektionsschutzgesetz, aber auch folgenreiche MRSA-Ausbrüche wie zuletzt in Bremen und Leipzig erhöhen die Aufmerksamkeit. Nicht nur für Kliniken werden multiresistente Bakterien zum großen Problem – auch internationalen Organisationen wie der WHO bereiten die Keime großes Kopfzerbrechen, weil sie in der globalisierten Welt schwer zu bändigen sind. In der August-Ausgabe zeigt kma, wie Kliniken ihren Hygieneschutz sinnvoll erhöhen können. Anzeigenschluss: 20.07.2012

      Kontakt Anzeigenverkauf:

      • Standort Wegscheid: Gerhard Hirz, Telefon: 08592/9357-12 oder E-Mail: gerhard.hirz@kma-medien.de
      • Standort Stuttgart: Thomas Brümmer, Pharmedia GmbH, Telefon: 0711/8931–414, E-Mail: thomas.bruemmer@pharmedia.de
      Zurück zur Übersicht