ANZEIGE


Inhalt

Politik
Nachrichten
Klinik-News

Pflege
Medizin
Recht
Stellenmarkt

    Vorschau

      Politik

      Kündigungen bei Damp

      Rhön-Aufsichtsrat kritisiert Fresenius scharf

      Der stellvertretende Aufsichtsratschef der Rhön Klinikum AG übt harrsche Kritik am Rauswurf der Service-Mitarbeiter bei der Klinikgruppe Damp. In einer Verdi-Mitteilung attackiert er vor allem den neuen Damp-Besitzer Fresenius.

      Nachdem die Geschäftsleitung des Gesundheitskonzerns Fresenius/Helios überraschend 1.000 Beschäftigten der Zentralen Servicegesellschaft (ZSG) der Klinikgruppe Damp gekündigt hat, haben sich der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Rhön-Klinikum AG, Joachim Lüddecke, und der Konzernbetriebsratsvorsitzende der Rhön-Klinikum AG, Werner Prange, in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft Verdi geäußert. Sie bewerten das Verhalten von Fresenius/Helios insbesondere vor dem Hintergrund der geplanten Übernahme der Rhön-Klinikum AG durch die Helios-Kliniken GmbH.

      » Kompletten Beitrag online lesen      » Diesen Beitrag kommentieren      Zurück zur Übersicht

      Spezialtarife für Beschäftigte

      Union will Quantensprung bei Gesundheitsvorsorge

      Die Union im Bundestag will die Gesundheitsvorsorge unter anderem durch neue Spezialtarife der Krankenkassen für die Beschäftigten einzelner Unternehmen stärken.

      Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Kassen könnten sich für solche günstigen Gruppentarife zusammentun, wie Unionsfraktionsvize Johannes Singhammer (CSU) anlässlich eines Präventionskonkresses der Unionsfraktion in Berlin erläuterte. Der heutige Einheitssatz von 15,5 Prozent würde bei solchen Tarifen sinken. "Wir wollen einen Quantensprung", sagte Singhammer.

      Zurück zur Übersicht
      Anzeige

      ZENO-Veranstaltung

      Workshop: Strategietools für Ärztliche Direktoren

      Veranstaltung am 18. September 2012 in Berlin

      Die Aufgabe der ärztlichen Direktoren und der leitenden Führungskräfte ist es, mit den richtigen Strategiewerkzeugen Komplexität und Dynamik zu bewältigen. Dazu zählt das rechtzeitige Erkennen von Trends und der wichtigsten Treiber von Veränderungen.

      Die Auseinandersetzung mit Strategiewerkzeugen ist eine notwendige Voraussetzung, um entsprechende Resultate und Spitzenleistungen zu erreichen. In diesem Workshop werden Werkzeuge vorgestellt, um die richtigen Weichenstellungen vornehmen und Ziele erreichen zu können. Es werden Wege aufgezeigt, wie optimale Strategieprozesse zu gestalten sind.

      Die Teilnehmer sind nach dem Workshop in der Lage, Strategie-Werkzeuge anzuwenden und die richtigen Ansätze für ihre Ziele und Prozesse auszuwählen.

      Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

      Zurück zur Übersicht

      Pflegeskandal

      Landesregierung kündigt erste Konsequenzen an

      Zwei Altenpfleger in Saarbrücken sollen Schützlinge monatelang misshandelt haben, zwei Fälle endeten tödlich. Die Landesregierung kündigt erste Konsequenzen an.

      Die Pflegeleitung des saarländischen Altenheims, in dem Bewohner über Monate misshandelt worden sein sollen, hatte seit Monaten Hinweise auf Missstände, aber nichts dagegen unternommen. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) bestätigte einen Bericht der "Saarbrücker Zeitung" (Samstag), wonach Beschäftigte des Heims die Pflegeleitung bereits im Februar über diverse Vorfälle informiert haben. Der 59 Jahre alte Pflegedirektor und die 31 Jahre alte Pflegeleiterin, die bereits suspendiert sind, sollen die fristlose Kündigung bekommen. Sie seien mit den Vorwürfen konfrontiert worden und hätten auf Anraten ihres Anwalts geschwiegen, sagte AWO-Sprecher Jürgen Nieser der Nachrichtenagentur dpa.

      Ein halbes Jahr lang sollen zwei 35 und 25 Jahre alte Pfleger hilflose alte Menschen in dem Heim in Elversberg bei Saarbrücken misshandelt haben, es soll auch zwei Todesfälle gegeben haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 35-Jährigen wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Laut AWO soll der Mann einem Patienten oder einer Patientin eine tödliche Überdosis Morphium verabreicht haben. Eine weitere Patientin soll er ohne Narkose an einer offenen Wunde operiert haben, einen Tag später starb die Frau. Die saarländische Landesregierung spricht vom "schwersten Pflegeskandal" in der Geschichte des Landes. Sozialminister Andreas Storm (CDU) kündigte am vergangenen Freitag an, einen Pflegebeauftragten einzusetzen. An ihn sollen sich Patienten und Angehörige bei Beschwerden wenden können. Er soll nach der Sommerpause vom Landtag gewählt werden.

      Zurück zur Übersicht
      Anzeige

      Gemeinsam für mehr Wissen

      Aktuelles DKI-Fortbildungsprogramm mit Frühbucherrabatt jetzt auf der neuen Homepage!

      Unter dem Motto "Gemeinsam für mehr Wissen" präsentieren wir Ihnen unser Fortbildungsprogramm für das zweite Halbjahr 2012 auf unserer neu gestalteten Homepage.

      Kompaktere Seminarbeschreibungen mit Blick für das Wesentliche, Fotos unserer Referenten und Mitarbeiter sowie ein neues Farbkonzept machen Ihnen die Auswahl Ihrer Wunsch-Veranstaltungen noch angenehmer und leichter.

      Inhaltlich finden Sie in unserem Programm neben bewährten Seminaren eine große Zahl neuer Veranstaltungsthemen. Wir hoffen, dass Sie Themen finden, die Sie in Ihrem Berufsalltag unterstützen!

      Schnelles buchen lohnt sich!
      Wenn Sie Ihre Wunschseminare für 2012 bis zum 31. Juli 2012 buchen, erhalten Sie automatisch 30 € zzgl. MwSt. Frühbucherrabatt.

      Besuchen Sie unsere neue Homepage www.dki.de.

      Zurück zur Übersicht

      "Absprachen verhindern"

      Kartellamt-Chef Mundt nimmt Kassen ins Visier

      Das Kartellamt will Krankenkassen strenger kontrollieren. "Die Kassen stehen untereinander im Wettbewerb um die Versicherten und treffen unternehmerische Entscheidungen, um sich gegen andere Krankenkassen möglichst gut zu behaupten", sagte Andreas Mundt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Deshalb müssten sie teilweise auch wie Unternehmen behandelt werden. "Nehmen Sie nur die Zusatzbeiträge: Wie soll dieser Wettbewerbsparameter funktionieren, wenn wir nicht dazu in der Lage sind, Absprachen zu verhindern?", sagte Mundt. Die Novelle solle nicht die Befugnisse des Kartellamtes erweitern, sondern in erster Linie wieder klare Verhältnisse herstellen, nachdem Urteile der Sozialgerichte die Grenzen verwischt hätten.

      Mundt will auch in Rabattverträge eingreifen. Kurzfristig mögen sie zwar zu niedrigeren Preisen führen. "Auf lange Sicht droht durch die Machtbündelung der Kassen auch bei den Anbietern ein Oligopol weniger großer Pharmaunternehmen. Kleinere Arzneimittelfirmen fielen dann schnell durch den Rost", sagte Mundt.

      Zurück zur Übersicht

      Kassen kündigen Vertrag

      Berliner Patienten müssen Notarzteinsätze künftig selbst abrechnen

      Wer in der Hauptstadt einen Krankenwagen ruft, bekommt dafür künftig eine Rechnung: Die Berliner Feuerwehr rechnet die Gebühren für Krankentransporte und Notarzteinsätze von Juli an nicht mehr direkt mit den Krankenkassen ab. Die gesetzlichen Kassen hätten eine seit mehr als 20 Jahren bestehende Vereinbarung gekündigt, teilte die Feuerwehr mit. Künftig erhalte deshalb jeder Patient eine Rechnung - und könne die bezahlten Gebühren dann bei seiner Krankenkasse geltend machen.

      Zurück zur Übersicht

      GBA-Chef im Gespräch

      Hess zweifelt an schnellen Einsparungen bei Arzneien

      Die beschlossenen Preisverhandlungen bei Arzneimitteln bringen nach Ansicht des GBA-Vorsitzenden Rainer Hess in absehbarer Zukunft keine Einsparungen in Milliardenhöhe.

      Der scheidende Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken, Rainer Hess, sagte: "Ein Rundumschlag, mit dessen Hilfe das vom Gesetzgeber angestrebte Einsparpotenzial von 1,4 Milliarden Euro schnell zu erreichen wäre, bietet sich nicht an." Es werde nicht den großen Einstieg geben, bei dem die teuersten Präparate auf den Prüfstand kommen und ein möglichst großes Einsparpotenzial erreicht wird. Ende Mai hatte mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern Astra Zeneca erstmals ein Arzneihersteller mit dem Krankenkassen-Spitzenverband einen Rabatt für ein neues Mittel ausgehandelt. Die schwarz-gelbe Arzneimittel-Reform AMNOG hatte diese Verhandlungen eingeführt. Der Erstattungspreis neuer Medikamente richtet sich nach dem Mehrwert für die Patienten. Der Bundesausschuss stellt diesen Zusatznutzen aufgrund von Studien fest. Hess, unter dessen Leitung der Ausschuss das komplizierte Verfahren umsetzte, verlässt das Gremium altersbedingt. An diesem Donnerstag sollte er die letzte Sitzung des Gremiums leiten. Von der Arznei-Bewertungen erwartet Hess Verbesserungen für die Patienten. "Die Industrie hat den Trend erkannt, dass sie nicht einfach ein Medikament auf den Markt bringen kann, ohne den Zusatznutzen zu belegen", sagte er. "Das Industrieverhalten ändert sich jetzt schon."

      Zurück zur Übersicht

      Nachrichten

      Fachvereinigung Krankenhaustechnik

      Horst Träger ist neuer FKT-Präsident

      Horst Träger (51) ist neuer Präsident der Fachvereinigung Krankenhaustechnik (FKT).

      Träger tritt die Nachfolge von Reinfried Sure an, der nach 20 Jahren an der Spitze der FKT als Altersgründen nicht mehr für dieses Amt kandidierte. Sure habe in seiner Ära große Fußstapfen hinterlassen, sagte Träger bei seiner Antrittsrede bei der Jahreshauptversammlung der FKT im Juni in Würzburg. Sein Licht unter den Scheffel zu stellen braucht Träger deswegen freilich nicht. Seit vielen Jahren bereits gehört er zu den führenden Figuren der Krankenhaustechnik in Deutschland. Seit zehn Jahren ist er Vorstandsmitglied der FKT und Leiter von deren Regionalgruppe Schleswig-Holstein. Der gelernte Elektrotechniker ist Technischer Leiter an den beiden Krankenhäusern der privaten Lubinus Stiftung in Kiel — dem Lubinus Clinicum und dem Sankt Elisabeth Krankenhaus.

      Mit der FKT seit vielen Jahren verbunden sind auch wir von kma. Seit der ersten Ausgabe — die erschien im Sommer 1996 — ist unser Magazin zugleich Verbandsorgan der FKT. Deshalb ein besonders herzlicher Glückwunsch an deren neuen Präsidenten aus der Redaktion und dem Georg Thieme Verlag.

      Zurück zur Übersicht

      Chaos bei den Kassen

      Zwei Millionen fehlerhafte Gesundheitskarten verschickt

      Erst kamen sie wegen Pleiten, Pech und Pannen nicht voran, jetzt läuft schon wieder etwas schief: Zwei Millionen Versicherte haben fehlerhafte elektronische Gesundheitskarten bekommen. Die Kassen geben jedoch Entwarnung - sie sehen den Datenschutz nicht gefährdet.

      Die Auslieferung der mit großem Verzug gestarteten elektronischen Gesundheitskarte hat ein neues Problem aufgeworfen: An rund zwei Millionen Versicherte von 55 Krankenkassen wurden nach Angaben des Spitzenverbandes fehlerhafte Karten verschickt. Es bestehe aber "aktuell kein Sicherheitsrisiko", sagte ein Sprecher des Kassen-Spitzenverbandes am Freitag in Berlin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Er bestätigte damit einen Bericht des Internetportals "derwesten.de". Der Fehler sei beim Kassen-Dienstleister itsc entstanden. Die Karten seien versehentlich ohne Persönliche Identifikations-Nummer (PIN) ausgeliefert worden. Dies gebe potenziellen Datendieben theoretisch die Möglichkeit, Kartendaten auszulesen.

      Die Firma selbst sagte bereits zu, alle fehlerhaften Karten bis zum Online-Betrieb Ende 2013 auszutauschen. Die PIN werde auch erst dann benötigt, hieß es. Alle Betroffenen seien den Kassen bekannt, die Versicherten müssten deshalb jetzt nichts unternehmen.

      Zurück zur Übersicht
      ANZEIGE

      Klinik-News

      Einigung

      St. Josefs-Hospital in Wiesbaden übernimmt Krankenhaus

      Das St. Josefs-Hospital in Wiesbaden übernimmt das Otto-Fricke-Krankenhaus (OFK) in Bad Schwalbach, eine Fachklinik für Geriatrie und Orthopädie mit 141 Betten.

      Das OFK verfügt über die zwei Standorte Bad Schwalbach und Wiesbaden und beschäftigt 280 Mitarbeiter. Das St. Josefs-Hospital, das derzeit über 459 Betten verfügt und 1.100 Mitarbeiter beschäftigt, wolle durch die Übernahme sein medizinisches Profil abrunden, erklärte dessen Geschäftsführer Martin Bosch gegenüber dem "Wiesbadener Tagblatt". Die Schwerpunkte der Bad Schwalbacher Fachklinik, die auch einen Standort in Wiesbaden unterhält, passten sehr gut. Damit könnten geriatrische Patienten abschließend im eigenen Unternehmen behandelt werden. Zumal die Altersmedizin ein Wachstumsmarkt sei. Auch für das Fricke-Krankenhaus sieht Ohlendorf viele Vorteile durch den Anschluss an ein Akut-Krankenhaus, unter anderem auch bei der medizinischen Fortbildung.

      Bisher gehörte die Otto-Fricke-Krankenhaus Paulinenberg GmbH zu 75 Prozent dem Verein "Evangelische Altenhilfe Gesundbrunnen" in Hofgeismar und zu 25 Prozent dem Evangelischen Verein für Innere Mission (Evim).

      Zurück zur Übersicht

      UKGM

      Sachverständige sollen Kooperationsvertrag zur Trennungsrechnung weiterentwickeln

      Mit “Befremden” reagierte die Geschäftsführung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) auf die Veröffentlichung einer sogenannten Ärzte-Pilotstudie zu Forschung und Lehre im ärztlichen Alltag durch die Philipps-Universität Marburg.

      Man sei gerade dabei, sich auf Sachverständige zu einigen, die den Kooperationsvertrag zwischen Universität und Klinikum weiterentwickeln sollen, um die Kosten für Patientenversorgung auf der einen, Forschungs- und Lehrtätigkeit auf der anderen noch besser und präziser als bisher den beiden Trägern zuzuordnen. Vor diesem Hintergrund sei ein solches Vorgehen des Dekanats "kontraproduktiv".

      "Wir kennen die Methode nicht und das Ergebnis ebenso wenig. Auch hat kein Gespräch zwischen Klinikleitung und Dekanat zu dieser ?Studie? stattgefunden", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Martin Menger. "Wir wissen nur aus der Pressemitteilung der Uni, dass drei von über 40 Kliniken und Instituten am UKGM in Marburg eine Woche lang angeblich untersucht wurden. Eine solche Erhebung kann nicht repräsentativ sein."

      Wenn man untersuchen wolle, wie viel Zeit Ärzte für Forschung und Lehre aufwendeten, so müssen man die Klinik als Ganzes betrachten und zum Beispiel Dienstplan- und Organisationsfragen genauso einbeziehen wie Urlaube, Fehlzeiten wegen Krankheit und Fortbildung, Überstunden und vieles mehr. "Eine von 52 Wochen kann da auf keinen Fall eine solide Grundlage ergeben."

      Zurück zur Übersicht

      Klinikum Bremen Mitte

      Nach Keimausbruch auf Frühchenstation Milliondefizit

      Nach dem Keimausbruch auf der Frühgeborenen-Intensivstation rechnet das Klinikum Bremen-Mitte mit einem Defizit in zweistelliger Millionenhöhe.

      Durch den enormen Imageverlust bei den Patienten seien rund 1.500 schwerer Fälle weniger behandelt worden als erwartet, sagte Bremens Gesundheitssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD). Das Klinikum habe deswegen 6 Millionen Euro weniger eingenommen. Diese Verluste könne der Klinikverbund Gesundheit Nord nicht aus eigener Kraft finanzieren. Wenn sich die Tendenz fortsetzte, drohe am Jahresende ein Minus von 24 Millionen Euro. In der Klinik waren mehrere Frühchen gestorben, die sich mit einem multiresistenten Keim infiziert hatten.

      Zurück zur Übersicht

      Pflege

      Streit mit den Kassen

      Pflegedienste klagen gegen sinkende Vergütungen

      Die Pflegedienste im Nordosten werden rechtlich gegen die niedrigeren Vergütungssätze von drei Krankenkassen vorgehen.

      "Wir werden klagen", sagte Anwältin Sylvia Hacker, die die Pflegedienste rechtlich vertritt, am Mittwoch nach einer Beratung mit rund 500 Vertretern in Linstow (Landkreis Rostock). Die Absenkungen zwischen 8 und 18 Prozent seien "im Interesse der Patienten nicht hinnehmbar", erklärte Martin Scriba vom Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern. "Wir wollen keine Rennpflege", erklärte Sven Wolfgram vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste.

      Hintergrund ist ein langer Streit zwischen der Pflegediensten und den Krankenkassen AOK, IKK Nord und BKK Landesverband Nordwest. Anfang Juni gab es einen Schiedsspruch über die Absenkung der Pflegesätze ab August. Dagegen wird geklagt werden. Auch Demonstrationen seien geplant. Bei den Pflegediensten sind 6.500 Mitarbeiter beschäftigt, die rund 20.000 Patienten betreuen.

      Zurück zur Übersicht

      Ermittlungen im Saarland

      Pfleger sollen Senioren misshandelt haben

      In einem saarländischen Seniorenheim sollen über Monate hinweg Patienten misshandelt und eventuell sogar getötet worden sein - und das, obwohl ihre Station kontrolliert wurde.

      Gegen zwei Pfleger wird ermittelt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Nach Angaben der Arbeiterwohlfahrt (AWO) soll einer der beiden einem Patienten oder einer Patientin eine tödliche Überdosis Morphium verabreicht haben. Eine weitere Patientin soll ohne Narkose an einer offenen Wunde operiert worden sein, einen Tag später starb die Frau. Laut AWO-Sprecher haben die Männer die Vorwürfe teilweise eingeräumt, zum Teil aber auch bestritten. Die mutmaßlichen Taten auf der Pflegestation fielen trotz Kontrollen nicht auf und kamen erst durch Zufall ans Licht: Als im Heim Medikamente fehlten, gerieten die Pfleger offiziell unter Verdacht, wie ein AWO-Sprecher am Mittwoch bestätigte. Zuvor habe es zwar Kritik an der Qualität der Pflege in dem Seniorenzentrum in Elversberg bei Saarbrücken gegeben, sagte Oliver Wermann vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung im Saarland. Bei einer Überprüfung im Dezember seien aber keine Hinweise auf Misshandlungen gefunden worden. Die Patienten sollen zwischen Dezember und Mai misshandelt worden sein. Die AWO hatte die Vorwürfe gegen die beiden 35 und 25 Jahre alten Pfleger am Dienstag öffentlich gemacht.

      Dem Älteren wird in einem Fall Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen, ein weiteres mögliches Tötungsdelikt wird geprüft, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Thomas Reinhardt, sagte. Insgesamt sollen die Pfleger rund ein Dutzend Patienten körperlich und psychisch stark misshandelt haben. Einem Bewohner wurde demnach die Atemkanüle herausgezogen, ein anderer durch Schnitte im Gesicht verwundet.

      Zurück zur Übersicht

      Medizin

      Überhöhte Dosierung

      Baby nahezu erblindet - Oberarzt im Visier

      Im Skandal um verätzte Augen frühgeborener Babys in einer Wuppertaler Klinik sind die Ermittlungen gegen einen Oberarzt ausgeweitet worden.

      Vor vier Monaten waren drei Babys ein falsch dosiertes Medikament in die Augen geträufelt worden. Der Mediziner soll nicht nur für die tausendfach überhöhte Dosierung des Medikaments verantwortlich sein, sondern auch ein Rezept manipuliert haben, um seinen Fehler zu vertuschen. Gegen ihn werde nun nicht nur wegen fahrlässiger Körperverletzung, sondern auch wegen Urkundenfälschung und falscher Verdächtigung ermittelt, bestätigte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Donnerstag Medienberichte.

      Der Fall hatte im vergangenen Februar für Aufsehen gesorgt. Während zwei der Babys wohl ohne bleibende Schäden davonkamen, ist der kleine Linus aus Solingen nahezu erblindet. Eine Augenärztin habe das Rezept für die frühgeborenen Babys ausgestellt und an den Oberarzt gefaxt, so der Staatsanwalt. Um es an die Apotheke weiterzuleiten, habe der Oberarzt die Angaben abgetippt und in seiner Email für die Abkürzung von Milligramm (Mg) den Ermittlungen zufolge den Buchstaben "M" vergessen. Dadurch sei eine tausendfach überhöhte Dosis eines Trägerstoffs von der Apotheke zusammengemischt und den Frühchen in die Augen geträufelt worden. Nachträglich soll der Oberarzt das Original-Fax mit dem Rezept aus den Akten entfernt und durch eine manipulierte Kopie ersetzt haben, auf der der Buchstabe "M" ebenfalls fehlte. Dadurch sei die Schuld fälschlich auf die Augenärztin gelenkt worden, die das Rezept verordnet habe. Kriminaltechniker hätten das Dokument inzwischen eindeutig als Fälschung entlarvt. Für den Oberarzt gelte derzeit weiterhin die Unschuldsvermutung, er sei nicht beurlaubt, so ein Kliniksprecher. Der Betroffene Mediziner war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

      Zurück zur Übersicht

      Neu entdecktes Eiweiß

      Neue Medikamente gegen Infarkte mit weniger Nebenwirkungen

      Herzinfarkte und Schlaganfälle sind in Deutschland die häufigste Todesursache. Neue Medikamente könnten den Patienten nach Angaben von Forschern künftig deutlich besser helfen.

      "Die Hirn- und Herzinfarkte könnten mit den neu entwickelten Medikamenten effektiv verhindert werden, ohne dass sie gleichzeitig zu den teils lebensgefährlichen inneren Blutungen führen", sagte der Leiter des Lehrstuhls für Experimentelle Biomedizin an der Uniklinik Würzburg, Bernhard Nieswandt. Sie wirkten an einem neu entdeckten Eiweiß, das die gefährlichen Pfropfen in den Blutgefäßen auslöse.

      Zurück zur Übersicht

      Diagnose beschleunigen

      Ulm eröffnet Zentrum für Seltene Erkrankungen

      Die Uniklinik Ulm hat das Zentrum für Seltene Erkrankungen (ZSE) eröffnet.

      Wissenschaftler und Ärzte sollen sich dort künftig um Themen wie die rasche Diagnose, Klärung der Krankheitsentstehung und Therapieentwicklung gebündelt kümmern. In Deutschland leiden etwa vier Millionen Menschen unter einer der rund 7.000 sogenannten seltenen Krankheiten wie die angeborene Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose oder rheumatische Erkrankungen bei Kindern. Europaweit sind den Angaben nach um die 30 Millionen Menschen betroffen. Meist ist der Krankheitsverlauf chronisch und noch beträgt die Diagnosedauer etwa 15 Jahre. An der Gründungsfeier will auch Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) teilnehmen.

      Zurück zur Übersicht

      BfArM

      Seit Weihnachten über 1.000 Billigbrustimplantate entfernt

      Den deutschen Gesundheitsbehörden sind seit Weihnachten 2011 mehr als 1000 Fälle von Billigbrustimplantat-Entfernungen gemeldet worden.

      Das teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am Mittwoch in Bonn mit. Bei etwa 27 Prozent der Meldungen mit Angaben zum Zustand der Implantate wurde ein Riss (Ruptur) mindestens eines der mit PIP-Silikon gefüllten Implantate festgestellt. Bei 20 Prozent war das Silikon durch die Implantatshülle ausgetreten. Das Institut erhielt vom 23.12.2011 bis zum 04.06.2012 insgesamt 1.015 Meldungen. Nach Angaben des BfArM sind mittel- und langfristige Gesundheitsrisiken durch Implantate, die mit PIP-Silikon gefüllt sind, nicht auszuschließen. Es empfiehlt weiter die Entfernung.

      Zurück zur Übersicht

      Recht

      BGH

      Kassenärzte nicht wegen Korruption strafbar

      Pharmaunternehmen umgarnen Kassenärzte gern mit Vergünstigungen. Der Bundesgerichtshof spricht zwar von “korruptivem Verhalten” - strafbar sei dies nach geltendem Recht aber nicht. Der Ruf nach schärferen Gesetzen wird lauter.

      Kassenärzte, die für die Verordnung von Arzneimitteln Geschenke von Pharma-Unternehmen entgegennehmen, machen sich nicht wegen Bestechlichkeit strafbar. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss. Beifall fand die BGH-Entscheidung bei den Ärzten. Dagegen forderten Oppositionspolitiker und Krankenkassen rasch ein Anti-Korruptionsgesetz für Mediziner.Die Richter sprechen zwar von “korruptivem Verhalten” - dies sei jedoch nach geltendem Recht nicht strafbar. Die Grundsatzentscheidung des Großen Senats für Strafsachen war im Gesundheitswesen seit Monaten mit Spannung erwartet worden (Az.: GSSt 2/11).

      Zurück zur Übersicht

      Tod eines Herzpatienten

      Staatsanwalt ermittelt wieder

      Der Tod eines Herzpatienten in einem westpfälzischen Krankenhaus vor fünf Jahren beschäftigt weiter die Staatsanwaltschaft.

      Auf Anordnung der Generalstaatsanwaltschaft werde erneut geprüft, ob Ermittlungen auch gegen Verantwortliche der Zweibrücker Klinik eingeleitet werden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag und bestätigte einen Bericht des "Pfälzischen Merkurs". Die behandelnde Ärztin wurde bereits wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Nun gehe es darum, ob Organisationsmängel auf der Station zum Tod des 41-Jährigen beigetragen hätten. Bei einer ersten Prüfung hätten sich dafür keine Anhaltspunkte ergeben. Der Mann war mit einem Herzinfarkt eingeliefert worden und in der folgenden Nacht auf der Intensivstation gestorben.

      Zurück zur Übersicht

      Stellenmarkt

      Bereich, Stelle Firma, Ort Link
      Facility-Management
      Dipl.-Ingenieur/-in
      Kath. Marienkrankenhaus gGmbH
      Hamburg
      » Anzeigen
      Pflege
      Pflegedienstleitung (w/m)
      Kliniken des Landkreises Göppingen gGmbH
      Göppingen
      » Anzeigen
      Medizin
      Leitung Medizincontrolling (m/w)
      Städtisches Klinikum München GmbH
      München
      » Anzeigen
      Management
      Unternehmensbereichsleiter Personal (w/m)
      Asklepios Kliniken Hamburg GmbH
      Hamburg
      » Anzeigen
      Technologie
      Leiter der Technischen Abteilung (w/m)
      Franziskanerbrüder v. Hl. Kreuz e.V.
      Bad Kreuznach
      » Anzeigen
      Management
      Controller/in
      Ev. Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr
      Karlsruhe
      » Anzeigen
      Management
      Leitung der Abteilung Patientenmanagement (m/w)
      Ev. Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr
      Karlsruhe
      » Anzeigen

      Kontakt Anzeigenverkauf
      Adelheid Rödig, Telefon: 0711/8931–326, E-Mail: adelheid.roedig@thieme.de

      Zurück zur Übersicht

      Vorschau

      kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin

      August 2012: Krankenhaushygiene entwickelt sich immer mehr zum Topthema fürs Krankenhausmanagement. Dafür sorgt das neue Infektionsschutzgesetz, aber auch folgenreiche MRSA-Ausbrüche wie zuletzt in Bremen und Leipzig erhöhen die Aufmerksamkeit. Nicht nur für Kliniken werden multiresistente Bakterien zum großen Problem – auch internationalen Organisationen wie der WHO bereiten die Keime großes Kopfzerbrechen, weil sie in der globalisierten Welt schwer zu bändigen sind. In der August-Ausgabe zeigt kma, wie Kliniken ihren Hygieneschutz sinnvoll erhöhen können. Anzeigenschluss: 20.07.2012

      Kontakt Anzeigenverkauf:

      • Standort Wegscheid: Gerhard Hirz, Telefon: 08592/9357-12 oder E-Mail: gerhard.hirz@kma-medien.de
      • Standort Stuttgart: Petra Beutler, Pharmedia GmbH, Telefon: 0711/8931–579, E-Mail: petra.beutler@pharmedia.de
      Zurück zur Übersicht