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Frühjahrssymposium 2005 des ÖVKT
Künftige Kernaufgaben der Krankenhaustechnik

Zum zehnjährigen Bestehen des Verbandes und damit auch der von ihm veranstalteten Fortbildungsveranstaltungen wird der ÖVKT sich in diesem Jahr im Frühjahrssymposium in Wien einem zentralen Thema, nämlich der Definition der eigentlichen Kernaufgaben der Krankenhaustechnik, widmen.
In der relativ kurzen Zeitspanne seit der Gründung des ÖVKT hat sich für viele Bereiche der Krankenhaustechnik das Aufgabengebiet wesentlich verändert. Insbesondere sind – zu den eigentlichen Betriebsführungsaufgaben und dem Management der technischen Investitionen – heute zahlreiche, mit dem Begriff Facility Management zusammengefasste, Aufgaben der Bewirtschaftung des Anlagevermögens dazugekommen.

Neben der Vermehrung der inhaltlichen Aufgaben wurden auch die Strukturen der Leistungserbringung immer wieder diskutiert und verändert. Die Fragestellung “Insourcing versus Outsourcing” ist weiterhin ein häufiges Thema, auch wenn diese Debatte momentan vielleicht nicht so im Vordergrund steht. Jedenfalls hat in der letzten Dekade der Druck der knappen Ressourcen die Arbeitssituation in der Krankenhaustechnik weiter verschärft. Als Ergebnis dieser Entwicklung ist auch – vermutlich flächendeckend – die Belastung der Mitarbeiter gestiegen. Der rasche technologische Wandel ist weiter fortgeschritten, das Schritthalten mit den Ausbildungserfordernissen eine ständige Herausforderung.

Ebenfalls hat sich der Trend, dass Krankenhaustechniker nicht mehr ganz so fern von Patienten arbeiten, sondern in verschiedenen Prozessabläufen immer mehr Teilverantwortung übernehmen, gezeigt.

Für eine erfolgreiche Arbeit werden folgende Faktoren bestimmend sein:

· die konsequente Ausrichtung der Leistungen auf den Betrieb,
· die Optimierung der Leistungserbringung,
· das Erkennen und Nutzen von Synergien in den Prozessen und
· der Aufbau von Kompetenzen.

Man kann daraus schon einige Maßnahmen erkennen, die sich aus der gegebenen Situation ableiten lassen und die bereits fixer Bestandteil unserer Arbeit sind:
· ständige Leistungsverbesserung,
· Ausrichtung auf Qualität und Nutzen,
· Leistungs- und Kostentransparenz,
· ausgesuchtes Aufgabenspektrum,
· Spezialisierung, Fokus auf bestimmte Kernaktivitäten und
· selektive Beschaffungsstrategien für Fremdleistungen.

Die Befürchtungen, die im Zuge der “Outsourcing-Mode” aufgetreten sind,haben sich größtenteils nicht bewahrheitet. Im Gegenteil, das Aufgabenvolumen der Krankenhaustechnik wächst ständig. Die Vorteile einer eigenen kompetenten Technik zeigen sich immer wieder. Aus Kosten- und Leistungsgründen geht die Richtung der Leistungserbringung hin zum gezielten “Insourcing”.

Es ist daher durchaus angemessen und wichtig, einen Blick in die Zukunft zu werfen und sich zu überlegen, wie sich diese Entwicklungen weiter fortsetzen werden. Im diesjährigen ÖVKT-Frühjahrssymposium, das wieder im Otto Wagner Spital der Stadt Wien stattfinden wird, nehmen wir uns dieses Themas an.
· Ein Teil der vorgesehenen Zeit wird Impulsvorträgen gewidmet sein. Neben einer allgemeinen Einstimmung in die Thematik sind Vorträge über Kernaufgaben aus betriebswirtschaftlicher Sicht sowie Erfolgsfaktoren für erfolgreiches Outsourcing vorgesehen.
· Im zweiten Teil des Symposiums wird in gemeinsamer Arbeit der Teilnehmer in Form einer Open-Space-Konferenz auf die Erfahrungen der anwesenden Krankenhaustechniker zurückgegriffen.

Wir wollen versuchen, diesmal nicht über den Weg von bestehenden Konzepten und deren Beurteilung an das Thema heranzugehen, sondern den tatsächlichen Erfahrungsschatz der in der Praxis stehenden Kollegen nutzen, um gemeinsam eine Vorstellung der eigenen Zukunft in unserem Berufsfeld zu entwickeln.  <<
Dipl.-Ing. Josef Aumayr

 

Dipl.-Ing. Josef Aumayr
KMA 05/2005 - Seite: 094

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