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Europäische Konferenz
Etwas bewegen

Etwas zu bewegen ist das Ziel der 1. Europäischen Konferenz über Krankenhaustechnik vom 5. bis 7. September in Baden-Baden. Praxisorientierte Handlungsvorgaben verdichten sich in dem Programm mit Lösungsvorschlägen aus europäischen Nachbarländern zu einem hochkarätigen Informationsangebot für Krankenhaustechniker, die durch Kompetenz überzeugen und zukunftsfähigen Strategien folgen möchten.

Die Einführung der DRG verlangt eine Zuordnung der FM-Kosten zum Patienten. Eine Studie ergab, dass ein großer Teil der Technikkosten den benötigten Flächen im Krankenhaus zugeordnet werden kann. Die Flächen lassen sich dann wiederum diagnostischen und therapeutischen Bereichen anrechnen. Auf diese Weise entsteht ein Schlüssel, mit dessen Hilfe die Kosten im FM direkt einer DRG oder einem Patienten zugrundegelegt werden können. Ohne die tatkräftige und sachkundige Unterstützung des Technikverantwortlichen wird dieser Schlüssel nicht ins Schloss passen.

Gelten die Krankenhäuser derzeit noch als informationstechnologische Dinosaurier, so werden die DRG auch hier eine halsbrecherische Evolution hinein ins Multimediazeitalter forcieren. Jetzt ist es an der Zeit, vorausschauend schlüssige, alle Bereiche sinnvoll vernetzende Gesamtkonzepte zu erarbeiten und umzusetzen. Nicht nur wegen seiner infrastrukturellen, elektronischen und gerätetechnischen Expertise wird der Technische Leiter sich in diesen Prozess entscheidend einbringen müssen. Er wird sich auch beteiligen, wenn es darum geht, die Vertraulichkeit der transportierten und bearbeitenden Daten mit allen technisch verfügbaren Mitteln zu schützen und eine bestmögliche interdisziplinäre Verzahnung zu gewährleisten.
Obwohl oder vielleicht auch weil der technologische Fortschritt Werkzeuge zur Verfügung stellt, die es ermöglichen, beliebig viele Daten zu sammeln, wird es immer schwieriger, die relevanten Informationen von den weniger wichtigen zu trennen. Wie alle Fachbereiche stehen die technischen Abteilungen deshalb vor der Herausforderung, anwendbare und aussagekräftige Performanceindikatoren für ihr eigenes Kerngeschäft in den teilweise unüberschaubaren “Datensümpfen” zu identifizieren. Permanente Ergebnisüberprüfung und -verbesserung, ohne dabei das “übergeordnete Ganze” aus den Augen zu verlieren, lautet die zentrale Vorgabe.
Ein Blick über die Grenzen Deutschlands hinaus zeigt: Österreich scheint uns im Bereich der Klinikökologie voraus zu sein. Die Stadt Wien überzeugt hier vor allem durch ein Ausschreibungs- und Einkaufskonzept, das von vornherein und sehr stringent nur umweltkonforme Produkte zulässt und damit Umweltschutz quasi zum Nulltarif ermöglicht.
Einen Erfahrungs- und Wissensvorsprung mit privatfinanzierten Krankenhausimmobilienfonds haben dagegen die EU-Kollegen aus England. Warum also nicht aus den Fehlern anderer lernen?
Diese kleine Auswahl mag zeigen, wie breit die Themenpalette der Lösungsansätze auf der Konferenz ist. Die Vortragsthemen sind so weitgefächert wie die Alltagsprobleme des Technikverantwortlichen im Krankenhaus und reichen von der Bewirtschaftung eines veralteten Geräteparks mit minimalen Mitteln über Krankenhausbau, -hygiene und -ökologie bis hin zu GmbH-Gründungen und unternehmerischen und strategischen Entscheidungen, die über die Zukunft eines Krankenhauses entscheiden können.

Hinter diesem Spiegel einer zeitgemäßen Klinik-Immobilienwirtschaft steht erstmalig die gebündelte Kompetenz der europäischen Technikervereinigungen. Die Fachvereinigung Krankenhaustechnik und die Wissenschaftliche Gesellschaft für Krankenhaustechnik aus Deutschland haben beschlossen, künftig mit ihren europäischen Partnerorganisationen verstärkt an einem Strang zu ziehen und gezielt Wissen auszutauschen, um so der Stimme der Krankenhaustechnik in den europäischen Gremien mehr Gewicht zu verleihen. Schließlich haben alle europäischen Nationen mit der Umsetzung der europäischen Normen zu kämpfen – eine jede auf ihre Weise. Nur gemeinsam werden die Techniker hier auch Einfluss nehmen können.
Ein ausführliches Tagungsprogramm finden Sie unter
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Maria Thalmayr

Maria Thalmayr
KMA 07/2005 - Seite: 064

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