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Auszug aus dem Artikel

Mammographie-Screening
Frust mit der Brust...

Kein anderer Körperteil hat so eine große Lobby wie die weibliche Brust, glaubt Jan Sebastian Graebe-Adelssen. Er ist der Geschäftsführer der Koorperationsgemeinschaft Mammographie-Screening. Doch ist diese Lobby auch effektiv? Die Einführung eines quali...

Die rote Laterne tragen gleich mehrere Bundesländer: Sachsen, Sachsen-Anhalt, das Saarland, aber auch Rheinland-Pfalz und Hamburg sind bislang nicht durch überhastete Aktivitäten aufgefallen. Die Gründe dafür sind unterschiedlicher Natur...

Komfortabler hat sich die Situation in Niedersachsen gestaltet. Das Bundesland verfügt zusammen über acht Screening-Einheiten. Sie alle wurden bereits 2004 ausgeschrieben. Von 302 Ärzten, die im Raum Niedersachsen und Bremen Mammographie...


...

Köhler: Im internationalen Vergleich – gerade wenn man sich Großbritannien und die Niederlande anschaut – hat die Einführung immer acht bis neun Jahre gedauert. Im Verhältnis dazu, dauert es bei uns gar nicht so lange. Man muss einfach w...

Köhler: Ja, es gab Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses  beziehungsweise des alten Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen, Mammographie-Screening erst in Modellvorhaben zu erproben. Diese Modellvorhaben waren zum Zeit...

Köhler: Es gibt viele Gründe für die Verzögerung. Wir müssen beim Mammographie-Screening mit den Ländern zusammen arbeiten. Wir müssen Meldegesetze ändern lassen, um das Einladungswesen zu organisieren. Von den 2.000 Meldeämtern in Deuts...

Köhler: Ja, von den Ärzten selbst wird dieses Programm durchaus kritisch gesehen. Da sind hohe Qualifikationshürden gesetzt, die sie erfüllen müssen. Und das ist etwas, was Unmut erzeugt. Wenn ich aber sehe, in wie vielen Kursen die Ärzt...

Köhler: Die sind natürlich nicht unwichtig. Die Ärzte müssen ihre Praxen umstrukturieren, weil das Screening von der normalen Versorgung getrennt werden muss. Das sind zusätzliche Investitionskosten. Das habe ich als Radiologe schon in m...

Köhler: Je Mammographie-Einheit – das sind ein Gerät und eine Befundungsstation plus notwendige Personalressourcen und das Einladungssystem – wird das zwischen 600.000 Euro bis 1 Million Euro kosten. ...

Köhler: Da sind wir gerade in einem Prozess ähnlich der Föderalismusdebatte mit den Ländern. Wir versuchen gerade beim Mammographie-Screening, Konzepte und Softwareprogramme zu entwickeln und sie der Gesamtheit der KVen zur Verfügung zu ...

Köhler: Ich kann nur sagen, die Insider wissen alle, dass das System der KVen das Screening voran treibt. Wir haben uns da massiv eingeschaltet. Man muss aber auch wissen: Das ist ein 350-Millionen-Projekt. Ich weigere mich auch, um des ...

Ingrid Mühlnikel
KMA 08/2005 - Seite: 014

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