Inhaltsverzeichnis

Editorial

Namen & Nachrichten

Politik

Wirtschaft

Technologie

Management

Facility Management

Beruf & Karriere

FKT Nachrichten

ÖVKT Nachrichten

Branche

Kommentar

Vorschau

PDF   Kommentieren   E-Mail

Akademischer Managementlehrgang für Technik im Gesundheitswesen
Der erfolgreiche Abschluss eines großen Projektes

Am IMC Management Center Krems wurde am 27. Februar 2006 im sehenswert erneuerten Gebäude der Fachhochschule der 1. Akademische Managementlehrgang für TechnikerInnen im Gesundheitswesen feierlich eröffnet, der vom Österreichischen Verband für KrankenhaustechnikerInnen (ÖVKT) initiiert und gemeinsam mit dem IMC umgesetzt wurde.

Mag. Hans Lichtenwagner, Rektor der FH Krems, betonte die Einzigartigkeit dieses Lehrganges, der in der vorliegenden Form in Europa das erste Mal angeboten werden konnte.

Die wissenschaftlichen Leiter Dipl.-Ing. Dr. Diethard Gstir, M.Sc. (ÖVKT, verantwortlich für die Technik-Module) und Dr. Christian Thoma (Studiengangsleiter Gesundheitsmanagement an der IMC FH Krems und verantwortlich für die Management-Module) verwiesen auf das innovative Modell, in dem Management- und Technikausbildung miteinander verknüpft werden. Für den Praxisbezug, die Vernetzung der Techniker und einen fruchtbringenden Erfahrungsaustausch garantieren hochrangige Vortragende sowie die Abhaltung der Technik-Module vor Ort in Krankenanstalten in ganz Österreich.

Dipl.-Ing. Detlef Mostler – Präsident des ÖVKT – führte in seiner Ansprache aus, dass damit das langjährige Ziel des ÖVKT, eine adäquate Aus- und Fortbildung für Technikerinnen und Techniker, die in den Einrichtungen des Gesundheitswesens tätig sind, in Österreich zu schaffen, erreicht sei. Die Umsetzung der Idee sei Dank des großartigen Einsatzes einer sehr engagierten Arbeitsgruppe in Partnerschaft mit dem IMC relativ kurzfristig gelungen.
Dass Aus- und Weiterbildung gerade in den Einrichtungen des Gesundheitswesens besonders wichtig ist, liege in der hohen Verantwortung der Technik für die Sicherheit und den Betrieb der Kliniken und Krankenhäuser, in der kurzen Halbwertszeit der dort eingesetzten Technologien und in den in immer kürzeren Abständen herauskommenden neuen Vorschriften und gesetzlichen Regelungen. Die rasch erfolgenden Veränderungen im eigenen Verantwortungsbereich wären eine weitere Motivation für alle Technikerinnen und Techniker, sich für die Aus- und Weiterbildung zu interessieren.
Wichtig sei aber heute nicht das Anhäufen von theoretischem Wissen in Technik und Management, nicht das Nachbeten von neuem Managementglauben, verbreitet von Gurus, sondern das Erwerben von Kenntnissen aus der praktischen Anwendung und das Kennenlernen von innovativen Produkten, neuen Methoden und Realisierungen, die sich im Feld als “Best Practice” herausgestellt hätten. Das wolle man vor allem auch hier in diesem Lehrgang vermitteln.

Durch die wandernde Ausbildung quer durch Gesundheitseinrichtungen in ganz Österreich biete sich die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches im operativen Bereich des täglichen Geschäftes und den dabei angewandten Strategien sowie des Erkennens von Trends und von bereits umgesetzten Entwicklungen.
Es gehe aber auch um die eigene persönliche Entwicklung und die Findung des eigenen Weges. Dazu zählen natürlich die Analyse der Stärken und Entwicklungspotentiale des eigenen Know-hows sowie das Erkennen jener Impulse und Anregungen aus dem Bildungsangebot, die für sich selbst von besonderer Bedeutung seien.
Im Management- und Führungsbereich gäbe es für die Techniker durch die kurzen Lebenszyklen der Methoden und die Instabilität der entsprechenden Vorgaben aus dem politischen Sektor des Gesundheitswesens immer wieder Neues zu lernen. Leider weise schon die Grundausbildung der Technikerin und des Technikers hier Lücken auf. Das IMC der FH Krems, in der Managementausbildung langjährig tätig, gewährleistet ein innovatives Bildungsangebot.
Das Ganze werde darauf ausgerichtet sein, im Prinzip komplizierte Strukturen, Prozesse und Technologien verständlich aufzubereiten, auf das Wichtige zu reduzieren und auf den betrieblichen Erfolg auszurichten. Das hieße aber nicht, Kochrezepte zu produzieren und nachzuahmen, sondern vielmehr anstehende Probleme effektiv analysieren, aufzubereiten und lösen zu verstehen. Es liege nun an den Studierenden, jene Kenntnisse und Fähigkeiten sich zu erarbeiten, die ihnen dann in ihrem weiteren Berufsleben zu Gute kommen und sie für die zukünftigen Herausforderungen qualifizieren würden.

Dipl.-Ing. Mostler dankte jenen, die zum Gelingen des Lehrganges beigetragen haben, den Vortragenden und für die Abwicklung Verantwortlichen für den Einstieg in eine neue Aufgabe, den Teilnehmern für Ihre Weitsicht und Ihre Bereitschaft, die Strapazen einer solchen Ausbildung auf sich zunehmen, den Firmen und Betrieben für die allfällige Unterstützung in welcher Form auch immer und den Angehörigen der Teilnehmer für das Verständnis.
Die Pflege des Wissens und der Erfahrung sei eine bedeutende persönliche Aufgabe und Herausforderung im Interesse unserer Zukunft.
Am Ende seiner Ausführungen eröffnete Dipl.-Ing. Mostler den akademischen Managementlehrgang und wünschte den 23 Teilnehmern viel Erfolg.  <<
Gertrude Schulterer,
ÖVKT-Schriftführerin

Gertrude Schulterer, ÖVKT-Schriftführerin
KMA 03/2006 Seite: 080

Kommentar hinzufügen

Hinweis: Kommentare können von allen Besuchern gelesen werden. Nutzen Sie daher bitte die Kommentarfunktion ausschließlich für einen Kommentar zu diesem Artikel. Allgemeine Fragen zum Artikel können Sie gerne über das Kontaktformular an uns richten.

Ihr Name:*
Betreff:*
Kommentar:*
Sicherheitscode:* 

Bitte Lösung der gestellten Rechenaufgabe eintragen!
 
* Pflichtfelder