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Zehn Jahre kma
Zukunftsbranche Gesundheit

Vor Ihnen liegt die 120. Ausgabe von kma. Die zehn Jahre des Erscheinens mit dem Wandel von der Fachzeitschrift Klinikmanagement aktuell zum Branchenmagazin für die Gesundheitswirtschaft spiegeln die rasante und nicht vorausgeahnte Entwicklung im deutschen und europäischen Gesundheitswesen wider.

Es war Dietmar Haake, der mich im Frühjahr 1996 in Bochum besuchte und auf die Parallele des Entstehens eines neuen Fachmagazins und eines neuen Krankenhauses in Berlin-Marzahn aufmerksam machte. Es folgten Diskussionen über das digitale und möglichst rasch papierlose Krankenhaus, über notwendige Struktur- und Hierarchieveränderungen in den deutschen Kliniken, über elektronische Zeiterfassung, Haustarife, leistungsorientierte Vergütung, über Outsourcing und die unterschätzte Bedeutung der betrieblichen Altersversorgung – nicht nur im Krankenhausbereich. Bessere Zeitzeugen, Deskriptoren, aber auch Gestalter als die drei Chefredakteure Gunter Murzin (1996 bis 1999), Uwe K. Preusker (1999 bis Mitte 2003) und Ulrich Glatzer hätte man sich nicht wünschen können.

Jubiläen verleiten zum Erinnern: Gunter Murzin habe ich erstmalig 1998 als Partner, besonders aber als kritischen Begleiter des inzwischen etablierten Hauptstadtkongresses erlebt. Einer der ersten Aufträge als Chefredakteur führte Uwe K. Preusker zum Deutschen Ärztetag nach Cottbus, der Premiere von Andrea Fischer, dem erstmaligen Duell um das Präsidentenamt zwischen Jörg-Dietrich Hoppe und Frank-Ulrich Montgomery, der so lange ersehnten Verabschiedung des Fortbildungszertifikates der deutschen Ärzteschaft. Gut erinnerlich die Prognosen dieser Zeit: 60.000 arbeitslose Ärztinnen und Ärzte, die vitale Bedrohung der Kliniken durch unbezahlbare Haftpflichtprämien, die nur durch umfassendste Riskmanagementsysteme zu verhindern wären, der Totalausfall aller DV-gestützten Systeme für die Nacht zum 1. Januar 2000. In Wahrheit erwies sich die Informationstechnologie als äußerst stabil und zukunftsträchtig, die – aus meiner Sicht positiven – Veränderungen der Krankenhauslandschaft resultieren aus den DRG, der Privatisierung und Professionalisierung aller Beteiligten.

Verbunden mit der herzlichen Gratulation an die Fachleute, denen wir monatlich die kma zu verdanken haben, bleibt der Blick in die Zukunft und das persönliche Credo. Das so schlecht geredete und angeblich kaum finanzierbare deutsche Gesundheitswesen wird hochinteressant für in- und ausländische Investoren. Leistungserbringer und Ökonomen werden sich aneinander gewöhnen und feststellen, dass – nicht anders als im Fußball – nur die Teamleistung zählt. Jeder zehnte Beschäftigte in Deutschland arbeitet mittelbar oder unmittelbar im Gesundheitswesen, Exportchancen sind absehbar. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Stärkung der Prävention, dem Abbau der Sektorengrenzen zwischen den ambulanten und stationären Akutversorgungsbereichen, aber auch hin zur Rehabilitation, in der Berücksichtigung ethischer Aspekte und schließlich in dem Zukunftsthema Gesundheitswirtschaft.

Auf ein vivat, crescat, floreat der kma.
Viel Freude
bei der Lektüre unserer Jubiläumsausgabe.

kma 06/2006 Seite: 003

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