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Gesundheitswirtschaft

Frühlingsboten

Der ungewöhnlich warme Winter, teilweise kluge Ideen zum Klimaschutz und Eisbärbaby Knut haben die Themen Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft vorübergehend aus den Schlagzeilen verdrängt. Nahezu geräuschlos ist deshalb zum1. April die Gesundheitsreform in Kraft getreten. Bis zur letzten Minute wurde nachgebessert. Was das im Einzelnen für die verschiedenen Akteure bedeutet, bleibt abzuwarten.

Auf dem Krankenhausmarkt ist der Privatisierungstrend ungebrochen. Vorpommern weist den höchsten Privatisierungsgrad auf, Bayern bleibt landratsdominiert, NRW ist Musterbeispiel professionalisierter freigemeinnützer Trägerschaften. Das Bundeskartellamt hat es geschafft, in jede Trägerwechseldiskussion einbezogen zu werden. Angesichts von noch immer mehr als zweitausend deutschen Akutkliniken schwer verständlich. Ausländischen Investoren ist der große Durchbruch beim Kauf von Krankenhäusern noch immer nicht gelungen, in der Pipeline sind jetzt Gesundheitszentren mit Patientenhotels und neuen Formen von Ambulatorien. Beispielhaft die Überlegungen zur Folgenutzung des Flughafens Berlin-Tempelhof.

Hochinteressante – und wie ich finde – intelligente Lösungen zeichnen sich an den deutschen Universitätskliniken ab. Nach den Patzern bei der DRG-Einführung soll die Vorreiterrolle zurückerobert werden, alle Gesellschaftsformen sind denkbar bis hin zur gemeinnützigen Stiftung; die europäischen Nachbarn sind Teil der Planungen wie in Kiel, Homburg/Saar oder in Aachen. Die Universitätskanzler haben sich im März erstmals mit der privaten medizinischen Hochschule beschäftigt, MUMS (Maimonides University Medical School), die nur noch auf das grüne Licht des Wissenschaftsrates wartet.

Auch auf dem Gebiet der Gesundheitswirtschaft tut sich einiges. Es gibt erfreuliche Signale, dass die unterschiedlichen Initiativen aufeinander zugehen und die Interessen bündeln werden. Ich bin ganz optimistisch, dass wir schon zum Hauptstadtkongress im Juni Ergebnisse präsentieren können.

kma ist Medienpartner der ITeG, die erstmalig in Berlin stattfindet. Vor zehn Jahren gelang in Deutschland die DV-Implementierung über die Administration hinaus in die medizinischen Abläufe, heute gehören Begrifflichkeiten wie KIS, KIKS, PACS und RIS zum selbstverständlichen Repertoire, Stations- und Rettungsstellenarbeitplätze sind elektronisch, die OP-Abläufe sind für alle Beteiligten, auch die Angehörigen der Patienten transparent. Telematik ist nicht mehr das Reizwort für die Finanzierung der elektronischen Gesundheitskarte, sondern Synonym für sehr konkrete qualitativ hochstehende und wettbewerbsfähige Formen der Zusammenarbeit besonders auf den Gebieten der Radiologie, der Pathologie, der Kardiologie und der Wundkontrolle.

Wenn wir die Überwindung der Sektorengrenzen ernsthaft wollen, bedarf es möglichst rasch identischer Dokumentations- und Vergütungssysteme, die elektronische Kommunikation ist unabdingbare Voraussetzung.

Axel Ekkernkamp
kma 04/2007 - Seite: 003

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