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Gesundheitswirtschaft

Eine Branche formiert sich

Auf dem Hauptstadtkongress im Mai hat Bundesministerin Annette Schavan zum Wettbewerb der Gesundheitsregionen aufgerufen. Nach zunächst zögerlichen Reaktionen sind jetzt alle Hebel umgelegt, die Verantwortlichen haben sich gerüstet. Masterpläne werden verglichen, Leuchttürme präsentiert, das Ganze um Aspekte der Lebenswissenschaften bereichert – man darf gespannt sein.

Eine wichtige Rolle wird das Thema Gesundheitswirtschaft einnehmen. Nach dem Konsens über die Bedeutung einer solchen Thematik muss jetzt an klaren Definitionen gearbeitet werden. Es gibt positive Signale, dass sich die Repräsentanten bisher sehr unterschiedlicher Organisationen der Gesundheitswirtschaft miteinander austauschen und die zum Teil noch divergierenden und damit international verpuffenden Aktivitäten bündeln wollen. Dies gilt für Kongresse, Medien, aber auch für die Politik. In den Wirtschaftsministerien von Bund und Ländern nimmt man sich (endlich) der Thematik ernsthaft an.

Das Gutachten des Sachverständigenrates ist verdaut, die Aufgabenverteilung im Gesundheitswesen ist zu überdenken. Vertreter der Gesundheits- und Krankheitsberufe, der Physio- und Ergotherapeuten positionieren sich geschickt, die Ärzteschaft hat Nachholbedarf, um nicht weiter ins Hintertreffen zu geraten. Die Antragsflut auf Gründung von Fachhochschulen zur Durchführung von Bachelor- und Master-Studiengängen, was neben pädagogischer Motivation auf günstigste Businesspläne zurückzuführen ist, hat Meinungsführer der wissenschaftlichen Fachgesellschaften und der medizinischen Fakultäten wachgerüttelt. Ein weiteres Auseinanderdriften der Ausbildung von Medizinstudierenden in den medizinischen Fakultäten und der anderen Gesundheitsberufe an Fachhochschulen mit dem erstmaligen Zusammentreffen als Jung-Akademiker im Krankenhaus dürfte verheerende Konsequenzen haben.

Im Oktoberheft präsentieren wir aktuelle Konzepte beim Neubau von Krankenhäusern. Vor zehn Jahren machte die Inbetriebnahme des 68. Berliner Krankenhauses in Marzahn Furore. Heute kann ich bestätigen, dass sich die Planung aus einem Guss unter Verwendung modernster Technik bewährt hat: Qualität und Wirtschaftlichkeit, nicht zuletzt für die Kostenträger, sind messbar. Die Trias des Erfolges der Marzahner Klinik lag in der Krankenhausarchitektur, der Ausstattung mit modernstem Gerät und ausgewählten Mitarbeitern, die freiwillig die Herausforderung digitaler Abläufe suchten. Apropos Krankenhausplaner: Es überrascht, wie viele ausländische Investoren deutsche Experten bitten, Kliniken in Nah- und Fernost nach deutschem Vorbild zu bauen.

Vor Ihnen liegt ein gut recherchiertes und wirklich spannendes Oktoberheft. Im Namen der Herausgeber wünsche ich Ihnen viel Freude bei der Lektüre.

Axel Ekkernkamp
kma 10/2007 - Seite: 003

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