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Seite: 138

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Gleichstellungsgesetz

Alles bleibt anders

Als das Allge­meine Gleich­be­hand­lungs­gesetz (AGG) im Sommer 2006 in Kraft trat, fürch­teten Kranken­häuser eine Prozessflut. Ein Jahr später zeigt sich: Der Wider­stand von Arbeits­geber- und Wirtschafts­ver­bänden hat höhere Wellen geschlagen als das Regelwerk selbst. Im Alltag von Kliniken spielt das AGG kaum eine Rolle.

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Auszug aus dem Artikel

Arnold Hartkämper hatte sich einen einträg­li­cheren Job ausgemalt. Als im August 2006 das Allge­meine Gleich­be­hand­lungs­gesetz (AGG) in Kraft trat, beschloss der arbeitslose Krankenpf­leger, AGG-Hopper zu werden. Sein Plan: Stellen­an­zeigen für Pflege­kräfte nach ausgren­zen...

Dass Stellen nicht nur für Männer oder nur für Frauen ausge­schrieben werden dürfen, war den meisten Häusern bereits in Fleisch und Blut überge­gangen – nur wenige suchten noch “eine Sekretärin” oder “einen Hausmeister”. Mit dem AGG geht es nun auch an das...

532 Millionen Euro gaben Unter­nehmen der Studie zufolge allein für Schulungen von Mitar­beitern aus, weitere 602 Millionen für das Einführen neuer, einheit­licher Maßstäbe und für strate­gische Imple­men­tie­rungen. 63 Prozent der befragten Unter­nehmen hätten ihre Mitar­beiter ...

Selbst bei konfes­sio­nellen Trägern gehe Fachliches vor, urteilen Branchen­kenner. Erst an zweiter Stelle stehe der Wunsch nach Führungs­kräften mit christ­lichen Einstel­lungen. Doch eine AGG-Klausel erlaubt es kirch­lichen Arbeit­gebern sogar, konfes­si­onslose Bewerber abzule...

Rund 1,73 Milli­arden Euro hat das AGG deutsche Unter­nehmen gekostet. Vor allem die Schulungen und die Einführung neuer einheit­licher Maßstäbe waren teuer. Die Kranken­häuser konnten endlich einmal sparen: Das AGG hat ihnen kaum Kosten verur­sacht. ...

Im AGG ist ein Indizi­en­beweis festge­schrieben. Das heißt, dass der Arbeit­geber beweisen muss, dass die unter­schied­liche Behandlung erlaubt war. Beispiel: Eine blinde OP-Pflege­kraft muss auch weiterhin keine Klinik einstellen. Ausnahmen außerhalb der Berufswelt sind private...

Das Gesch­lecht im Mittel­punkt
Deutschland hat seit August 2006 eine Antidis­kri­mi­nie­rungs­s­telle, an die Bürger sich mit Fragen wenden können. Die Einrichtung, die auf EU-Vorgaben zurück­zu­führen ist, hat bis zum 20. September 2007 jeweils 26 Prozent An...

Martina Janning
kma 11/2007 - Seite: 116