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Fortbildung in Thüringen

Technik im Klinikzusammenschluss

Vier Thüringer und zwei bayerische Krankenhäuser kooperieren seit Beginn dieses Jahres in einem regionalen Klinikzusammenschluss, der 3.000 Mitarbeiter unter einem Dach vereint. Die beginnende Zusammenarbeit der technischen Abteilungen war eines der Themen auf der letzten Fortbildungsveranstaltung der Regionalgruppe Thüringen in der St.-Nepomuk-Klinik in Erfurt.

Weitere inhaltliche Schwerpunkte waren der Neuentwurf der DIN 1946 Teil 4 für raumlufttechnische Anlagen im Krankenhaus sowie ein Erfahrungsbericht über die Zusammenarbeit der SRH Klinik Suhl mit einem FM-Anbieter im Bereich der Wartungsverträge.

Die Krankenhäuser Sonneberg, Neuhaus, Hildburghausen und Schleusingen aus Thüringen und Lichtenfels und Coburg aus Bayern arbeiten seit dem 1. Januar 2008 als Regiomed-Kliniken in einer GmbH zusammen. Der so entstandene Krankenhauskonzern mit Sitz in Sonneberg will mit rund 3.000 Beschäftigten und circa 1.700 Krankenhaus- und Pflegebetten die medizinische Versorgung der Region dauerhaft und wirtschaftlich sicherstellen. Im Verbund soll es gelingen, an allen Standorten sich ergänzende medizinische Angebote aufzubauen und damit die wohnortnahe Krankenhausversorgung mit medizinischen Spitzenleistungen abzusichern. Die Nutzung von Synergieeffekten, Erfahrungsaustausch und gemeinsame Projekte sollen die Leistungsfähigkeit aller Krankenhäuser erhöhen. Weiterhin will man Dienstleistungen bündeln, so dass die Unternehmen effektiver arbeiten können.

Das macht die Sache natürlich gerade auch für die Technik spannend. Man wird sich annähern und klären müssen, wer künftig was macht. Erste Gespräche, die eine Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch beleben sollen, haben bereits stattgefunden. „Speziell im Bereich Technik gibt es monatliche Zusammenkünfte, in denen wir uns über die Bündelung von Leistungen unterhalten, die Zusammenlegung von Wartungsverträgen in Betriebs- und Medizintechnik und Tüv-Prüfungen beispielsweise. Das ist jedoch erst einmal im Gespräch und wird noch vorbereitet. Konkrete Vereinbarungen gibt es dazu noch nicht“, berichtet Jörg Beutel. Entlassungen, wie von vielen befürchtet, haben bislang nicht stattgefunden – nach offiziellen Statements soll das auch nicht notwendig sein.

Viel Wissenswertes zur DIN 1946 Teil 4 erörterte Friedrich Welcker vom Thüringer Landesamt für Lebensmittel­sicherheit und Verbraucherschutz. Die wesentlichen Merkmale der DIN sind die Optimierung von OP-Konzepten und die Integration der RKI-Vorgaben. Weiterhin sind die Typ-, Abnahme- und Routineprüfung von OP-Zuluftdecken-Systemen definiert worden mit den Zielen:

  • Flexibilität in der Krankenhausplanung mit gleichzeitig eindeutigen Planungsparametern,
  • Verschlankung und Neustrukturierung der DIN-Vorschrift,
  • Minimierung der Investitions- und Betriebskosten,
  • Einarbeitung der Inhalte der VDI 6022 und der Wartungsvorgaben,
  • Entwurf für eine europäische Cen-Richtlinie (03-2005).

Welcker ging in seinem Vortrag auf neue und alte Raumklassen ein, erörterte RLT-Konzepte, ihre Vor- und Nachteile, Reinigung, Desinfektion und Instandhaltung, Prüfmethoden und hygienetechnische Anforderungen.

Über die Zusammenarbeit der SRH Klinik Suhl mit Hochtief wurde bereits in der letzten Fortbildungsveranstaltung der Regionalgruppe Thüringen ausführlich berichtet. Im Rahmen eines Servicevertrages hat sich das Dienstleistungsunternehmen verpflichtet, die Kosten für sämtliche Wartungsverträge, die das SRH Klinikum für seine haustechnischen Anlagen abgeschlossen und laufen hat, zu senken. Der Dienstleister arbeitet dazu mit den Wartungspartnern zusammen und hat neue Preise ausgehandelt. Da der Prozess noch am Anfang steht, können aber nach wie vor keine konkreten Zahlen zu diesem einzigartigen Benchmark-Vertrag genannt werden. Die Regionalgruppe Thüringen bleibt dran.


Beutel bleibt Regionalgruppenleiter

Im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung in der Erfurter St.-Nepomuk-Klinik wurde auch gewählt. Jörg Beutel von den Medinos-Kliniken des Landkreises Sonneberg GmbH wurde als Regionalgruppenleiter ebenso im Amt bestätigt wie sein Stellvertreter Roland Kleinschmidt.

Maria Thalmayr
kma 10/2008 - Seite: 084-085

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