Der CO2-Ausstoß in Deutschland soll bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 1990 um stattliche 40 Prozent gesenkt werden, durch einen sparsameren Umgang mit Energie, durch eine Erhöhung der Energieeffizienz um 20 Prozent und vor allem auch durch einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien – ebenfalls um 20 Prozent. Die juristischen Grundlagen dafür wurden unter anderem durch ein überarbeitetes Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG 2009), ein überarbeitetes Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) und ein neues Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz (EEWärmeG) geschaffen.
Das neue KWK-Gesetz begünstigt die Errichtung möglichst vieler neuer Blockheizkraftwerke durch eine starke Förderung insbesondere kleiner Anlagen. Die Zuschläge für in BHKWs erzeugte Energie – nunmehr auch für den selbst genutzten Strom – gewährleisten darüber hinaus, dass diese Anlagen zur Erzeugung von Wärme und Strom derzeit in jedem Krankenhaus wirtschaftlich sind. Gefördert wird auch die Modernisierung von Altanlagen. Das neue EEWärmeG ist seit dem 1. Januar 2009 gültig. Es gilt für Neubauten mit mehr als 50 Quadratmetern Nutzfläche und verlangt: „Eigentümer von Gebäuden, die neu errichtet werden, müssen den Wärmebedarf durch die anteilige Nutzung von erneuerbaren Energien decken.“ Diese Forderung gilt unter anderem als erfüllt, wenn 50 Prozent des Wärmebedarfs aus hocheffizienten KWK-Anlagen oder Anlagen zur Nutzung von Abwärme gedeckt werden.
Der Energieverbrauch der Krankenhäuser liegt immer noch auf hohem Niveau. Der erwartete überproportionale Anstieg der Energiekosten in den nächsten Jahren erzeugt hier enormen Handlungsbedarf. Durch die neuen Gesetze rund um das Thema Energie und entsprechende Fördermaßnahmen wurden optimale Bedingungen geschaffen, um die bestehenden Einsparpotenziale zu erschließen – wenn also nicht jetzt, wann dann?
Auf der Topclinica – einer neuen Krankenhausfachmesse vom 24. bis 26. Juni 2009 in Stuttgart – widmet die Fachvereinigung Krankenhaustechnik diesem ebenso umweltrelevanten wie wirtschaftlich bedeutenden Thema deshalb viel Raum. Jörn Heilemann und Matthias Kabus werden hier die gesetzlichen Regelungen, ihre Auswirkungen auf die Praxis, die bestmögliche Nutzung öffentlicher Fördermittel, aber auch privater Finanzierungsmodelle, Musteranlagen, moderne und zukunftsweisende Antriebstechnologien und vieles mehr erörtern. Weitere Themen der FKT-Tagung in Stuttgart werden das Projektmanagement und standardisierte Umweltinformationen für die Herstellung, Beschaffung und Anwendung von Produkten im Krankenhaus sein.
Inhaltsverzeichnis
Ausgabe

kma 05/2009
Editorial
Namen & Nachrichten
UKE-Neubau
Rebellion der ChefärzteSeite: 6Fort- und Weiterbildung
PflegevideothekSeite: 11
Rechtsdepesche
Namen & Nachrichten
Zusatzbeiträge
Anlass zum KassenwechselSeite: 14Usability
Macken im Kis findenSeite: 17Wissensorganisation
Vorbilder gesuchtSeite: 17Gesundheitsfonds
UnfinanzierbarSeite: 18
Politik
CSU-Konzept
Der ZauberlehrlingSeite: 24
Unternehmen & Märkte
Krankenhausverbünde
FusionsfieberSeite: 32Aktueller Fall
Signale aus den BergenSeite: 39Klinik-Aktien
Verkannte TalenteSeite: 40Rhön-Klinikum
Alles im PlanSeite: 41Fresenius
Ohne SorgenSeite: 43
Technologie
Teleradiologie
Kein Weg zu weitSeite: 46
Spezial
Andrologie
Der MännerschwerpunktSeite: 50LED
Licht der ZukunftSeite: 52
Management
Honorarärzte
Teure LückenbüsserSeite: 58
Facility Management
Hygiene
Gefährliche BiotopeSeite: 64
Beruf & Karriere
Kündigung
Abgang mit StilSeite: 72
FKT Nachrichten
ÖVKT Nachrichten
Blick in die Wirtschaft
Kommentar
Wahlkampf
EnttäuschendSeite: 98
Vorschau
FKT auf der Topclinica
Erneuerbare Energien und Blockheizkraftwerke
Nach dem Willen der Bundesregierung sollen erneuerbare Energien und Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung im Krankenhaus künftig eine sehr viel größere Rolle spielen als bisher. Auf einer FKT-Fachtagung im Rahmen der Topclinica in Stuttgart werden die entsprechenden juristischen Grundlagen und Möglichkeiten der staatlichen Förderung erörtert.
Maria Thalmayr
kma 05/2009 - Seite: 085-085








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