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Bundestagswahl

Abschied von der Staatsmedizin

Die Würfel sind gefallen: Eine bürgerliche Koalition kann mit stabilen Mehrheiten in Bundestag und Bundesrat regieren. Manch vertrautes Gesicht wird uns fehlen, dabei denke ich an Ulla Schmidt, Klaus Theo Schröder, Wolfgang Tiefensee, Hans Georg Faust, Hubert Hüppe und auch Andreas Storm. Bei aller Kritik im Tagesgeschäft muss den Genannten Dank und Anerkennung für ihren großen Einsatz, ihre Standfestigkeit und auch für eine Reihe schwer erkämpfter Erfolge gezollt werden.

Die FDP konnte sich über elf Jahre in der Opposition reorganisieren und klare liberale Standpunkte erarbeiten. Gespannt sind wir auf Modifikationen des Gesundheitsfonds, erhofft wird die Stärkung der freien Berufe und des Wettbewerbs unter den Leistungserbringern sowie die Reduzierung der Steuerlast. Die private Krankenversicherung atmet jetzt auf, die Bürgerversicherung ist passé. Hoffnungsschimmer auch bei den privaten Bildungsträgern: Nun sollte es gelingen, an der Seite der bewährten öffentlichen medizinischen Fakultäten auch private Anbieter zuzulassen, um die klassischen Heilberufe, aber auch die weiteren Gesundheitsprofessionen mit neuen Inhalten mehrsprachig und facettenreich auszubilden. Die schwarz-gelbe Koalition in Düsseldorf hat mit der Hochschule der Gesundheitsberufe Pflöcke eingeschlagen – die Richtung stimmt.

Von der neuen Regierungskoalition erhoffe ich mir die Auflösung des Investitionsstaus der Krankenhausfinanzierung - am liebsten mit Einführung der Monistik – und die Stärkung der personalisierten Medizin mit Rückenwind des Bundes. Merkel und Westerwelle werden sich aber auch daran messen lassen müssen, ob sie es schaffen, die sozialen Sicherungssysteme zukunftsfähig zu gestalten. Insbesondere in der Kranken- und Pflegeversicherung wartet man auf rasche Lösungen. Die von der FDP früher kritisierte gesetzliche Unfallversicherung hat sich erfreulicherweise schon von innen heraus reformiert. Und die Gesundheitswirtschaft? Auch sie darf hoffen: Gesundheits-, Wirtschafts-, Finanzministerium und das Bundeskanzleramt werden sich dieser Thematik bevorzugt annehmen.

Der Oktober wird anstrengend - Frau Merkel und Herrn Westerwelle wünschen wir eine glückliche Hand in der Personalauswahl. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, viel Freude und neue Erkenntnisse bei der Lektüre der Oktoberausgabe von kma.

Herausgeber Axel Ekkernkamp
kma 10/2009 - Seite: 003-003

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