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Landesgruppentagung in Köln

Impulse für eine bessere Technik

Sonderentgelte für Wahlleistungen, ein Systemcheck für die Eigenherstellung von Medizinprodukten, Energiesparen, Gefahrstoffe und Brandschutz … – die Landesgruppentagung der Nordrhein-Westfalen am 16. September in Köln spannte thematisch einen weiten Bogen um die Krankenhaustechnik. An die 100 Teilnehmer nutzten diese Gelegenheit, sich neue Impulse und Anregungen zu holen und informativ am Ball zu bleiben.

Wie müssen Patientenzimmer ausgestattet sein, damit sie nicht nur ansprechend aussehen, sondern auch die Abrechnung der von der PKV an genau definierten Kriterien festgemachten Zuschläge für nicht ärztliche Wahlleistungen erlauben und damit zusätzliche Einnahmen für das Krankenhaus einbringen? Antworten auf diese auch für Techniker nicht uninteressante Frage boten die Vorträge von Rechtsanwalt Horst-Andreas Harsdorf-Gebhardt, Uwe Karmrodt und Gabriele López Altuna. Sie erörterten unter anderem, dass die Nasszellen eine bestimmte Mindestgröße haben müssen, damit ein Zimmer als Komfortzimmer abgerechnet werden kann. Dass ein Balkon oder eine Terrasse, Besucherecken, Kühlschränke, Safes, Internetanschluss oder hübsche Dekorationen den einen oder anderen Euro mehr bringen und dass man auch durch besondere Service­leistungen Mehreinnahmen für das eigene Krankenhaus generieren kann.

Klare Impulse für mehr Nachhaltigkeit setzte Hermann Wester mit seinem Vortrag „Maßstäbe setzen, Chancen nutzen“. Der Energieberater rief sehr eindringlich dazu auf, bei Kaufentscheidungen neben den Investitionskos­ten endlich auch Folgekosten und die ökologische Relevanz der zur Wahl stehenden Geräte, Anlagen und Betriebsmittel zu berücksichtigen, und brach in diesem Zusammenhang eine Lanze für die verstärkte Nutzung von LED-Lampen, die zwar in der Anschaffung zunächst teurer seien, dafür aber weit länger halten als Glühlampen, Leuchtstoffröhren oder Energiesparlampen und gleichzeitig viel weniger Strom verbrauchen. Wolle man Trinkwasser preisgünstig, umweltbewusst und praktikabel zur Verfügung stellen, solle man auf Wasserspender zurückgreifen, empfiehlt Wester weiter. Außerdem rät er jedem Krankenhaus, die Energieverbräuche zu analysieren und technische Optimierungen durchzuführen. Controlling, Monitoring, Wartung und vorbeugende Instandhaltung seien wichtige Instrumente, um Kosten und Energie zu sparen. Bei der Stromversorgung sollte man keine langfristigen Bindungen eingehen, konventionelle Lieferverträge kündigen und neu verhandeln.

Einkaufspools, Bündel- und Verbundlösungen seien ebenfalls probate Mittel, um die Energiekosten zu senken. Thorsten Gamm erörterte dazu in einem weiteren Vortrag Möglichkeiten zur optimierten Kälteerzeugung im KWK-Kältepool. Der TÜV Rheinland stellte der Fachvereinigung Krankenhaustechnik nicht nur seine Räumlichkeiten zur Verfügung, sondern brachte sich auch mit zwei sehr interessanten Vorträgen in die Tagung ein. Peter Bruckhaus sprach über den „Einsatz von Gefahrstoffen unter Berücksichtigung von Controlling und Risikomanagement im Krankenhaus“. Jost Dieter gab den Teilnehmern einen Systemcheck für mehr Sicherheit bei der Eigenherstellung von Medizinprodukten an die Hand. Mit der gewagten These, dass Brandschutzübungen, wie sie in vielen Krankenhäusern durchgeführt werden, im  Ernstfall wenig nutzen, konfrontierte Thorsten Prein in seinem Vortrag „Planung einer Brandschutzgroßübung im Krankenhaus“ das Auditorium.

Mehr dazu lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben. Martin Blasig, Geschäftsführer der katholischen Kliniken Ruhrhalbinsel in Essen, konnte den Technischen Leitern nicht sehr viel Mut machen, was die Finanzierung all dieser für die Zukunftssicherung der Krankenhäuser eigentlich so wichtigen Maßnahmen angeht. Das Geld für eine gut funktionierende Technik im Krankenhaus bleibt knapp. Da haben und werden auch die 3,5 Milliarden aus dem Konjunkturförderprogramm nur ein Tropfen auf den heißen Stein bleiben. Lesen Sie dazu mehr im Beitrag „3,5 Milliarden werden nicht reichen“ in der kma-Beilage Krankenhaustechnik in dieser Ausgabe.

Die Präsentationen zur Tagung finden Sie im Internet unter: www.fkt.de



Schon jetzt vormerken: Vom 5. bis 6. Oktober 2010 ist BuFaTa

Im April dieses Jahres bot die European Conference for Hospital Engineering (ECHE) in Goes den Technischen Leitern die Möglichkeit, sich über den Tellerrand der eigenen Landesgrenzen hinaus mit Denkansätzen aus den europäischen Nachbarstaaten und EU-weit aktuellen Themen auseinanderzusetzen. Nächstes Jahr ist wieder eine Bundesfachtagung an der Reihe. Sie findet am 5. und 6. Oktober 2010 in Essen statt. Nicht nur Krankenhausingenieure, sondern Angehörige aller im weitesten Sinne mit Krankenhaustechnik befassten Berufsgruppen sind eingeladen, hier aus praxisorientierten und auf das aktuelle Geschehen in Deutschland zugeschnittenen Vorträgen und Workshops neue Ideen und wichtige Informationen für ihre tägliche Arbeit zu schöpfen.

Wolfgang Siewert, Franz-Joseph Feldhaus, Jörg Schmidt, Georg Westphal, Thomas Skowronski, Klaus Armonies, Helmut Klinkenberg und Arnold Decker haben sich bereit erklärt, die Bundesfachtagung 2010 inhaltlich wie organisatorisch zu gestalten. Theo Mengelkamp und Hans Holtermann sorgen für ein ansprechendes Rahmenprogramm. Vorschläge, Wünsche und Anregungen werden natürlich gern entgegengenommen.

Firmen erhalten wie immer die Möglichkeit, im Umfeld der Tagungsräume ihre Produkte zu präsentieren. Interessenten können sich schon jetzt bei der FKT-Geschäftsstelle anmelden.

Maria Thalmayr
kma 10/2009 - Seite: 078-079

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