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Medica 2009

Made in Germany

Die diesjährige Medica war ein Phänomen. Wer diese Weltausstellung der Gesundheitswirtschaft über Jahre begleitet hat, war über die Stimmung der Aussteller überrascht. Die Aussteller zeigten im Gegensatz zu früheren Jahren eine ungewöhnliche Harmonie bei der Beurteilung von Erwartungen und Fakten. Sie waren wie nie zuvor mit sich im Reinen.

Dabei startete die diesjährige Medica unter erschwerten Bedingungen. Einige der größten und repräsentativen Aussteller sagten ihre Teilnahme ab. Manche munkelten bereits von ersten Anzeichen einer „erkrankten“ Weltmesse. Andere wiederum spekulierten über neue Marketingstrategien der abwesenden Aussteller, die Modellcharakter für die gesamte Branche entwickeln könnten – zum Beispiel durch gezieltere Zielgruppenansprachen.

Doch was blieb von diesen Spekulationen übrig? Die Medica überstand das Fernbleiben der großen Unternehmen der deutschen Gesundheitswirtschaft eleganter als erwartet. Die Besucherzahlen bei den begleitenden Veranstaltungen wie der Messe selbst bestätigten die Attraktivität, die die Medica sich national wie international erworben hat. Die Standflächen, die deutsche Aussteller freiwillig räumten, waren umgehend von ausländischen Anbietern besetzt. Diese Erfahrung stimmt nachdenklich.

Die deutsche Gesundheitswirtschaft gehört zu den führenden der Welt. Sie ist eine der stabilsten Wirtschaftsbereiche mit exzellenten Zukunftschancen. Medizintechnik mit dem Stempel „Made in Germany“ hat Weltruf. Und zu allem Glück für die marketingstrategische Positionierung der deutschen Gesundheitswirtschaft findet die weltgrößte und anerkannteste Gesundheitsmesse in Deutschland statt. Aus diesem Blickwinkel ist das Fernbleiben auf dem Weltmarkt agierender Anbieter schwer verständlich.

Bei der Entscheidung für oder gegen die Medica wird allzu leicht übersehen, welche Bedeutung nationales Image für den weltweiten Handel hat. Hinzu kommt: Bei der internationalen Beurteilung von Produkten spielt das Herkunftsland eine wesentliche Rolle. Deutschland zehrt von seinem internationalen Ruf als Land medizinischer Spitzenprodukte. Und dies weniger durch das Image einzelner hochqualifizierter Anbieter, sondern durch den positiven Ruf der gesamten Gesundheitswirtschaft. Manche Marketingstrategen deutscher Firmen unterschätzen die Auswirkungen der Erkenntnis von „Stärke durch Gemeinsamkeit“.

Das Ende eines Jahres mit  den wohltuenden Wochen der Besinnlichkeit stimmt bekanntlich milder. Die Reflexion hat ihre hohe Zeit. Es wäre erfreulich, Überlegungen – Wie stärken wir die deutsche Gesundheitswirtschaft? – führten zu einem neuen Innovations­impuls der weltweiten Repräsentation exzellenter Produkte mit dem Stempel „Made in Germany“.

Die kma-Herausgeber wünschen allen Lesern und Freunden frohe Festtage und ein kraftvolles neues Jahr.

Herausgeber Gunter Murzin
kma 12/2009 - Seite: 003-003

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