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12. Würzburger Kongress

Digitale Signatur und Archivierung

Experten berichten auf dem 12. Würzburger Kongress für Technologien in der Medizin und Energieeffizienz in Kliniken über Stand und Entwicklungen in ihren Fachgebieten. Besondere Aufmerksamkeit dürften die neuen Informationstechniken erregen.

Mit 85 Fachvorträgen und 3 Tageslehrgängen informiert der Fachkongress Wümek über Innovationen, Regelwerke und Praxiserfahrungen zu den Themen angewandte medizinische Technik, Bildgebende Verfahren, Medizin- und Informationstechnik, Aufbereitung von Medizinprodukten, Telemedizin und AAL, Hygiene und Technik, Lösungen zu Energiekostensenkungen im Krankenhaus.

In einem speziellen Vortragsblock in Zusammenarbeit mit dem Competence Center für die Elektronische Signatur im Gesundheitswesen (CCESigG) e.V. widmet sich der Kongress dem Thema „Digitale Signatur und Archivierung”. Betrachtet man die Flut an Dokumenten, die bei der Gesundheitsversorgung in Deutschland jedes Jahr entsteht, so kommt man zu einer Schätzung von ca. fünf Milliarden Dokumenten pro Jahr. Die Kosten die dafür allein bei der konventionellen papiergebundenen Archivierung anfallen liegen bei etwa 2,5 Milliarden Euro. Die Entwicklung der elektronischen Archivierung rückt angesichts des stets steigenden Kostendrucks und der immer stärker werdenden digitalen Vernetzung im Gesundheitswesen in den Blickpunkt des Interesses.

Paul Schmücker vom Institut für Medizinische Informatik der Hochschule Mannheim berichtet in seinem Vortrag über den Stand der elektronischen Archivierung im Gesundheitswesen. Insbesondere informiert er über Systemarchitektur und Funktionalität eines digitalen Archivierungssystems, das Zusammenspiel des digitalen Archivs und der darauf zugreifenden Dokumentenmanagementsysteme sowie die Verbesserungspotentiale für Patienten und Mitarbeiter, welche sich durch einen hohen Digitalisierungsgrad und eine optimale Anpassung der Software an die medizinischen Behandlungsprozesse erreichen lassen.

Carl Dujat von der promedtheus AG in Erkelenz zeigt in seinem Vortrag den Stand der Integration von elektronischen Signaturen in Informationssysteme des Gesundheitswesens auf. Die Verbesserungspotentiale welche durch die Arbeit mit digitalen Dokumenten möglich werden sind enorm, allerdings müssen die grundlegenden Anforderungen der IT-Sicherheit, Vertraulichkeit, Verfügbarkeit, Authentizität und Integrität gewährleistet sein. Gesetzliche Regelungen und technische Lösungsansätze ermöglichen durch den Einsatz qualifizierter elektronischer Signaturen ein rechtssicheres elektronisches Dokumentenmanagement und eine beweissichere elektronische Langzeitaufbewahrung.

Christoph Seidel, Vorsitzender des CCESigG e.V., erläutert in seinem Vortrag die Empfehlungen für den Einsatz von Signaturen und Zeitstempeln. Das Competence Center wurde zur Unterstützung der Einführung und Verbreitung rechtssicherer elektronischer Dokumentationen von Kliniken, Hochschulen, Firmen und Dienstleistern mit Förderung und Beteiligung des Niedersächsischen Ministeriums für Arbeit, Wirtschaft und Verkehr gegründet. Wesentlicher Kern der Empfehlungen ist die Erstellung einer praxistauglichen Systematik für Dokumente einer elektronischen Patientenakte hinsichtlich ihrer Unterschrifts- bzw. Signaturnotwendigkeit unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften.

Info: www.wuemek.org, fbmt
kma 05/2011 - Seite: 76-76

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