Inhaltsverzeichnis

Editorial

Nachrichten

Szene

Politik

Unternehmen & Märkte

Technologie

Management

Branche Kompakt

Beruf & Karriere

FKT-Nachrichten

ÖVKT-Nachrichten

fbmt-Nachrichten

Diverse

Kommentar

Vorschau

PDF   Kommentieren   E-Mail

cdgw

Das neue Selbstbewusstsein der Gesundheitswirtschaft

Obwohl sich in allen Wirtschaftsbereichen Interessensvertretungen als wichtiger Bestandteil einer pluralistischen Gesellschaft entwickelt haben, fehlte bis vor wenigen Jahren der Zündfunke dafür im größten Wirtschaftsbereich, der Gesundheitswirtschaft. Vor fünf Jahren trafen sich dann eine Handvoll Individualisten und gründeten den Club der Gesundheitswirtschaft (cdgw).

Obwohl sich in allen Wirtschaftsbereichen Interessensvertretungen als wichtiger Bestandteil einer pluralistischen Gesellschaft entwickelt haben, fehlte bis vor wenigen Jahren der Zündfunke dafür im größten Wirtschaftsbereich, der Gesundheitswirtschaft. Vor fünf Jahren trafen sich dann eine Handvoll Individualisten und gründeten den Club der Gesundheitswirtschaft (cdgw). Sie hatten neben dem sozialen auch den dynamischen Wirtschaftsaspekt des Gesundheitswesens erkannt. Inzwischen ist der cdgw zu einem machtvollen Wirtschaftsclub geworden. Es ist spannend zu sehen, welche unterschiedlichen Sparten der Gesundheitswirtschaft inzwischen aktiv mitwirken. Beratungs- und Zulieferfirmen sind schnell dabei gewesen. Jetzt drängen außerdem immer mehr Klinikträger in den Club, denn der Begriff „Gesundheitswirtschaft” ist ihnen in den letzten Jahren vertraut geworden. Heute ist der cdgw ein beeindruckendes Spiegelbild der Vielfältigkeit der Gesundheitswirtschaft sowie seiner wirtschaftspolitischen Bedeutung.

Analog zu dieser Dynamik wächst die öffentliche wie politische Aufmerksamkeit. Unter der geschickten Regie des Präsidiums hat sich eine bereichernde Mischung aus Erfahrungsaustausch, Präsentation und individueller Anregungen entwickelt. Die Gesundheitswirtschaft hat „ein Gesicht” bekommen – für das Gesundheitsministerium und mittlerweile auch für das Wirtschaftsministerium.

So gesehen ist es zu begrüßen, dass Philipp Rösler vom Gesundheits- ins Wirtschaftsministerium gewechselt ist. Nun kann ihm das gelingen, was seinen Vorgängern verwehrt blieb: der Gesundheitswirtschaft die wirtschaftspolitische Bedeutung zukommen zu lassen, die sie verdient. Zuversicht ist angebracht.

Bedauerlich, aber verständlich, war Röslers kurzfristige Absage als Hauptredner auf dem Hauptstadtkongress im Mai. Während seines Wechsels zwischen den beiden Bundesministerien und kurz vor dem Bundesparteitag seiner gebeutelten Partei bestimmten verständlicherweise Zeit-, aber auch Aussagenot sein Fernbleiben. Nun ist Rösler nach seiner Lernphase als Gesundheitspolitiker Bundeswirtschaftsminister und zugleich neuer Bundesvorsitzender der FDP. Bei kluger Verknüpfung der drei Erfahrungsbereiche könnte er seiner thematisch reduzierten Partei ein wahres Ideen- und Impulskonzept einhauchen. Er könnte zum Retter seiner Partei werden, zumal der Begriff Gesundheitswirtschaft die Bereiche Wirtschaft und Soziales in wunderbarer Weise zusammenfügt.

Gunter Murzin (Herausgeber)
kma 06/2011 - Seite: 003-003

Kommentar hinzufügen

Hinweis: Kommentare können von allen Besuchern gelesen werden. Nutzen Sie daher bitte die Kommentarfunktion ausschließlich für einen Kommentar zu diesem Artikel. Allgemeine Fragen zum Artikel können Sie gerne über das Kontaktformular an uns richten.

Ihr Name:*
Betreff:*
Kommentar:*
Sicherheitscode:* 

Bitte Lösung der gestellten Rechenaufgabe eintragen!
 
* Pflichtfelder