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Lösungen für den OP

Druckluft, Leuchten, Wände, ...

Bei einer Exkursion zu einem namhaften süddeutschen Medizingerätehersteller erhielten die rund 30 Teilnehmer aus NRW-West tiefe Einblicke in die Welt des OP. Nicht alles technisch Mögliche – so das Fazit – ist im Krankenhaus auch tatsächlich machbar. Manches scheitert am Geld, anderes braucht man vielleicht auch nicht unbedingt.

Zeitgemäße Anlagen für die Zentrale Gasversorgung wurden im Verlauf der zwei überaus informativen Reisetage ebenso erörtert wie hygienische Standards, Beatmungssysteme, digitale OP-Integration und Telemedizin, neue Operationsleuchten mit LED-Technologie und OP-Tische.

Auf besonderes Interesse stießen bei den aus dem Westen Nordrhein-Westfalens angereisten Krankenhausingenieuren verschiebbare Wände, die bei Umbau- und Sanierungsmaßnahmen mit wenig Aufwand übergangsweise genau dort, wo man sie gerade braucht, gezogen werden und später problemlos auch wieder versetzt oder ganz rückgebaut werden können. Hybrid-OPs – derzeit ja in aller Munde – wurden ebenfalls kontrovers diskutiert. Franz-Josef Feldhaus, der die Veranstaltung organisiert hatte, vermutet, dass sich diese multifunktionalen Operationsräume, die sich in den USA zunehmender Beliebtheit erfreuen, hierzulande nicht in großem Stil durchsetzen werden. Dafür seien die Besitzansprüche der Operateure an „ihren OP” wohl zu stark, meint er.

Gleichzeitig widerspreche der Ansatz, in einem OP möglichst viele Funktionen gleichzeitig anzubieten, dem in Deutschland vorherrschenden Trend durch die Spezialisierung der OPs möglichst viel Geld einzusparen. Auf der einen Seite schaffe man extra abgespeckte OPs für hygienisch wenig kritische Eingriffe, um an der Lüftungstechnik sparen zu können, und auf der anderen Seite packt man sie dann mit zusätzlicher Technik voll. Das macht aus Feldhaus’ Sicht wenig Sinn. Für große Häuser, die es sich leisten können, seien Hybrid-OPs durchaus erstrebenswert und sinnvoll, aber ganz sicher nicht für jedes Haus auch finanziell tatsächlich erschwinglich und notwendig.

Sich technisch auf den neusten Stand zu bringen, war für alle Teilnehmer der praxisorientierten Veranstaltung ein Erlebnis. Ganz sicher werden sie nicht alles, was sie im Badener Ländle zu sehen bekamen, demnächst auch schon in ihren Krankenhäusern haben. Für die Zukunft wissen sie nun jedoch über die passenden Lösungen Bescheid.

Maria Thalmayr
kma 07/2011 - Seite: 067-067

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