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Unikliniken

Kopfschmerzen durch Pharmapreise

Unikli­niken klagen über einen rasanten Anstieg der Preise für patent­ge­schützte Medika­mente. Offenbar nutzen Pharma­firmen den stati­onären Markt, um ihre Verluste durch Rabat­tie­rungen im ambulanten Bereich auszu­g­leichen.

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Auszug aus dem Artikel

Eigentlich ist Holger Knoth ein Freund starker Worte. Als Leiter der Klini­ka­po­theke der Uniklinik Dresden wählt der Sachse seine Worte üblicher­weise vorsichtig. Manchmal aber kann auch er ungewohnt deutlich werden. Etwa, wenn man ihn auf Yervoy anspricht. Das Immun­an­ti­kör­...

Das Problem hoher Preise bei patent­ge­schützten Medika­menten ist kein neues Phänomen, verschärft sich aber seit 2009. Damals trat die 15. Novelle des Arznei­mit­tel­ge­setzes (AMG) in Kraft, mit der die Bundes­re­gierung unter anderem versuchte, den Kosten­an­stieg bei den Arzn...

VUD und DKG fordern Preis­deckel...

Knapp zwei Jahre nach dieser Anhörung sind Dörjes Befürch­tungen teilweise einge­t­reten. „Die Asymmetrie bei der Preis­bildung zwischen Klinik und ambulantem Markt besteht weiter. Die Hersteller haben quasi über Nacht noch einmal zehn Prozent ihres Erlöses verloren und versuchen...

Dass bislang die schlimmsten Befürch­tungen noch nicht einge­t­reten sind, hat mehrere Gründe: Die Kosten­sen­kungen bei anderen Arznei­mit­tel­gruppen sorgen noch dafür, dass die Mehrkosten bei den patent­ge­schützten Medika­menten teilweise abgemildert werden. Außeredem reagier...

Beim Verband der forschenden Arznei­mit­tel­her­s­teller (vfa) weiß man angeblich nichts von den Klagen der Kliniken über die Preis­ent­wicklung bei patent­ge­schützten Medika­menten und die Kompen­sa­ti­ons­ge­schäfte der Branche. Dabei saß 2010 die damalige Haupt­ge­schäfts­füh...

Es gibt keine Preis­tran­s­parenz ...

Was zunächst gut klingt, hat für die Kliniken aller­dings gleich mehrere Haken. Zum einen sind die Pharma­firmen auch nach dem AMNOG in den ersten zwölf Monaten nach Markt­ein­führung „weiterhin völlig frei in der Preis­ge­stal­tung”, sagt Frank Dörje. Zum anderen bleibt die Frag...

Auf Seiten der Industrie hat man dagegen überhaupt kein Interesse, für Trans­parenz bei den Preisen zu sorgen. Denn: Deutschland ist Referenzland für den europäi­schen Arznei­mit­tel­markt. Würden die neuen Rabatt­p­reise öffentlich, hätte die Pharma­in­du­strie in anderen europä...

 ...

Wie sehr die Schere mittler­weile zwischen allge­meinen Klini­k­arzn­ei­mitteln und dem Markt für spezielle patent­ge­schützte Medika­mente ausein­an­dergeht, zeigt erst ein genauerer Blick auf die aktuellen Zahlen. So stieg laut dem Pharma­markt­for­schungs­un­ter­nehmen IMS Hea...

Guntram Doelfs
kma 05/2012 - Seite: 030-033