Interview mit Samir Al-Hami...
Ich finde mich ständig in langen Diskussionen über den deutschen Fachkräftemangel wieder – welche Lösungen gibt es, wo kann man ansetzen, politisch oder wirtschaftlich? Irgendwann habe mich dann gefragt: Was kann ich ganz persönlich eigentlich tun? Gerade ich, vor meinem eigenen ...
Als ich nach Deutschland kam, hatte ich kein Geld, keine Deutschkenntnisse und habe mir mit zahlreichen Nebenjobs mein Medizinstudium finanziert. Die Sprache habe ich zwar innerhalb von vier Monaten am Goethe-Institut gelernt, aber für den Krankenhausalltag reichten diese Kenntni...
Wir haben einen sechsmonatigen Lehrplan entwickelt, der zum großen Teil natürlich Deutschunterricht beinhaltet. 30 Stunden in der Woche lernen die Teilnehmer deutsche Vokabeln, Grammatik – das ganze Programm. Dafür kommt extra ein Lehrer aus dem Goethe-Institut in unsere Akademie...
Wir haben das Angebot tatsächlich sehr stark in Rumänien beworben – per Anzeige im Internet und in Zeitungen. Meine Projektpartnerin Natalia Vladescu, selbst ausgebildete Ärztin, kommt aus Bukarest, hat Kontakte zu Kliniken und zur Universität. Die haben wir natürlich genutzt. Zu...
In erster Linie natürlich die medizinische Ausbildung, Zeugnisse, Noten. Wir wollen nur gute Leute mit bereits ausgezeichnetem Wissen fördern. Daneben haben wir im Gespräch versucht herauszufinden, wie offen die Bewerber sind. Denn um als Arzt erfolgreich arbeiten zu können, zuma...
Unwichtig, wenn nicht sogar eher von Nachteil. Das, was zum Beispiel Rumänen aus Deutschbüchern lernen, hat wenig mit der Realität im Krankenhausalltag zu tun. Dann nehmen wir lieber kommunikative Leute ohne Vorkenntnisse, die aber den Willen haben, die Sprache hier bei uns orden...
Die meisten sind noch Assistenzärzte. Dazu muss man sagen, dass die medizinische Grundausbildung in Rumänien exzellent ist. Nur die Weiterbildung zum Facharzt ist in einigen Gegenden und Krankenhäusern haarsträubend. Ein Grund, warum sich die jungen Leute nach Deutschland orienti...
Zunächst: Ich strecke das Geld nur vor – die Teilnehmer zahlen es mir in Raten zurück, sobald sie eine Anstellung gefunden haben. Und die Starthilfe umfasst eben alles, was bei der Auswanderung anfällt: Flüge, Unterkunft, Verpflegung, die Kurse. Zudem zahlen wir ein Taschengeld ...
Zunächst müssen sie die Sprachprüfung schaffen. Danach hoffen wir, dass sie in einer deutschen Klinik angestellt werden. Derzeit laufen Gespräche mit einigen Kliniken, die Interesse angemeldet haben, aber noch ist nichts konkret....
Ja, das hatten wir von Anfang an so geplant. Die Pflegekräfte zu finden, war etwas schwieriger als bei den Ärzten – denn letztere sind wagemutiger und einem Neuanfang in einem anderen Land gegenüber aufgeschlossener. Im Juni starten acht rumänische Pflegekräfte mit ihrem Kurs. Un...
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