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Energiesparen und Nachhaltigkeit

Mit der richtigen Einstellung

Allein durch die energieoptimierte Einstellung vorhandener Anlagen und Systeme könnten Krankenhäuser noch viel Energie und Geld einsparen sowie Emissionen verhindern. Das und ein nachhaltiger Krankenhausbau waren die Schwerpunkte einer gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung der Regionalgruppen Hamburg und Schleswig-Holstein.

Schnell und mit wenig Aufwand umsetzbare Energieeinsparpotenziale zu ermitteln und für die Gebäudebetreiber nutzbar zu machen, ist das Spezialgebiet von Martin Donath. Die Erfahrung mit seinen Auftraggebern lehrte ihn: Anlagen gehen oft schon von Anfang an nicht optimal eingestellt in Betrieb oder werden nach einem Funktionsausfall nicht wieder optimal eingestellt. Die mangelnde Energieeffizienz werde dann gar nicht als Problem wahrgenommen. Gründe dafür mögen sein, dass Monitoring-Systeme wie die Gebäudeleittechnik nicht hinreichend verstanden und genutzt werden, oder dass Anlagenparameter nicht genügend bekannt sind und dokumentiert werden. Donath stellte auf der Veranstaltung in Hamburg dar, worauf Technikverantwortliche hier achten sollten, um nach Möglichkeit alle Energieeinsparreserven auszuschöpfen.

Sparen mit Zeritfikat
Annegret Dickhoff erörterte die Kriterien für das BUND-Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus”, an dem sich bislang 35 Krankenhäuser aus Deutschland beteiligen. Zirka 54.000 Tonnen CO2, 17.000 MWh Strom und 130.000 MWh an Wärme sparen sie zusammen jedes Jahr ein. Das entlastet die Krankenhausbudgets um 8,3 Millionen Euro im Jahr. Mitmachen lohnt sich nicht nur wegen der positiven Auswirkungen für das Krankenhaus selbst, sondern auch fürs Image und natürlich die Umwelt. Vor allem aber schärfe das Siegel das Bewusstsein für die Themen Energiesparen und Klimaschutz. Die Prüfung erfolgt anhand von vier Kriterien, von denen mindestens zwei erfüllt sein müssen:

  • Reduzierung des CO2-Ausstoßes um mindestens 25 Prozent in den letzten fünf Jahren
  • Kontinuierliche Verringerung des Energiebedarfs und der Verbrauch unterschreitet Mittelwerte der VDI-Richtlinie
  • Langzeitig optimaler Energieverbrauch und der Verbrauch unterschreitet Richtwerte der VDI
  • Führen eines Energiemanagements mit Energiebeauftragtem, Datenerhebung über Verbrauch und Kosten, regelmäßiger Anlageninspektion und Vorschlagslisten für Energieeinsparmaßnahmen.

 

Bauen mit Zertifikat
Energieeffizienz ist nur eines von vielen Kriterien, die nachhaltige Gebäude nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) erfüllen sollten. Ökologische, ökonomische und soziale Aspekte vereinen sich in einem nachhaltigen Gebäude zu einem schlüssigen Ganzen. Wohlfühlaspekte wie die Behaglichkeit des Gebäudes spielen dabei eine ebenso große Rolle wie seine Verkehrsanbindung und der möglichst sparsame Umgang mit natürlichen und finanziellen Ressourcen. Oliver Lange ist überzeugt, dass Green-Building- und Nachhaltigkeitszertifikate in den nächsten fünf Jahren an Bedeutung für die Werthaltigkeit von Gebäuden gewinnen werden. In seinem Vortrag zum nachhaltigen Krankenhausbau erörterte der Mitarbeiter eines renommierten Hamburger Beratungsbüros die verschiedenen nationalen und internationalen Zertifizierungssysteme und ihre Bewertungskriterien.

Carsten Gonsior stellte in seinem Referat zur Sicherheitsstromversorgung die gängigen Batteriesysteme und ihre Vor- und Nachteile für die jeweiligen Einsatzbereiche vor. Organisatoren der Veranstaltung waren die Leiter der Regionalgruppen Hamburg und Schleswig-Holstein, Frank Dzukowski und Horst Träger. Rainer Hittmeyer hatte gewohnt professionell und freundlich die Rolle des Gastgebers im Berufs- und Unfallkrankenhaus Hamburg-Boberg übernommen.

Maria Thalmayr
kma 07/2012 - Seite: 067-067

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