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Privatisierung im Gesundheitswesen aus der Sicht der Pflege

Das diesjährige 3. FZBG Symposion von maxQ. im bfw – einem seit mehr als 30 Jahren in Frankfurt ansässigen Weiterbildungsinstitut - fand am Dienstag, dem 14. Februar 06 in den Räumen der Saalbau Griesheim im Schwarzerlenweg statt.

 In dem angenehmen Ambiente trafen sich von 09.30 h – 16.00 h Interessierte aus dem Gesundheits- und Sozialbereich, um sich einen Tag lang über das Thema

Privatisierung im Gesundheitswesen  – Chance oder Gefahr für die Pflege

auszutauschen.

Sechs ReferentInnen beleuchteten dieses Thema aus verschiedenen Blickwinkeln:
Als Einstieg ging es bei Frau Marie-Luise Müller (Präsidentin des Deutschen Pflegerats) um die Frage, ob sich durch die Strukturveränderungen das Pflegemanagement auf verlorenem Posten befindet oder sich dadurch eher neue Perspektiven eröffnen: Durch die Akzeptanz von Veränderungen könnte sich eine neue Pflegemanagement-Generation mit mehr Unternehmerprofil bilden und so eine noch aktivere Rolle in der Umgestaltung der Unternehmen bzw. Einrichtungen des Gesundheitswesens übernehmen.
Frau Elke Freyenhagen (Pflegedirektorin, Universitätsklinikum Marburg) brachte als ganz aktuelles Beispiel die Fusion und Privatisierung der beiden UniKlinken Marburg und Giessen aus Sicht der Pflege vom Standort Marburg zur Sprache. Die konkreten Erfahrungen lassen noch einen weiten Weg erahnen, bis die Pflege wirklich zum gleichwertigen Partner des Unternehmertums wird.
Ob die Forderung bzw. Notwendigkeit der Akademisierung der Pflege und die Privatisierung der Einrichtungen zu verbinden oder eher gegenläufig ist erläuterte Frau Dr. Susanne Schoppmann (Private Universität Witten/Herdecke). Sie sieht die Privatisierung weder als “Monster” noch als “guten Geist” sondern mehr als “Alien”, dem nur durch die Forderung und Umsetzung von selbständigem und zeitgemäßem Denken der Pflege begegnet werden kann.
Im Hinblick auf die Situation im Ambulanten Dienst stellte Herr Richard Graubert (Bundesarbeitsgemeinschaft Hauskrankenpflege e.V.) fest, dass hier die Privatisierung schon seit Jahren stattfindet und sich den Anforderungen des Marktes permanent stellen muss und es zur Bündelung vorhandener Synergie-Effekte weiter Initiativen bedarf.
Über das Selbstbewusstsein der Pflege in der Fachlichkeit und die Frage, ob dabei mehr die Ökonomen oder die Pflegeexperten tonangebend sind, wählte Prof. Michael Opielka (Fachhochschule Jena) Aspekte der Professionalisierung in der Pflege aus und verwies auf die darin liegenden Möglichkeiten für die Individuen, den Berufsstand, die Unternehmen und die Gesellschaft.
In welcher Weise der ganze Berufsstand Pflege betroffen sein wird erläuterte Frau Andrea Kiefer (DBfK, Landesverband Baden-Württemberg) mit dem Thema Verortung des Berufsstandes der Pflege – Vergangenheit und Zukunft. Abgeleitet aus historischen Zusammenhängen sah sie die Notwendigkeit, am Selbstverständnis der eigenen Berufsgruppe zu arbeiten und dies möglichst auf der Grundlage einer breiten gemeinsamen Interessenvertretung.
Den Schlusspunkt setzte die Podiumsdiskussion der ReferentInnen des Tages und Frau Sabine Girts (BALK e.V. Berlin) zum Fazit der Beiträge. Zur Frage Chancen oder Gefahren für die Pflege betonten alle die Chancen; zwar wurde festgestellt, dass zwar die Gefahren, d.h. die Brüche und Umbrüche, die Arbeitsunsicherheiten und -verdichtungen zum Teil extrem sind, aber auch erhebliche Möglichkeiten  beinhalten, da z.B. durch die Umsetzung von Anforderungen an veränderte Denkprozesse (auch im Hinblick auf ökonomisches Denken und Handeln), an Aufgeschlossenheit für neue Strukturen und nicht zuletzt durch Aktionsbündnisse die Pflege sich deutlicher positionieren und ihren Platz in der Gesellschaft verbessern und festigen könnte. 

Veranstalter
maxQ. im bfw – Unternehmen für Bildung, Niddastr. 98-102
60329 Frankfurt am Main
Dr. Hiltrud Kleinschmidt, Ilona Keil
Tel: 069-24260530
Fax 069-24260534
eMail:
kleinschmidt.hiltrud@maxq.net

Pflege und Management 03/2006 Seite: 040

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