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Motivationstheater
Das Motivationstheater besucht Sie!

Für die Anwesenden der Theaterpremiere im Renaissance-Theater in Berlin war es ein außergewöhnliches Erlebnis. “Gesundheit! Herr Doktor, ich glaub ich hab’nen DRG...!?” Die Personen in diesem Stück zeigten, wie es möglich werden kann, eventuell bestehende Konflikte zwischen den Berufsgruppen im Krankenhaus zu überwinden und letztendlich im gemeinsamen Interesse zu lösen. Ein Angebot, das auch die Leser interessieren dürfte.

Der Einsatz des Mediums Theater lässt die Möglichkeit zu, einzelne Szenen zu überzeichnen, um zu verdeutlichen, worum es eigentlich geht. Zwangsläufig führt dies zu Diskussionen bei den Zuschauern, insbesondere dann, wenn sie der Berufsgruppe angehören, die in Bestätigung vieler Klischees dargestellt wird.
Bei objektiver Betrachtung des gesamten Theaterstücks wird deutlich, dass nahezu die Klischees aller Berufsgruppen bedient wurden, einzig das immerwährende Kaffeetrinken wurde ausgelassen. War da nicht auch der geldgierige Geschäftsführer dargestellt, der sparen wollte, “koste es, was es wolle”, ohne Rücksicht auf die Mitarbeiter. Konnten wir nicht auch den Herrn Professor bewundern, der nach Gutsherrenart in den feudalistischen Strukturen mittelalterlicher Anmutung sein medizinisches Refugium beherrschte…
Sicherlich lässt sich trefflich darüber streiten, ob der offene Kittel und der Blick auf den schwarzen BH bei Schwester Lisa unbedingt sein musste. Lenken uns die Betrachtung und kritische Analyse einzelner Spielszenen nicht vom Eigentlichen ab, was mit dem Motivationstheater vermittelt werden sollte. Geht es nicht vielmehr um den Gesamtkontext, den das Stück aufgegriffen hat und der sicherlich noch in vielen Kliniken Tagesordnung ist.
“Der Patient steht im Mittelpunkt unseres Tun`s”, so ist es in vielen Unternehmensleitbildern niedergeschrieben. Das Theaterstück hat diese These in Frage gestellt und gezeigt, dass es in dem stark hierarchiegeprägten Konstrukt Klinik durch die fehlende interdisziplinäre Zusammenarbeit oft zur Konterkarierung kommt. Plötzlich spielt der Patient die untergeordnete Rolle, vielmehr geht es um Macht, Abgrenzung, Geld, Ansehen und die Durchsetzung eigener, durchaus auch persönlich gefärbter Interessen.
“Vom Saulus zum Paulus”, unter diesem Motto könnte der Wandel der handelnden Personen beschrieben werden, als die plötzliche Erkrankung des Ökonomen und die daraus resultierenden Konsequenzen für Arzt und Pflege dazu gezwungen haben, die Probleme gemeinsam anzugehen und Lösungen zu suchen. In der Gemeinsamkeit ging, was bis dato unmöglich schien. Der Patient geriet mehr in den Mittelpunkt der Bemühungen.
Was vermag ein Theaterstück in der Kürze der Zeit mit den spielerischen Mitteln und dem Einsatz professioneller Schauspieler zu bewirken. Es kann und das ist erreicht worden, die Diskussion anregen, wie wir künftig die Strukturen und die daraus resultierenden Aufgaben im Gesundheitswesen neu ordnen. Das die professionelle Pflege dabei eine führende Rolle einnehmen wird, dürfte dem aufmerksamen Zuschauer nicht entgangen sein.
Der Verband BALK wünscht sich weiterhin eine rege Auseinandersetzung mit den Inhalten des Motivationstheaters im Kontext der anstehenden Veränderungen, insbesondere in der eigenen Berufsgruppe. Weitere Aufführungen, verteilt über die ganze Republik, können sicherlich einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Wie können sie uns dabei unterstützen?
Das Motivationstheater besucht Sie !
Sie wenden sich einfach an uns und erörtern die Möglichkeiten, ein solches Motivationstheater an Ihrem Krankenhaus oder einem nahen Veranstaltungsort im Rahmen eines Betriebsfestes, bei einem Jubiläum, bei einem Tag der offenen Tür etc. aufführen zu lassen. Bei einem anschließenden Besuch in Ihrem Krankenhaus werden alle Einzelheiten und Gestaltungsmöglichkeiten geklärt. Sie können das Motivationstheater sehr gezielt nutzen: Dazu werden die angebotenen Szenen zum Teil für die Belange ihres Krankenhauses umgeschrieben, so dass die Handlung zu Ihrer aktuellen Herausforderung passt. Eine anschließende Diskussion kann den Effekt noch weiter vertiefen, z.B. mit den Autoren, den Schauspielern und anderen Akteuren. Um zu erkennen, ob Sie die gewünschten Effekte wirklich erreicht haben, bieten wir eine Evaluation des Motivationstheaters an. 

Weitere Informationen
erhalten Sie unter
Telefon 030 - 44 03 76 93,
Mobil 0177 - 68 64 037,
Telefax 030 - 44 037 696 oder
berlin@balkev.de

Pflege und Management 06/2006 Seite: 035

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