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Pflege-DRG

Ohne IT geht es nicht

Die BALK-Landesgruppe Bayern hat auf ihrer Mitgliederversammlung über die Zukunft der Pflege im DRG-System diskutiert. Der OPS-PKMS-2010 sei ein erster Schritt dahin, heißt es in der Landesgruppe. Doch wie soll es weitergehen? Wird jedes Jahr ein neuer OPS-Schlüssel zur Einführung stehen?

Die Landesgruppe Bayern hat im April nach Regensburg eingeladen, um genau dieses Thema zu beleuchten. Pia Wieteck referierte zum PKMS und stand den gut 40 Verantwortlichen aus dem Pflege­management bayerischer Kliniken Rede und Antwort. Aus der Industrie stellten Peter Thumel von der Firma Hinz und Stefan Hieber von der LEP AG Möglichkeiten zur Dokumentation vor. Neben der aufwendigen Dokumentation auf Papier sollten vorrangig zukunftsorientierte Lösungen zur Dokumentation und Leistungserfassung behandelt werden, die die Einbindung standardisierter Assessmentverfahren und Pflegediagnostik ermöglichen.

Diese Mischung förderte eine rege Diskussion. Zukunftsweisend und mit vertretbarem Aufwand für die Pflegenden vor Ort in den Kliniken wird wohl an einer elektronischen Dokumentation der Pflegeleistung kein Weg vorbeiführen, um Pflege im DRG-System sichtbar zu machen. Die Teilnehmer der Tagung sahen dafür eine einheitliche, standardisierte Pflegesprache als erforderliche Grundvoraussetzung an.

Ludger Risse, stellvertretender Vorsitzender der BALK, bezog die Position des Verbands. Der Vorstand hat bereits auf Bundesebene die Initiative ergriffen und eine Arbeitsgruppe zum Thema „IT und Pflege“ einberufen. Diese setzt sich mit den Anforderungen der Zukunft auseinander und wird Handlungsempfehlungen für das Pflegemanagement wie auch für die Industrie entwickeln.

Irene Hößl
kma Pflege 06/2010 Seite: 046-046

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