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Titelthema

Fachkräftemangel

Ein Pool für alle Fälle

Fotos: UK Heidelberg

Hochspezialisierte Springer: Die insgesamt 35 Pool-Mitarbeiter der Uniklinik Heidelberg müssen hohe Anforderungen erfüllen – zwei Jahre Berufserfahrung in den Bereichen Anästhesie, OP, Intensivpflege oder Intermediate Care, zusätzlich eine Fachweiterbildung oder fünf Jahre Berufserfahrung auf einer entsprechenden Station. Ganz rechts vorne ist Poolleiter Markus Hoffmann zu sehen.

Immer mehr Kliniken richten Springerpools ein. Mit großem Erfolg: Sie entlasten Stationen und Einsatzkräfte zugleich.

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Auszug aus dem Artikel

Im September 2011 rettete Maike Haaf mit einem Sprung den Familienfrieden. Bis zu jenem Zeitpunkt arbeitete die 35-jährige Krankenschwester am Universitätsklinikum Heidelberg wie viele ihre Kollegen unter strapaziösen Bedingungen: Hohe Arbeitsverdichtung, dauernde Wechselschichte...

„Ein erfolgreiches Steuerungsinstrument”
Eindeutiger fallen ihre Worte aus, wenn man sie nach der Tendenz der vergangenen Monate befragt. Angesichts des immer stärker werdenden Fachkräftemangels in der Pflege bekommt Naujock, die am Universitätsklinikum Essen auch den...

Im Haus klären: Was wollen wir mit dem Pool erreichen?
Analog zur großen Bandbreite der Gründe variiert die Art der Umsetzung. Sie reicht von sehr flexiblen Kurzzeiteinsätzen über mehrmonatige Tätigkeiten auf einer Station bis hin zu einem gezielten Instrument der Pe...

So sind längst nicht alle Stationsleitungen und -mitarbeiter über die „springenden” Kollegen begeistert, denn diese müssen zusätzlich zur normalen eigenen Arbeit ständig neu und schnell in die Arbeitsabläufe integriert werden. Zudem plant manch clevere Stationsleitung den Poolmit...

Anfangs war der dortige Personalrat skeptisch, „weil wir eine besonders hohe Arbeitsbelastung der Poolmitarbeiter befürchteten, speziell in der Intensivpflege”, erzählt Vize-Personalratschef Stephan Gastmeier. Gemeinsam mit der Klinikleitung vereinbarten die Gewerkschaften jedoch...

Privilegien für Pool-Mitarbeiter
Größere Kliniken legen dagegen häufig großen Wert auf Berufserfahrung. Viele Springer sind in den Bereichen Chirurgie, Intensiv, OP- und Anästhesie im Einsatz, weil hier die Personalnot am größten ist. Allerdings setzt die Arbeit dort...

Empfehlenswert: Vier Prozent Springer-Quote
Um das alles umsetzen zu können, sollte der Pool idealerweise eine eigenständige Organisationsstruktur mit eigener Leitung haben, die die Einsätze koordiniert – und über eine zeitliche Einsatzbegrenzung auch sicherstellt, d...


Fast eine Art Eliteschmiede ...

Wie anspruchsvoll und schwierig das Arbeiten im Pool ist, weiß Jana Luntz aus eigener Erfahrung. Die heutige Pflegedirektorin des Uniklinikums Tübingen arbeitete nach ihrer Ausbildung in den 90er-Jahren auch im Springerpool des Klinikums Hoyerswerda (heute Lausitzer Seenlandklini...

Sein Heidelberger Kollege Markus Hoffmann nennt noch einen weiteren Grund, warum Pflegekräfte mit langer Berufserfahrung häufig besser mit der spezifischen Belastung als Springer umgehen können. „Je erfahrener die Pflegekräfte im Umgang mit Drucksituationen sind, desto geringer i...


Steckbrief: Springerpool UK Heidelberg ...

Aktuell arbeiten im Springerpool am Uniklinikum Heidelberg über 35 Pflegekräfte, davon zwei Drittel in Vollzeit. Der Pool ist als eigenständige Organisationseinheit mit eigener Leitung direkt der Pflegedirektion unterstellt. Eingesetzt werden die Mitarbeiter in den Bereichen Inte...

Stationsleitungen müssen – außer bei kurzfristigen Krankheitsausfällen – die Mitarbeiter sieben Wochen vor Einsatzbeginn anfordern, um eine sichere Einsatz- und Dienstplanung der Springer zu ermöglichen. Auf finanzielle Boni der Springermitarbeiter wird verzichtet, am bestehenden...

Guntram Doelfs
kma Pflege 06/2012 Seite: 018-023

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