Das berichtet mehrere Zeitungen. Bei vier Kindern wurde das MRSA-Bakterium gefunden. "Bereits in der Nacht vom 13 auf den 14. Januar war ein 900 Gramm schweres Frühgeborenes mit Atemproblemen und anderen Anzeichen einer akuten Infektion aufgefallen", schreibt die "Badische Zeitung". Im Blut des Kindes entdeckte das Labor wenig später den Keim, der immer wieder gefährliche Krankenhausinfektionen auslöst. Glücklicherweise stellte sich das sofort gegebene spezielle Antibiotika als wirksam heraus, so dass das Kind inzwischen gesund ist.
Bei einem im Anschluss durchgeführten Check auf der 16-Betten-Station entdeckten die Ärzte den Keim noch bei einem weiteren Kind. "In diesem Fall handelte es sich aber nicht um eine Infektion, sondern nur um eine Besiedelung der Haut", so der Hygienebeauftragte der Uni-Kinderklinik, Philipp Henneke gegenüber der "Badischen Zeitung". Zwar gelange gerade bei den empfindlichen Frühgeborenen, so der Experte, ein Keim, der eigentlich friedlich auf der Haut sitze, mit großer Wahrscheinlichkeit auch in den Körper des Kindes, dennoch erkrankte das Neugeborene bisher nicht.
Die Uniklinik geht nach eigenen Angaben davon aus, dass der MRSA-Erreger durch das Personal oder durch Besucher auf die Station gelangte. "Der Hygieneschutz sei daher noch einmal verstärkt worden, sagte der Leiter der Krankenhaushygiene, Markus Dettenkofer. So müssten alle Bediensteten und Besucher der Station Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzmasken tragen. Zudem werde das gesamte Personal untersucht. Ziel der Aktion sei es, die Ursache der Infektion zu finden und damit eine weitere Ansteckungsgefahr zu bannen", schreibt die "Augsburger Allgemeine".
03.02.2012 - Klinik-News
Uniklinik Freiburg
MRSA-Keime auf Frühchen-Intensivstation
Nach dem Auftreten des für Kleinkinder lebensbedrohlichen Krankenhauskeims MRSA hat die Intensivstation für Neugeborene an der Uniklinik Freiburg einen Aufnahmestopp verhängt.


