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Studie über Kliniken

Privatisierung hat viele Vorteile

Versorgungsdichte und medizinische Qualität sollen angeblich durch die zunehmende Privatisierung von Krankenhäusern zumindest auf gleichem Niveau gehalten und in einigen Punkten sogar verbessert werden
Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. (RWI) Essen und des Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG), München, die Krankenhäuser in unterschiedlicher Trägerschaft miteinander verglichen haben. Für alle Klinikstandorte gilt, dass die privaten Kliniken im Durchschnitt wirtschaftlicher arbeiten, weil ihre Sach- und Personalkosten im Verhältnis zum Umsatz geringer ausfallen als die von Krankenhäusern in freigemeinnütziger oder öffentlicher Trägerschaft.

Und das wirkt sich auch noch positiv auf die Versorgung aus. Um den einzelnen Patienten kümmern sich in Krankenhäusern in privater Trägerschaft durchweg mehr Ärzte und Pflegefachkräfte als in öffentlichen oder freigemeinnützigen Krankenhäusern, so die Autoren. Auch die Ausgaben für den medizinischen Bedarf sind in Krankenhäusern in privater Trägerschaft im Vergleich höher. In der Behandlungsqualität lassen sich keine Unterschiede zwischen privaten Kliniken und anderen Trägerformen finden, die Patienten privater Kliniken sind sogar durchschnittlich älter und komplexer erkrankt. Auch beim Vergleich der vorgehaltenen Intensivbetten, der Zahl medizinisch-technischer Großgeräte und der Ausgaben für den medizinischen Bedarf schneiden die privaten Häuser nicht schlechter ab.

Darüber hinaus fällt die Investitionsautonomie der Krankenhäuser mit privater Trägerschaft größer aus. Aufgrund ihres besseren Zugangs zum Kapitalmarkt können sie sich leichter mit Kapital versorgen und damit Investitionen, die mit Hilfe der staatlichen Investitionsförderung nicht mehr erbracht werden, selbständig tätigen. Eine höhere Ertragskraft stärkt außerdem die Innenfinanzierung. Dies führt dazu, dass private im Durchschnitt eine deutlich höhere Investitionsquote aufweisen als andere Krankenhäuser.

Die Ergebnisse der Studie belegen zudem, dass Krankenhäuser in privater Trägerschaft nicht nur weniger staatliche Fördermittel erhielten sondern gleichzeitig Gewinnsteuern an den Staat abführten. Krankenhäuser in anderer Trägerschaft sind indessen weitgehend steuerbefreit.

E.B./R.P.

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