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Hygieneskandal

Drittes Baby in Mainzer Klinik gestorben

An der Mainzer Universitätsklinik ist ein drittes Baby nach verschmutzten Infusionen gestorben.
Der Säugling sei bereits seit Montagabend tot, teilte eine Sprecherin am Dienstagmorgen in Mainz mit. Dieses Kind war unter den fünf Kindern in der Uniklinik, die sich zunächst in einem kritischen Zustand befanden.

Am Wochenende schockierte bereits der Tod von zwei Säuglingen auf der Mainzer Intensivstation. Ob Bakterien die Ursache sind, ist noch nicht geklärt. Möglicherweise wurden die Infusionen bei der Herstellung durch verunreinigte Schläuche kontaminiert. Die Ermittler stellten in der Klinikapotheke die von externen Herstellern gelieferten Grundstoffe für die Nährlösung in Originalverpackungen sicher. Außerdem werden auch die Lösung selbst sowie das Schlauchsystem an der Mischautomatik genau untersucht. Ermittler rechnen frühstens heute mit ersten Ergebnissen.

Politiker der Koalition machen sich angesichts des Skandals für bundesweite Hygienestandards stark. Die Krankenhaushygiene sei ein großes Problem, auf das der Gesetzgeber dringend reagieren müsse, sagte FDP-Fraktionsvize Ulrike Flach der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Bis zu 40.000 Patienten würden jedes Jahr an diesen Infektionen sterben. Jens Spahn, der gesundheitspolitische Sprecher der Union, kritisierte die zuständigen Länder und die Kliniken. Sie hätten ihre Hausaufgaben nicht ausreichend gemacht. Die Union wolle daher mit der FDP eine bundeseinheitliche Lösung für Kliniken auf den Weg bringen.



dpa/ Spiegel/ Osnabrücker Zeitung/ JM

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