“Wir wollen keine Streiks, werden uns aber nicht an der Nase herumführen lassen”, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Rudolf Henke am Montag im ZDF- “Morgenmagazin” an die Adresse der Arbeitgeber. Der Marburger Bund fordert im Schnitt Einkommenssteigerungen von 10,2 Prozent sowie eine sofortige Anhebung der Ost-Gehälter auf West-Niveau. Die Arbeitgeber warnen vor weiteren Kostensteigerungen.
Henke sagte, in anderen Ländern würden Ärzte deutlich besser bezahlt - in den Niederlanden etwa erhielten sie bis zu 37 Prozent mehr. Da in den kommenden Jahren in Deutschland rund 10 000 Mediziner aus Altersgründen ersetzt werden müssen, sei es aber entscheidend, den Nachwuchs im eigenen Land zu halten. Die Tarifverhandlungen beginnen heute (Montag/1200) in Düsseldorf. Henke erwartet mehrere Runden.

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Marburger Bund: „Lassen uns nicht an der Nase herumführen”
Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat vor dem Auftakt der Tarifverhandlungen für Mediziner an kommunalen Krankenhäusern ihre Forderungen untermauert.
dpa









