500 Stellen stünden auf dem Prüfstand, sagte der Personalratschef Helmut Lemaire am Dienstag. Die Betroffenen befürchteten den Verlust ihres Arbeitsplatzes oder erhebliche Verdiensteinbußen. "Was Aachen anstrebt, hat es noch in keinem anderen Uniklinikum im Land gegeben", sagte Lemaire. Das Aachener Klinikum begründete seine Planungen mit der größer werdenden Schere zwischen Kosten und Erlösen. "Wir schließen einen Streik nicht aus", sagte Ver.di-Gewerkschaftssekretär, Stefan Jungheim. Gewerkschaftsvertreter wollten am Dienstag über Strategien beraten. Nach Angaben des Personalrats sei die erste Privatisierungswelle mit 200 Stellen für Wäscherei, Küche, Reinigungs- und Geländedienst geplant. Danach würden Technik, IT-Bereich und die Physiotherapie geprüft. Seit Tagen laufe die Information der Beschäftigten. Das Klinikum teilte mit, dass erst nach einem ersten Kostenvergleich entschieden werde. Gründe für die größer werdende Kostenschere seien unter anderem Tarifabschlüsse und Gesundheitsreform. Im Etat gebe es ein Finanzloch von rund 12 Millionen Euro. Um weiter eine "schwarze Null" zu schreiben, müsse das Klinikum seine Einsparpotenziale prüfen. Fast alle Betroffenen hätten einen befristeten Arbeitsvertrag und fürchteten um ihre Stelle, sagte Lemaire. "Der eingeschlagene Weg ist sehr verwerflich." Die Unikliniken Köln, Bonn und Düsseldorf hätten Service-Gesellschaften gegründet, mit den Kliniken als Mehrheitsgesellschafter. Bei Personalübergängen hätten die Betroffenen ihre tariflichen Ansprüche behalten. Das Aachener Klinikum hat 4500 nicht-wissenschaftliche Beschäftigte.
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