Privatisierung

UKSH kommt nicht zur Ruhe

Ein vertraulicher Bericht, in dem Gutachter die Ausgliederung zahlreicher Bereiche des Uniklinikums Kiel/Lübeck empfehlen, schafft erneut erhebliche Unruhe.
Wie die Lübecker Nachrichten vom 11.2. berichten, sind dem Papier der Gutachter etwa "40 Unternehmen genannt, die sich für verschiedene Bereiche des UKSH interessieren". Darunter sollen sich auch Großunternehmen wie Siemens und Dräger Medical befinden. Der private Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum AG will sogar die gesamte Uniklinik übernehmen. Das Gutachter-Papier hat in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt erhebliche Unruhe ausgelöst. Die SPD-Landtagsfraktion hat noch einmal betont, dass sie sich strikt gegen eine Privatisierung wehrt. "Lediglich in einigen Bereichen könne man sich eine private Beteiligung vorstellen".

Überraschenderweise wehrt sich gegen eine eventuell geplante Teilprivatisierung der FDP-Landtagsfraktion. Sie befürchtet, dass "ein solcher Flickenteppich nebeneinander bestehender Gesellschaften ein Eigenleben entwickelt und das Klinikum letztlich auch durch den Vorstand nicht mehr steuerbar wäre."  Die CDU-Landtagsfraktion dagegen warnt vor eine Panikmache und fordert "mehr Sachlichkeit". "Nach wie vor decken sich die Kernaussagen des Gutachtens doch mit wesentlichen Forderungen von Belegschaft und Gewerkschaften".

E.B./G.M.