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Fachärztemangel

DGAV: Honorarärzte beeinflussen Patientensicherheit

Der Fachärztemangel erlangt durch verstärkten Einsatz von Honorarärzten neue Brisanz, erklärt die Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV).
In Deutschland sind laut Schätzungen des Bundesverbandes der Honorarärzte täglich zwischen 500 und 800 Leihärzte im Einsatz – einen Notwendigkeit, die dem akuten Ärztemangel geschuldet ist. "Die aktuelle Situation verdeutlicht bereits jetzt mögliche Gefahren beim Einsatz von Honorarärzten. Diese sind langfristig nicht nur teurer, sondern haben unter anderem auch einen negativen Einfluss auf die Patientensicherheit. Daher präferieren wir eindeutig und nachdrücklich die Nachwuchsförderung", erklärt Hans-Joachim Meyer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV). Insbesondere die Allgemeinchirurgen beklagen seit langem fehlende Nachwuchskräfte. Nur fünf Prozent der Absolventen des Medizinstudiums, die sich für den Arztberuf entscheiden, wählen ein operatives Fach. Daher ist die Nachwuchsförderung mehr denn je eine der wichtigsten Aufgaben der DGAV.

Lesen Sie zu diesem Thema auch die kma-Reportagen Honorarärzte – Teure Lückenbüßer und Chirurgie – Ruinöser Ruf.

Nachwuchsförderung zur Patientensicherheit

Um junge Mediziner für die Arbeit am OP-Tisch zu begeistern, setzen Fachgesellschaften wie die DGAV auf umfangreiche Angebote während der Weiterbildung zum Facharzt. Neben den vorgeschriebenen Inhalten der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammern bietet die DGAV zusätzliche Lernangebote an. Die DGAV hat ein modulares System entwickelt, das die angehenden Fachärzte während der vierjährigen Weiterbildung mit Seminaren, E-Learning und einem speziellen Skilltraining auf die Prüfung zum Facharzt vorbereitet.

DGAV / J.M.

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