Zu diesem Zweck lädt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) die Pharmaindustrie und den pharmazeutischen Großhandel ein, sich an diesem Pilotprojekt zu beteiligen. Dabei soll ein Authentifizierungssystem der Firma Aegate zum Einsatz kommen, das u.a. in Belgien verbreitet ist. Das Pilotprojekt trägt dem Richtlinienentwurf der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2008 Rechnung, der infolge der zunehmenden Zahl von aufgegriffenen Plagiaten an den EU-Zollgrenzen und im Internet entstanden ist.
Das avisierte Authentifizierungssystem funktioniert wie folgt: Eine eindeutige Seriennummer wird in einem 2-D-Datamatrixcode codiert und vom Hersteller (oder Großhandel) auf die Faltschachtel aufgedruckt oder aufgeklebt. Im Code enthalten sind auch Pharmazentralnummer (PZN), Chargennummer und Verfallsdatum. Zudem kann der Datenanbieter ABDATA aktuelle Informationen, wie Rückrufe, in die Software der Apotheken einspielen. Bei der Abgabe der Packung authentifiziert die Apotheke das Arzneimittel per Scan und Zugriff auf die Aegate-Datenbank. Patientenspezifische Daten werden dabei zu keinem Zeitpunkt gespeichert.

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