Brustkrebs

Was ist das Mammografie-Screening?

Bei einer Mammografie wird die weibliche Brust geröntgt. Die Vorsorge-Untersuchung dauert nur wenige Minuten, wird von vielen Frauen aber auch als ein wenig schmerzhaft empfunden.
Denn für die Röntgenbilder muss die Brust möglichst flach zwischen zwei Plexiglasscheiben gepresst werden. Das Screening, das es in anderen europäischen Ländern schon seit vielen Jahren gibt, wurde in Deutschland seit 2005 schrittweise in allen Bundesländern eingeführt. Seit Anfang 2009 wird es flächendeckend für gesetzlich versicherte Frauen zwischen 50 und 69 Jahren angeboten. Grund waren die vielen Todesfälle: Pro Jahr sterben rund 17 500 Frauen in Deutschland an Brustkrebs und mehr als 57 000 erkranken neu daran - zumeist in höherem Alter. Von allen Krebserkrankungen bei Frauen fordert Brustkrebs damit die meisten Todesopfer.

Die Entstehung von Brustkrebs kann durch Mammografien nicht verhindert werden. Ziel ist vielmehr, Tumore in einem möglichst frühem Stadium zu entdecken. Für die Deutsche Krebsgesellschaft ist das Screening derzeit die einzige Möglichkeit, Frühformen von Brustkrebs zu entdecken und dadurch bessere Heilungschancen zu erreichen.

Im Unterschied zu bisherigen Mammografien ist das Screening- Programm nach europäischen Qualitätsstandards aufgebaut und wird laufend überwacht. Die Bilder dürfen nur geschulte Ärzte auswerten, die Erfahrung mit Tausenden Röntgenaufnahmen von der Brust nachweisen können.

Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren in Deutschland erhalten inzwischen eine persönliche Einladung zum Screening - und auch einen Befund nach der Untersuchung. Kassenpatienten kosten die Untersuchungen nichts, es fällt auch keine Praxisgebühr an. Bei Privatversicherten hängt die Kostenübernahme vom jeweiligen Vertrag ab.

dpa