Zahlen der AOK

Bayern bekommen besonders oft künstliche Hüften und Knie

In Bayern werden nach Angaben der AOK besonders häufig künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt.

Die Krankenkasse befürchtet, einige der Operationen seien unnötig. Bundesweiter Spitzenreiter sei Neustadt an der Aisch (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim), teilte die Krankenkasse mit. Das gehe aus dem Krankenhaus-Report 2012 hervor, für den 1,4 Millionen Eingriffe bei AOK-Versicherten zwischen 2005 und 2009 ausgewertet worden seien.

Bei den Kniegelenken erreicht Bayern den Angaben zufolge einen bundesweiten Spitzenwert: Auf 100.000 Versicherte seien im Schnitt jährlich rund 160 Operationen entfallen. Die wenigsten Eingriffe erfolgten in Berlin (rund 90). "Regionale Unterschiede dieser Größenordnung bei den Operationszahlen lassen sich nicht allein durch Unterschiede in der Erkrankungshäufigkeit erklären", erklärte der Leiter des Stabsbereichs Medizin bei der AOK Bayern, Gerhard Dahlhoff. "Hinter den nüchternen Zahlen stehen gegebenenfalls vermeidbare Operationen und damit auch vermeidbares Leid." Mit 4,3 Millionen Versicherten ist die AOK Bayern nach eigenen Angaben die größte Krankenkasse im Freistaat.

dpa