Die Behörde prüfe, ob der Dax-Konzern Informationen über Probleme beim Einsatz des Dialysemittels GranuFlo nur an eigene Behandlungszentren und nicht an alle weitergegeben habe, berichtet die "New York Times" (Freitag) und zitiert einen Mitarbeiter der Behörde. Das Unternehmen stehe in engem Austausch mit der FDA nach einer informellen Anfrage der Behörde, sagte ein Sprecher der Muttergesellschaft Fresenius SE. Es gebe keine formellen Untersuchungen.
FMC hat dem Bericht zufolge im vergangenen November eigene Zentren vor möglicherweise tödlichen Nebenwirkungen bei der Behandlung mit GranuFlo gewarnt. Bei fremden Zentren sei dies aber erst Ende März erfolgt. Die FDA prüfe nun, ob FMC damit gegen Gesetze verstoßen hat. Dem Sprecher zufolge handelte es sich um vorläufige interne Informationen und nicht um eine offizielle Produktinformation. Fresenius setzt das Mittel in den USA in seinen eigenen Behandlungszentren ein und vertreibt es auch an andere Dialysekliniken. Eine Überdosis des Mittels kann Studien zufolge Herzprobleme verursachen.
"Ich finde es problematisch, dass Fresenius nicht aus eigener Initiative sämtliche Kunden über seine Bedenken informiert hat", zitiert die Zeitung Steven Silverman von der FDA. An der Börse sorgte die Meldung für einen Kursrückgang bei FMC-Aktien. Die Titel gaben zuletzt 2 Prozent nach, während der Dax im Plus lag.
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