Robert Koch-Institut

Ein Viertel aller Klinikpatienten bekommt Antibiotika

Der Anteil mit Antibiotika behandelter Krankenhauspatienten ist in Deutschland seit 1994 um gut ein Drittel auf 24 Prozent gestiegen.
Das berichtete das Robert Koch-Institut (RKI) über Ergebnisse einer repräsentativen Stichprobe. Problematisch ist dabei, dass Erreger Resistenzen gegen die Behandlung mit Antibiotika entwickeln können - vor allem, wenn diese gehäuft oder nicht sachgemäß eingesetzt werden. "Die Anwendung von Antibiotika trägt maßgeblich zur Verbreitung solcher Resistenzen bei", warnte das RKI. Die Häufigkeit sogenannter Krankenhausinfektionen hat sich im Vergleich der beiden Erhebungen kaum verändert. Rund einer von 30 Patienten (3,33 Prozent) infiziert sich demnach während des Aufenthalts im Krankenhaus (1994: 3,46 Prozent).

dpa