Die Vereinigung vertritt künftig die Interessen von 125 Mitgliedsverbänden im deutschen Gesundheitswesen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gehört zu den Gründungsmitgliedern der neuen Bundesvereinigung, die die künftige Präventions- und Gesundheitspolitik in Deutschland mit gestalten will. Für den DOSB rückt der Sportmediziner Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer (Frankfurt) als Beisitzer in den neuen, 11-köpfigen Vorstand und vertritt dort die Aspekte Bewegung und Sport. Den Vorsitz hat die neue Präsidentin Helga Kühn-Mengel inne, Mitglied im Deutschen Bundestag und Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten. Mit einer ausführlichen Laudatio verabschiedete die Präsidentin den langjährigen Schatzmeister und Vertreter des Sports, Prof. Dr. Hans-Jürgen Schulke (Bremen), aus dem Vorstand und hob neben der soliden Finanzlage seine erfolgreiche Mitarbeit an zahlreichen Projekten der Bundesvereinigung hervor. Sein Nachfolger wurde der Bundesgeschäftsführer der BAG Selbsthilfe W. Nachtigäller. “Dem neuen Gremium kommt eine sehr hohe Bedeutung zu, denn es verkörpert sehr viele gesellschaftliche Kräfte”, erklärte Prof. Banzer, der schon im Dezember 2007 oder Anfang des Jahres 2008 zum ersten Mal zu einer Vorstandssitzung der Bundesvereinigung berufen werden wird. “Ganz wichtig ist nun, dass wir künftig die Kräfte mehr bündeln können und eine höhere Effizienz als bisher erreichen.” Er hofft auch, dass über die neue Vereinigung die Politik zu mehr Kraftanstrengungen in Richtung Gesundheitspolitik über Prävention motiviert werden kann.
Die Schwerpunkte der neuen Organisation sollen künftig in drei Bereichen liegen: Mitwirkung an Präventionszielen, Ausbau der Evaluation und Qualitätssicherung in der Prävention und Herstellung von Öffentlichkeit für Prävention und Gesundheitsförderung. Der Vorgänger, die Bundesvereinigung für Gesundheit, hatte bereits im März 1954 die Arbeit aufgenommen. Das Forum war dagegen erst im Sommer 2002 aus der Taufe gehoben worden. Auch die Bundesregierung sieht in der neuen Vereinigung einen wichtigen Verbündeten im Kampf um eine bessere Gesundheitspolitik. “Wir wollen Maßnahmen der Gesundheitsförderung stärker als bisher in das Lebensumfeld von Menschen bringen, in die Stadtviertel, Schulen, Kindergärten, Betriebe und Seniorenheime”, sagte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Marion Caspers-Merk, anlässlich des Zusammenschlusses der beiden bisherigen Organisationen. “Projekte, die gefördert werden, müssen an objektiven Gesundheitszielen ausgerichtet werden. Dabei ist die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung ein wichtiger Partner für uns.” Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt will in der gesundheitlichen Prävention bald einen großen Schritt weiter kommen. Die Planungen für das entsprechende Gesetz nehmen immer konkrete Formen an. Nachdem in der Sommerpause bereits die Eckpunkte an die Fraktionsspitzen der Regierungsparteien gegangen waren, liegt jetzt der erste konkret ausformulierte Referentenentwurf vor. Der Abstimmungsprozess zwischen allen Beteiligten, vor allem mit den Bundesländern und den Sozialversicherungsträgern, läuft auf Hochtouren. “Wir wollen noch in diesem Jahr den Entwurf für das Gesetz vorlegen, so wie es im Koalitionsvertrag und in den Beschlüssen von Meseberg festgeschrieben ist”, meinte Staatssekretärin Marion Caspers-Merk.

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Stärkung
Zwei zentrale Gremien der Gesundheits- und Präventionspolitik haben sich zusammengeschlossen.
Das bisherige Deutsche Forum Prävention und Gesundheitsförderung und die frühere Bundesvereinigung für Gesundheit firmieren ab sofort unter dem Dach der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung.
E.B./G.M.









