AKH Viersen

Neuer Chefarzt für die Urologische Klinik

Prof. Dr. Johannes Maria Wolff wird ab 1. Juli 2008 neuer Chefarzt der Urologischen Klinik des Allgemeinen Krankenhaus Viersen (AKH).

Der 49-Jährige wird die Abteilung zunächst gemeinsam mit dem langjährigen Chefarzt des AKH, Dr. Andreas Nowak, bis zu dessen Ruhestand leiten. Prof. Wolff war zuletzt Chefarzt der Urologischen Klinik in Bad Mergentheim. "Das AKH Viersen hat großes Potenzial", begründet der neue Chefarzt seinen Wechsel an den Niederrhein. Ziel sei es, das Krankenhaus im Ballungsraum Düsseldorf weiter erfolgreich zu positionieren. Für den neuen Chefarzt bedeutet der Wechsel nach Viersen eine Rückkehr in die Heimat, denn die erste berufliche Station des gebürtigen Kerpeners war das Elisabeth-Krankenhaus in Mönchengladbach-Rheydt. Für seine Arbeit in der Urologischen Klinik hat sich Wolff viel vorgenommen. So will er die gute interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Chirurgie und der Frauenklinik des AKH weiter vorantreiben. Ein erster Schritt ist mit den Vorbereitungen zum Kontinenz-Zentrum bereits getan. "Ich kann mir auch gut vorstellen, mit unserer Urologie eine Beckenchirurgie im AKH aufzubauen", kündigt Wolff an.

In der Urologischen Klinik plant der Chefarzt, eine neue Therapiemethode (Brachytherapie mit Jod-Seeds) zur Behandlung von Prostatakrebs einzuführen. Diese hat er bereits in Bad Mergentheim erfolgreich eingesetzt. "Dabei handelt es sich um eine Form der Strahlentherapie, mit der man Prostatakarzinome behandelt. Der Tumor wird dabei sehr gezielt und mit geringen Nebenwirkungen für die umliegenden Organe bestrahlt", beschreibt Prof. Dr. Johannes Maria Wolff das Vorgehen. Mit seinem Können hat es Prof. Wolff auch auf die Ärzteliste des Focus-Magazins geschafft. Unter 72 Spezialisten, die bundesweit bei der Behandlung von urologischen Tumoren besonders empfohlen werden, wird auch der 49-Jährige genannt (Ausgabe November 2007). Die Liste ist das Ergebnis einer Befragung von rund 6.000 Ärzten und 4.000 Patienten. Neben der Anwendung der Brachytherapie mit Jod-Seeds wird auch seine sehr große Erfahrung in der urologischen Tumorchirurgie und in der medikamentösen Tumortherapie bei fortgeschrittenen Tumorerkrankungen hervorgehoben. Seine medizinische Laufbahn begann Prof. Dr. Johannes Maria Wolff mit dem Studium in Köln. Nach einer Assistenzarztstelle in der Chirurgischen Klinik des St. Elisabeth Krankenhauses Mönchengladbach-Rheydt wechselte Wolff als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Klinik und Poliklinik für Urologie der Universität zu Köln. Zu den weiteren Stationen zählen ein einjähriger Aufenthalt am Prostate Research Laboratory in Edinburgh (Schottland), die Urologische Klinik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen sowie die Urologische Klinik der Universität Rostock. Prof. Dr. Johannes Maria Wolff ist verheiratet und Vater einer Tochter.

E.B./G.M.