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Krankenhaus-Studie

Jede fünfte deutsche Klinik klagt über Personalmangel

23 Prozent der deutschen Kliniken sind nur bedingt bis gar nicht in der Lage, dem Mangel an Ärzten, Pflegepersonal oder in der Verwaltung zu begegnen. Jedes zehnte Krankenhaus spricht sogar von Personalnotstand.
Foto: apops (Fotolia)
Das ergibt eine Studie des Marktforschungsinstituts Forsa, die von der Personalberatung Rochus Mummert in Auftrag gegeben wurde. Unter den Häusern in öffentlicher Trägerschaft sieht demnach jedes sechste die Schmerzgrenze in Sachen Personal als erreicht an. Wie die Studie weiter zeigt, hat die dünne Personaldecke erhebliche Folgen. So führt der damit einhergehende hohe Leistungsdruck bereits in jedem zweiten Krankenhaus zu einem erhöhten Krankenstand. Jeder dritte Klinikchef räumt ein, dass auch die Zahl der Burn-out-Fälle innerhalb seiner Belegschaft aufgrund der wachsenden Belastung steigt. Zudem sind bei gut jedem fünften Mitarbeiter erste Anzeichen einer inneren Kündigung zu verzeichnen.
Das unterstreichen auch die Reaktionen der Klinikmanager auf den nun vorliegenden Gesetzesentwurf zur Krankenhausreform. Sie warnen die Politik eindringlich davor, bei der aktuellen Qualitätsdebatte den Faktor Personal - von der Vergütung bis hin zur Fort- und Weiterbildung - außen vor zu lassen. Für die Studie "Die größten Herausforderungen für das Klinikmanagement" befragte das Forsa 100 Geschäftsführer, Verwaltungsleiter, Verwaltungsdirektoren und geschäftsführende Direktoren in deutschen Kliniken.

Rochus Mummert