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Pflegequalität

MDK Rheinland-Pfalz kooperiert mit Pflegewissenschaft

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) Rheinland-Pfalz, das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung (dip) sowie die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (PTHV) haben mit Beginn des neuen Jahres eine Kooperation vereinbart.
Im Rahmen einer Begleitforschung soll die Umsetzung der ambulanten Pflegetransparenz und der daraus resultierenden "Pflegenoten" durch den MDK in Rheinland-Pfalz untersucht werden. Die wissenschaftlichen Institute werden dazu die Anwendung der ambulanten Pflege-Transparenzvereinbarung in Rheinland-Pfalz prüfen und auch eine vergleichende Analyse von Qualitätsberichten und Transparenzergebnissen vornehmen. Seit Juli 2009 erhebt der MDK Rheinland-Pfalz bei seinen Qualitätsprüfungen in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen auch die zur Veröffentlichung vorgesehenen Transparenzkriterien.

Dr. Ursula Weibler-Villalobos, Leitende Ärztin beim MDK Rheinland-Pfalz, sagte: "Wir setzen die gesetzlichen Vorgaben bei den Qualitätsprüfungen in vollem Umfang um und haben darüber hinaus ein großes Interesse an einer wissenschaftlichen Begleitung unserer Arbeit." Das dip wird gemeinsam mit dem Lehrstuhlinhaber für Statistik und standardisierte Verfahren der Pflegeforschung der PTHV, Prof. Albert Brühl, die Begleitforschung durchführen. Brühl betonte, "Messung und Vergleich von Pflegequalität und deren Zusammenhang mit pflegerischem Handeln sind ein in der Pflegewissenschaft intensiv diskutiertes Thema."

Bei der Konzeption der Pflege-Transparenzvereinbarung steht auf Bundesebene eine wissenschaftliche Überprüfung zu der Frage noch aus, ob die sich aus dem Verfahren ergebenden Pflegenoten tatsächlich die Qualität der geprüften Pflegeeinrichtungen abbilden. Genauso blieb bislang unbeantwortet, ob das Verfahren präzise genug definiert ist, um sonstige Einflüsse bei der Notengebung auszuschließen. Im Rahmen der Kooperation kann die Begleitforschung auf alle Daten des MDK Rheinland-Pfalz aus ambulanten Qualitätsprüfungen zugreifen. Die vereinbarte Zusammenarbeit in der für die Zukunft der Pflege in Deutschland bedeutsamen Frage der Pflegequalität halten die Kooperationspartner für ein zukunftsweisendes Modell und haben die feste Absicht, ihr gemeinsames Wirken auch auf andere Fragen auszuweiten.

E.B./R.P.

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