"Das ist nicht hinnehmbar. Wir benötigen Änderungen", kritisierte Klaus-Dieter Voß, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes, den "Ruhr Nachrichten" (Freitag). Durch die derzeitige Berechnungsweise der Gesamtnote ergäben sich Verzerrungen.
Pflegeheime hätten es trotz mangelhafter Einzelbewertungen wegen Mangelernährung, Dekubitus oder Dehydration der Patienten durch Mischberechnung in Einzelfällen dennoch geschafft, die Gesamtnote gut zu erhalten. "Wir wollen, dass diese Einzelnoten stärker gewichtet werden, damit kein falsches Bild entsteht", sagte Voß. Mit den Leistungsanbietern solle noch an diesem Freitag gesprochen werden.
3.000 der 10.000 stationären Pflegeeinrichtungen seien inzwischen geprüft, 2.000 Prüfberichte ins Internet eingestellt. Zehn Prozent der stationären Heime hätten nur ein ausreichend oder ein mangelhaft erhalten. Hochgerechnet bedeute dies, dass bundesweit 1.000 Heime nur ausreichend oder schlechter arbeiteten. "Das ist ein Alarmsignal, in solchen Einrichtungen muss gehandelt werden", sagte Voß.

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