"Einstieg in die Billig-Pflege”

Kritik am Schiedsspruch zur Vergütung der häuslichen Krankenpflege

Der Schiedsspruch zu den neuen Vergütungshöhen für die häusliche Krankenpflege in Mecklenburg-Vorpommern stößt auf massive Kritik.
Sowohl Pflegeanbieter als auch Parteien bewerteten die Vorgaben als Einstieg in die "Billig-Pflege". "Jede Absenkung der Vergütung ist vor den Patienten nicht zu verantworten und stellt eine Geringschätzung des Einsatzes der Pflegefachkräfte dar", erklärte Diakoniepastor Martin Scriba am Donnerstag in Schwerin. Der SPD- Landtagsabgeordnete Julian Barlen bezeichnete den Schiedsspruch, der eine Verringerung der bisherigen Vergütung von Pflegeleistungen vorsehe, als "verheerendes Signal für die pflegebedürftigen Menschen und die Beschäftigten der ambulanten Dienste". Vor allem die AOK als größte Krankenkasse im Land hatte unter Hinweis auf bislang überdurchschnittlich hohe Vergütungssätze auf eine Reduzierung gedrungen. Die Verhandlungen dazu waren gescheitert, so dass ein Schiedsspruch von unabhängiger Seite erfolgte.

dpa