Klage möglich

Ambulante Pflegedienste beraten über umstrittenen Schiedsspruch

Vertreter der rund 430 ambulanten Pflegedienste in Mecklenburg-Vorpommern wollen an diesem Mittwoch in Linstow über Konsequenzen aus dem umstrittenen Schiedsspruch zur Vergütung der häuslichen Krankenpflege beraten.
Mit diesem Spruch werde die Arbeit der Pflegedienste nicht angemessen honoriert, sagte Sven Wolfgram, Landesbeauftragter des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienst, am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Sein Verband ging von einer deutlichen Absenkung der Preise aus. Eine Klage dagegen sei möglich.

Vor allem die AOK als größte Krankenkasse im Land hatte unter Hinweis auf bislang überdurchschnittlich hohe Vergütungssätze auf eine Reduzierung gedrungen. Nach Wolfgrams Angaben ist die Versorgung von AOK-Versicherten sowie der IKK Nord und des BKK Landesverbands Nordwest gefährdet. Die Pflegedienste beschäftigen rund 6500 Mitarbeitern im Land, sie versorgen rund 20 000 Patienten.

dpa